Holgs Spieleteufel       Würfel Teufel



  Startseite
  Editorial / Impressum
  News
  Rezensionen
  Forum (inkl. Ringkriegbereich)
  Meine Top Ten
  Spielecharts
  Spieleevents
  Wunschliste
  Verkaufsliste
  Zitate zum Thema Spiele
  Schweinfurter Spieletage
  Schweinfurter Spieletreff
  Links
  Counterstatistik
  RSS-Feed
  Awards
  holger.kiesel@spieleteufel.de
  Datenschutzerklärung
  Follow me on
  
   


 
   

Duell der Panzerbären



Anzahl Spieler

Für 2 Spieler
ab 10 Jahre


Spieldauer

Ca. 15 bis 20 Minuten


Bewertung (max. 10)

7 Punkte (HOlg)



Verlag

Kosmos
Kosmos


Autor

Peter Neugebauer


Bild



Sonstiges:

Der Goldene Kompass - inzwischen sehr vielen ein Begriff da als Roman, Verfilmung und Brettspiel erhältlich und damit weit verbreitet - ist nun auch im Bereich der reinen Zweipersonenspiele, nämlich der Kosmos-Zweierreihe, vertreten. Die Handlung dreht sich um das Duell der beiden Panzerbären namens Iorek und Iofur, die im ewigen Eis um nichts Geringeres als den Titel "König der Bären" kämpfen. Der Spielplan stellt eine Eisarena dar, in der sich sämtliche Eisbären versammelt haben um diesen Kampf zu sehen. Die Kampfkraft der Bären wird durch je 36 Kampfkarten und je 3 Kampftricks repräsentiert, die den beiden Kontrahenten während ihrer Auseinandersetzung zur Verfügung stehen.

Anfangs umkreisen sich die beiden Bären vorsichtig um den Gegner abzuschätzen. Während dieses "Eröffnungsrituals" werden die Eisbären durch die Spieler drei Züge lang immer um je ein Feld bewegt, doch dann wird es ernst, der eigentliche Kampf beginnt.
Jeder Bär...äh...Spieler hat in seinem Kartenstapel 10 Spezialkarten, die mit einem Stern versehen sind. Diese liegen offen vor den Spielern, während die anderen Karten jeweils gemischt werden und als verdeckte Nachziehstapel vor den Spielern bereitliegen. Iroek erhält fünf Karten auf die Hand, sein Kontrahent nur drei, wobei von diesen beliebig viele Spezialkarten sein dürfen. Diese eröffnen einem Spieler im Gegensatz zu den "normalen" Kampfkarten mehr Möglichkeiten.

Sind Kampfkarten normalerweise Bewegungs-, Angriffs- oder Verteidigungskarten, kann man mit den Spezialkarten entweder den Stärkewert einer Angriffskarte oder einer Verteidigungskarte um den Wert 1 erhöhen, eine eigene Angriffskarte in eine Verteidigungskarte oder umgekehrt verwandeln (falls die eine oder andere Sorte mal knapp werden sollte), sich ein bis drei Felder bewegen oder, sofern sich der eigene Bär auf einem Trickfeld befindet, eine seiner Trickkarten ziehen.

Der Spieler mit der Initiative ist derjenige, der angreifen und Treffer landen kann, welche letztlich über Sieg und Niederlage entscheiden. Zunächst hat Iorek die Initiative und muss zumindest eine seiner Handkarten ausspielen. Bei einer Bewegungskarte wird der eigene Eisbär um genau die angegebenen Felder geradlinig weiterbewegt, es darf nur einmal die Richtung geändert werden. Stehen die beiden Panzerbären auf benachbarten Feldern, kann auch eine Angriffskarte gespielt werden, wobei der Wert der Karte die Stärke des Angriffs darstellt. Mit einer Spezialkarte kann der Angriff verstärkt oder auch mit einer Verteidigungskarte ausgeführt werden.

Im Falle eines Angriffs erhält der Mitspieler die Gelegenheit zur Verteidigung, er darf eine Verteidigungskarte, ggf. verstärkt durch eine Spezialkarte oder eine durch eine Spezialkarte zur Verteidigungskarte gewordene Angriffskarte ausspielen, muss dies aber nicht. Er darf auch stehen bleiben und den Angriff ohne Verteidigung (Verteidigungswert 0) über sich ergehen lassen oder mittels einer Spezial- oder Bewegungskarte davon laufen, hat dann aber nur den Verteidigungswert 1.
Sobald der Angriffs- den Verteidigungswert übersteigt, erhält der Verteidiger entsprechend der Differenz der beiden Werte Treffer, die auf der Trefferanzeige festgehalten werden. Nach einem erfolgreichen Angriff bleibt der aktive Spieler weiterhin am Zug und kann weitere Handkarten ausspielen.

