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Animalia



Anzahl Spieler

Für 2 bis 6 Spieler
ab 7 Jahre


Spieldauer

Ca. 30 Minuten


Bewertung (max. 10)

5 Punkte (HOlg)



Verlag

Pro Ludo
Pro Ludo


Autor

Bruno Cathala


Bild



Sonstiges:

Versichern kann man nahezu alles was einem lieb und teuer ist. Auch Haustiere. Und zumindest ein Tierversicherungsanbieter für Tiere vermutet insbesondere unter den Spielern Tierliebhaber und hat ein Werbespiel in Auftrag gegeben. Unabhängig davon ob diese Vermutung richtig ist, bereichert nun Animalia, ein weiteres, zunächst einmal schön anzusehendes Spiel, den Spielmarkt. Die spielerische Qualität wird sich noch zeigen.

Jeder der zwei bis sechs Mitspieler betätigt sich bei Animalia als Tierzüchter, der anlässlich dreier Wettbewerbe mit seinen Zuchtergebnissen möglichst erfolgreich abschneiden will. Die Schützlinge der Spieler stammen aus insgesamt fünf Tiergattungen zu denen jeweils sieben Tiere gehören. Eine Eule ist auch vorhanden, sie fungiert als Joker.
Der Startspieler erhält den gemischten und verdeckten Tierkartenstapel, deckt die oberste Karte auf und entscheidet sich, ob er das Tier für die eigene Zucht verwenden will oder ob er es reihum den anderen zur Verfügung stellt. Wählt ein Spieler die Karte endet der Spielzug des aktiven Spielers, der Kartenstapel geht an dessen linken Nachbarn der nun seinerseits eine Karte aufdeckt und eine neue Runde beginnt. Sollte kein Spieler Interesse an der Tierkarte haben und sie gelangt erneut zum aktiven Spieler, deckt dieser eine zweite und später ggf. auch eine dritte Karte auf. Jedes Mal muss neu entschieden werden, ob man die Kartenauslage nimmt oder das Angebot an den linken Nachbarn weitergeht. Sollte sich auch bei drei Zuchttieren kein Interessent finden, so muss der aktive Spieler die Karten nehmen.

Drei der vorhandenen Tiere versorgen ihre Besitzer mit Sonderfähigkeiten, sobald er sie mindestens zweimal in seiner Auslage hat. Mit diesen Fähigkeiten bedient man sich in der Kartenauslage der Mitspieler, sieht sich die obersten fünf Karten des Nachziehstapels an und passt deren Reihenfolge bei Bedarf an, oder "beschenkt" einen Mitspieler, der sich nicht dagegen wehren kann. Natürlich nur mit dem Besten was die eigenen Schützlinge hergeben ;-) Wichtig ist in diesem Zusammenhang, dass ein Spieler nicht mehr als fünf Tiere besitzen darf. Daraus ergibt sich auch, dass ein aktiver Spieler keine zweite und ggf. dritte Tierkarte aufdecken darf, wenn er diese nicht Notfalls nicht in seiner Sammlung unterbringen könnte, weil die maximal zulässige Zahl an Tieren überschritten würde. Sobald ein Spieler fünf Tiere besitzt, nimmt er nicht mehr an diesen Vergaberunden teil. Diese enden, sobald nur noch ein Spieler weniger als fünf Tierkarten hat. Dieser letzte Spieler füllt seine Sammlung ohne die Möglichkeit Karten weiterzugeben vom verdeckten Stapel auf und es kommt zur Wertung.

Zunächst sind die Schönheitspunkte von Bedeutung. Der Züchter mit den meisten Schönheitspunkten auf seinen Tierkarten erhält zwei weitere Tierkarten vom Nachziehstapel, der mit den zweitmeisten Punkten eine Karte. Mit diesen Bonuskarten dürfen Karten der Auslage abgedeckt werden, wobei man das nicht muss. Man kann sie auch für kommende Runden aufsparen. Diese Bonuskarten können entscheidend sein, da nach den Schönheitspunkten Medaillen vergeben werden und hierbei ist es wichtig Tiere gleicher (oder aber möglichst fünf verschiedener) Gattung zu haben.
Es gibt Medaillen der jeweiligen Tierart für Paare, Drillinge, Vierlinge oder Fünflinge und zwar immer entsprechend viele, d.h. für ein Paar gibt es zwei Medaillen usw.
Fünf Medaillen gibt es aber auch für fünf verschiedene Tiere und zwar pro Tierart eine Medaille.

Jetzt ist die Wertung abgeschlossen, die Tierkarten werden zurückgegeben, neu gemischt und die nächste von insgesamt drei Runden wird gespielt. Nach der dritten Wertung erhalten die Spieler mit fünf gleichen Medaillen eine weitere Medaille im Werte von fünf Siegpunkten als "Belohnung" für besondere Zuchterfolge in diesem Bereich. Die Summe aller Medaillen plus ggf. fünf Punkte für jede Bonusmedaille ergeben die Gesamtpunktzahl eines Spielers.

Spielerisch ist Animalia kein Reißer, dafür ist der Spielverlauf dann doch zu einfach gehalten, aber trotzdem und unabhängig davon, dass es eigentlich "nur" als Werbespiel gedacht ist, kann man es als gelungen bezeichnen. Insbesondere die Optik. Die Grafiken von Schachtel und Karten sind richtig gelungen.
Eine einfache Spielregel und überschaubare Möglichkeiten machen Animalia zu einem mehr als netten Familienspiel, das in einer Reise- und einer Deluxeausgabe zu haben ist. Beide unterscheiden sich nur darin, dass in der Deluxe-Ausgabe Medaillen beiliegen und der Medaillenstand in der Reiseversion schriftlich festgehalten werden muß.

Der Hauptknackpunkt bei Animalia ist die Entscheidung ob und wann man ein oder mehrere Zuchttiere auswählt, insbesondere als aktiver Spieler. Wartet man zu lange muss man schlimmsten Falls drei ungünstige Karten in seine Auslage nehmen, wartet man nicht lange genug, bekommt man evtl. eine nicht benötigte Karte die ein Mitspieler auf jeden Fall genommen hätte. Es gilt also immer die Auslage der Mitspieler im Auge zu behalten. Besteht die Chance, dass ein Mitspieler diese Karte nimmt? Und wenn ja, wie sehr nutzt sie ihm? Mehr als sie mir schadet? Dieses Abwägen macht den Hauptspielreiz aus und sorgt für Spannung.
Obwohl die Medaillen am Ende über Sieg und Niederlage entscheiden und man diese hauptsächlich durch passende Tierkarten bekommt, kann man auch durch den Gewinn von Schönheitspreisen letztlich die eine oder andere Medaille ergattern. Dieser Aspekt sollte daher auch nicht völlig unbeachtet bleiben.
Die Karten sind großformatig und passen leider nicht in die gängigen Schutzhüllen, so dass sich Abnutzungserscheinungen bei denen, die von Animalia nicht genug bekommen können, nicht vermeiden lassen. Und als Einsteiger oder Absacker ist Animalia sicherlich immer mal wieder gerne genommen!

Vielen Dank an Pro Ludo für das Rezensionsexemplar!


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