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Aquaretto



Anzahl Spieler

Für 2 bis 5 Spieler
ab 10 Jahre


Spieldauer

Ca. 30 bis 45 Minuten


Bewertung (max. 10)

7 Punkte (HOlg)



Verlag

Abacus Spiele
Abacus Spiele


Autor

Michael Schacht
Michael Schacht


Bild



Sonstiges:

Bewährte oder gut funktionierende, erfolgreiche Mechanismen oder Ideen werden sehr gerne in späteren Spielen wieder verwendet. Dieses Vorgehen reicht von einer nahezu eins zu eins Übernahme bis zu Anlehnungen in kleinen Bereichen. So sind einige Spiele regelrechte Neuauflagen und andere haben beispielsweise nur die sog. "Kramerleiste" gemeinsam. Dagegen ist auch gar nichts einzuwenden, sonst gäbe es sicherlich keine Siedler- oder Carcassonne-Familie und keine Spiele mit Entdeckerelementen oder die praktische Möglichkeit den Spielstand auf einer Leiste um den Spielplan herum festzuhalten gäbe es nur in einem einzigen Spiel. Und wer nichts für ähnliche Spiele übrig hat, greift einfach zu anderen. Die Auswahl ist glücklicherweise groß genug und die meisten Spiele machen auch aus ihrer "Herkunft" kein Geheimnis und man weiß beispielsweise schon vor dem Kauf/Spiel, dass man beispielsweise mit "Kampf um Rom" ein Spiel der Siedlerfamilie vor sich hat und was auf einen zukommt.

Aquaretto nun erinnert schon mal vom Titel her an den Gewinner des Spiel des Jahres 2007 namens Zooloretto, ist vom gleichen Verlag und auch vom gleichen Autor. Bei Aquaretto geht es allerdings nicht um einen Zoo sondern um einen Wasserpark. Die zwei bis fünf Mitspieler versuchen sich am Aufbau eines solchen Wasserparks, richten Becken und Bereiche für bis zu acht Tierarten (abhängig von der Mitspielerzahl) ein, beschäftigen Mitarbeiter in den Aufgabenbereichen Tierpfleger, -trainer, Kassierer und im Management um möglichst Attraktiv zu sein und zahlreiche Besucher anzulocken.

Anfangs besteht jeder Park aus einer leeren, 19 Felder großen Grünfläche und einem Depot. Auch das Startkapital ist mit nur einer Münze nicht gerade üppig, aber die meisten Tiere bekommt man auch umsonst durch Lieferungen von bis zu fünf Transportwägen. Doch auch die Transportwägen sind zunächst leer und werden im Laufe einer Runde nach und nach mit Tieren gefüllt, bis sie von Mitspielern gewählt werden um mit dem Inhalt den eigenen Wasserpark zu bereichern.
Kommt ein Spieler an die Reihe, steht er vor der Wahl ein Tierplättchen von einem der verdeckten Stapel zu ziehen und dieses auf einen beliebigen Transportwagen zu legen, Geld für den Ausbau des Parks, die Umschulung von Mitarbeitern, den Kauf von Tieren aus den Depots der Mitspieler oder den Abtransport von Tieren aus dem eigenen Depot auszugeben oder aber einen der Transportwägen auszuwählen und die geladenen Tiere in den eigenen Park oder/und das Depot zu verfrachten.

Wer einen Transportwagen wählt, muss alle Tierplättchen darauf in seinem Parkt unterbringen. Dabei gibt es aber einiges zu beachten, so dass es unter Umständen nicht immer möglich ist alle Tiere im Park unter zu bringen. Solche Tierplättchen müssen im Depot abgelegt werden doch dort zählen sie am Ende evtl. Minuspunkte.
Bis zum ersten Ausbau des Parks mit einer der beiden großen Ausbautafeln, die jedem Spieler neben zwei Kleinen zur Verfügung stehen, können nur drei verschiedene Tierarten im Park untergebracht werden. Alle Tier eine Art müssen in ein und dasselbe Becken, welches beliebig groß werden darf und nur durch die Abmessungen des Parkgeländes beschränkt ist. Nach dem ersten Großausbau des Parks ist dann Platz für eine vierte Tierart, nach dem zweiten auch noch für eine fünfte, doch damit ist das Maximum erreicht.