War ein Angriff nicht erfolgreich wechselt die Initiative, der Angegriffene wird zum Angreifer nachdem er seine Handkarten auf fünf ergänzt hat. Die Initiative wechselt auch sobald gepasst wird, was frühestens nach dem Ausspielen einer Karte erlaubt ist (ggf. muss eine Angriffs- bzw. Verteidigungskarte als Bewegungskarte genutzt werden).

Das Spiel endet erst, wenn beide Spieler keine Handkarten mehr haben mit demjenigen als Sieger, der weniger Treffer hinnehmen musste. Da die Panzerbären zwar einen identischen Satz Kampfkarten aber unterschiedliche Trickkarten und damit neben der Startspielerregelung unterschiedliche Ausgangspositionen haben sollten immer zwei Runden mit nach der ersten Partie vertauschten Rollen gespielt und die Trefferpunkte aufaddiert werden.

Das Duell der Panzerbären ist ein kleines aber feines Spielchen bei dem neben wie zu erwarten etwas Kartenglück aber auch und in erster Linie Taktik gefragt ist. Welche und wie viele Karten hat der Gegner schon gespielt? Ist es im Hinblick auf das Spielende sinnvoll mal keine Verteidigungskarten zu spielen und die Treffer hin zu nehmen? Es gibt fast nichts Schlimmeres als gegen Spielende keine Karten mehr auf der Hand zu haben und noch Angriffen des Kontrahenten ausgesetzt zu sein ohne wenigsten das Weite suchen zu können. Genauso gilt es bei jedem Angriff zu überlegen, ob man die Initiative nicht lieber freiwillig abgibt, als zu viele Karten für den Angriff zu verwenden und kaum noch welche für die anschließende Verteidigung übrig zu haben. Nachziehen darf ein Spieler ja immer nur zu Beginn seines Zuges!

Kampftricks gibt es wenige, aber sehr starke und man kommt um sie eigentlich nicht herum. Ioreks Kampfreserve sorgt dafür, dass fünf zufällige, bereits ausgespielte Karten wieder unter den Nachziehstapel geschoben werden dürfen. Im Endspiel, wenn nur noch wenige Handkarten verfügbar sind, oder wenn mehrere "starke" Karten in einem (noch) relativ kleinen Ablagestapel liegen ein besonders wertvoller Trick, genauso wie der Distanzangriff, der Angriffe auch bei einem Feld Abstand erlaubt.
Aber auch Iofur hat gute Tricks auf Lager! Ein Powerangriff mit dem Wert 6 ist schon nicht ohne, genauso wie der Kraftschub, der vier Karten des Ablagestapels zurück in den Nachziehstapel bringt. Was einen kleinen Vorteil zu einem großen machen kann ist das Ausspielen der richtigen Karten zum richtigen Zeitpunkt.

Alles in allem ist das Duell der Panzerbären eines der besseren Spieler aus der Kosmos Zweierreihe, das ohne "seicht" zu sein auch Gelegenheitsspieler nicht überfordert! Ist nur ein Mitspieler verfügbar werde ich wohl immer mal wieder die Panzerbären aufs Eis schicken!

Vielen Dank an Kosmos für das Rezensionsexemplar!


Ähnliche Spiele:
(2-Personenspiel, Fantasy, Taktik)

Der Herr der Ringe - Der Ringkrieg
Der Herr der Ringe - Die Schlachten des dritten Zeitalters
Dschunke
Java
La Citta
Löwenherz
Caylus

weitere Treffer...


Spiele vom selben Autor:
(Peter Neugebauer)

Der Herr der Ringe - Das Duell
Der Herr der Ringe - Die Suche
Kleine Fische


Spiele vom selben Verlag:
(Kosmos)

Die Siedler von Catan
La Citta
Löwenherz
Die Siedler von Catan - Aufbruch der Händler
Jäger + Späher
Blue Moon
Der Herr der Ringe - Das Meisterquiz

weitere Treffer...


Spiele vom selben Jahrgang:
(2008)

Axis & Allies - Anniversary
Dominion
Age of Empires III
Descent - Altar der Verzweiflung
Merlins Macht
Kohle - Mit Volldampf zum Reichtum
Neuland (2008)

weitere Treffer...