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Die Hängenden Gärten



Anzahl Spieler

Für 2 bis 4 Spieler
ab 8 Jahre


Spieldauer

Ca. 30 Minuten


Bewertung (max. 10)

6 Punkte (HOlg)



Verlag

Hans im Glück
Hans im Glück


Autor

Din Li


Bild



Sonstiges:

Namensgeber einer Queen Games Neuheit aus 2008 ist nichts Geringeres als eines der sieben Weltwunder der Antike - die hängenden Gärten der Semiramis in Babylon. Trotz des beeindruckenden Titels handelt es sich in erster Linie "nur" um ein Kartenspiel. Der beiliegende kleine Spielplan wird lediglich für die Auslage von vier Spielkarten und einigen Punktetafeln benötigt. Die eigentlichen Gärten entstehen während des Spiels durch die Auslage von Karten vor den jeweiligen Spielern.

Jeder beginnt mit einer Startkarte, welche nicht wie die anderen Baukarten eines oder mehrere Motive (=Gartenausbauten) aus verschiedenen Bereichen wie z.B. Brunnen, Park oder Terrasse in unterschiedlichen Anordnungen zeigt, sondern nur sechs leere Felder. Diese stellen den anfänglichen Baugrund für die entstehende Gartenanlage dar.
Maximal vier Baukarten liegen offen auf dem Spielplan aus, und wer am Zug ist wählt eine dieser Karten um sie in seinen Garten zu integrieren. Dabei ist darauf zu achten, dass sämtliche Felder mit Motiven auf einer bereits ausliegenden Karte liegen müssen, die Karten werden also überlappend ausgelegt. Die erste gewählte Karte muss so auf die Startkarte - die anfangs einzig vorhandene - gelegt werden, dass alle Felder mit Motiven der ausgewählten Karte auf der Startkarte zu liegen kommen. Leere Felder dürfen die Startkarte überragen, also soz. direkt auf dem Tisch liegen und kann sich die Gartenanlage langsam aber sicher ausdehnen. Anschließend kommen die Mitspieler in gleicher Weise an die Reihe, bis alle offen liegenden Karten gewählt wurden und eine neue Runde mit neuen Karten und einem neuen Startspieler beginnt.

Um nun durch die Siegpunktplättchen an möglichst viele Siegpunkte zu gelangen muss darauf geachtet werden, Gruppen gleicher Motive (horizontal oder vertikal aneinandergrenzend) entstehen zu lassen. Je größer eine Gruppe, desto besser! Sobald eine Gruppe mindestens aus drei Motiven besteht, darf der entsprechende Spieler dort einen seiner Tempel errichten und anschließend ein Punkteplättchen auswählen, wobei die Auswahl umso größer ist, je größer die Motivgruppe ist. Bei einer Größe von drei kann zwischen zwei Plättchen gewählt werden, bei einer Größe von vier darf man unter vier Plättchen und ab einer Größe von mindestens fünf aus sechs Punkteplättchen auswählen. Wer Gruppen von mehr als sechs Motiven bildet, der bekommt neben dem normalen Punkteplättchen sogar ein zusätzliches Bonusplättchen vom verdeckten Nachziehstapel.
Manchmal ist es besser eine kleine Gruppe noch nicht zu werten, denn eine gewisse Auswahl zu haben ist nicht unwichtig. Die Punkteplättchen sind nämlich am ertragreichsten, wenn sie mit anderen, meist gleichen Plättchen in einer bestimmten Anzahl kombiniert werden können. So gibt es beispielsweise für eine Statue alleine 1 Punkt, für zwei schon 8 Punkte und drei Statuen bringen am Ende sogar 20 Punkte. Ab der vierten Statue muss dann eine neue Reihe Statuen-Punkteplättchen gebildet werden.

Wer eine Motivgruppe in seinem Garten "wertet", also mindestens ein Punkteplättchen bekommt, der stellt einen seiner Tempel auf ein Motiv dieser eben gewerteten Gruppe. Nun ist diese Gruppe als gewertet gekennzeichnet, so dass nicht zweimal Punkteplättchen kassiert werden können. Die Platzierung von Tempeln will nicht nur aus diesem Grund gut überlegt sein. Wer seine Tempel so geschickt platziert, dass dieser durch eine neue Gartenkarte wieder von seiner Motivgruppe abgeschnitten wird, der kann die auf diese Weise die dann vom Tempel wieder getrennte Gruppe als Grundlage für eine neue Motivgruppe nehmen und so schneller wieder an Punkteplättchen kommen.
Manchmal stören die Tempel auch beim Anlegen neuer Baukarten, denn diese dürfen nicht überbaut werden. Es gilt also auch zu berücksichtigen, dass genug Bauplätze für weitere Karten bleiben und man sich nicht das Anbauen durch ungeschickt platzierte Tempel selbst erschwert.
Hat ein Spieler keinen Tempel mehr im Vorrat und müsste eigentlich einen einsetzen, so wird einer der bereits eingesetzten Tempel auf der (einer der) kleinsten Motivgruppe umgesetzt.

Sobald alle Baukarten an die Spieler vergeben sind, endet das Spiel mit der Auswertung der Punktetafeln und dem anschließenden Ermitteln des Siegers.

Die hängenden Gärten haben einfache aber interessante Mechanismen, die neben etwas Glücksfaktor auch Raum für taktische Ãœberlegungen und ein bisschen "Ärgern" lassen. Der Glücksfaktor besteht in der zufälligen Auslage der Baukarten einer Runde, die Taktik und das Ärgern in der Auswahl der Karten, durch die man die Pläne der Mitspieler schon mal über den Haufen werfen kann und versucht das Optimum für sich heraus zu holen. Nicht immer ist die Auswahl der Karte, die momentan am besten in die eigene Auslage passt, die beste Wahl. Nicht selten ist die Karte die Beste, welche dem/den Mitspielern am meisten nutzen würde.

Der Regelaufwand ist angenehm klein genauso wie der Zeitaufwand um sich eine Runde als Gartenarchitekt zu betätigen. Ohne ein Taktik- oder Strategieschwergewicht zu sein ist trotzdem ausreichend Raum für taktische Ãœberlegungen, die aber auch Freunde leichterer Kost nicht abschreckt. Somit könnten sich an einem Tisch mit einer Runde "Die hängenden Gärten" Viel- und Gelegenheitsspieler treffen ohne dass sich eine diese Gruppen langweilt bzw. überfordert fühlt.

Vielen Dank an Hans im Glück für das Rezensionsexemplar!


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