Tiere derselben Gattung müssen also in ein Becken, welches entsprechend vergrößert werden muss. Es ist nicht zulässig ein zweites Becken mit einer bereits vorhandenen Tierart zu eröffnen. Das erfordert schon ein wenig planerisches Geschick, denn beim Beckenbau ist auch zu beachten, dass verschiedene Becken nur diagonal, nie aber horizontal oder vertikal aneinander grenzen dürfen.
Doch große Becken sind erstrebenswert. Für jedes Becken das die Größe von drei Feldern erreicht, erhält der Parkinhaber eine Münze. Dringend benötigtes Geld, wie wir noch sehen werden. Bei einer Beckengröße von 6, 9 oder 12 Feldern gibt es dann noch mal Finanzspritzen in Höher von einer Münze.
Doch große Becken bringen nicht nur Geld in die Kasse, sie verschaffen dem gestressten Parkinhaber auch Mitarbeiter. Sobald ein Becken die Größe 5 oder 10 Felder erreicht, bekommt man je einen Mitarbeiter, den man als Kassierer, Tierpfleger, -trainer oder Manager einsetzen kann. Diese können sich bei der Schlusswertung als äußerst hilfreich erweisen.

Die dritte Aktionsmöglichkeit ist die Geldaktion. Für je zwei Münzen können insgesamt zwei große Erweiterungen in Auftrag gegeben werden, für je eine Münze bis zu zwei kleine Ausbauten und pro Münze können eingesetzte Mitarbeiter auf einen anderen Bereich eingesetzt werden, falls man sich dort mehr Siegpunkte bei der Schlusswertung verspricht.
Für zwei Münzen kann man das oberste Tierplättchen aus dem Depot eines Mitspielers kaufen und in seinen Park legen, wobei eine Münze an den "Verkäufer" und eine in die Bank geht, oder das oberste Tierplättchen aus dem eigenen Depot entfernen bzw. in seinen Park integrieren.

Früher oder später jedoch muss jeder Spieler einen Transportwagen wählen, spätestens wenn alle Transportwägen voll und der Geldvorrat aufgebraucht ist, und sobald dies alle getan haben endet eine Spielrunde. Alle Spieler haben die erhaltenen Tierplättchen untergebracht, alle Münzplättchen sind in die Kasse gewandert, paarungswillige Tierpärchen im selben Becken haben sich bei ausreichend Platz zur Beckenvergrößerung vermehrt, die Transportwägen wurden leer in die Tischmitte zurückgestellt und eine neue Runde kann beginnt.

Sobald ein Spieler das erste Plättchen vom mit der roten Holzscheibe markierten Plättchenstapel nimmt weil alle anderen Stapel aufgebraucht sind wird nur noch die laufende Runde zu Ende gespielt und es kommt anschließend zur Schusswertung. Derjenige mit den meisten Siegpunkten ist der Gewinner.
Jedes Tierplättchen in einem Park bringt seinem Besitzer einen Siegpunkt, jeder Kassierer eines Parks bringt dem Parkbesitzer je einen Siegpunkt pro Münze in der Kasse, jeder Tierpfleger bedeutet je einen Siegpunkt für jedes Tierplättchen mit einem Fischsymbol und jeder Tiertrainer bringt je einen Siegpunkt für jedes Tierplättchen auf einem benachbarten Feld ohne ein Blitzsymbol, welches das entsprechende Tier als untrainierbar kennzeichnet. Für jede Tierart im Depot gibt es zwei Minuspunkte, ein Manager im Park verringert diese Minuspunkte auf die Hälfte.

Zugegeben, Zooloretto und Aquaretto sind sich nicht zur namentlich ähnlich. Doch es gibt auch reichlich Neues. So sind die Wasserbecken bei Aquaretto im Gegensatz zu den Tiergehegen von Zooloretto hinsichtlich ihrer Größe variabel und es gibt Mitarbeiter die Einfluss auf die Siegpunkte haben. Alles in allem ist Aquaretto etwas anspruchsvoller und kann dies durch Kombination mit Zooloretto auf dieses übertragen. Würde diese Kombinationsmöglichkeit von Zoolo- und Aquaretto nicht vorhanden sein, wäre es fraglich ob man beide Spiel haben müßte.

Beide Spiele sind auf jeden Fall familientauglich, die Regeln vorbildlich, das Spiel nicht zu komplex und die Spieldauer absolut im Rahmen. Ich für meinen Teil muss aber sagen, dass ich Zooloretto wohl hauptsächlich "nur" noch in Verbindung mit Aquaretto auf den Tisch bringen werde.

Vielen Dank an Abacus Spiele für das Rezensionsexemplar!


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