Holgs Spieleteufel       Würfel Teufel



  Startseite
  Editorial / Impressum
  News
  Rezensionen
  Forum (inkl. Ringkriegbereich)
  Meine Top Ten
  Spielecharts
  Spieleevents
  Wunschliste
  Verkaufsliste
  Zitate zum Thema Spiele
  Schweinfurter Spieletage
  Schweinfurter Spieletreff
  Links
  Counterstatistik
  RSS-Feed
  Awards
  holger.kiesel@spieleteufel.de
  Datenschutzerklärung
  Follow me on
  
   


 
   

Texas Holdem



Anzahl Spieler

Für 2 bis 11 Spieler
ab 18 Jahre


Spieldauer

Ca. 10 bis 240 Minuten


Bewertung (max. 10)

9 Punkte (HOlg)

Weitere Bewertungen

10 Punkte (Thomas Fischer)


Verlag

unbekannt


Autor

unbekannt unbekannt


Bild



Sonstiges:

Texas Hold’em ist eine Variante des Kartenspiels Poker, das bereits eine lange Geschichte vorweisen kann. Vorläufer des Pokerspiels gab es schon vor über 400 Jahren und 1805 wurde es in New Orleans, der Geburtsstadt des amerikanischen Poker, erstmals - zumindest dort - in der Literatur erwähnt. Inzwischen gehört Texas Hold’em zu den bekanntesten Pokervarianten und ist auch die von mir bevorzugte.

Das Besondere an dieser Variante ist, dass es fünf offene Karten, die sog. Gemeinschaftskarten gibt, die in der Tischmitte liegen. Diese können von allen Mitspielern zur Bildung ihrer Hand verwendet werden, zusammen mit den beiden Karten, die jeder Spieler anfangs auf die Hand bekommt, die sog. Hole Cards.

Aus 52 Blatt besteht ein Paket Pokerkarten und da bis zu fünf Karten offen für alle Mitspieler sichtbar sind ist der ohne Frage vorhandene Glücksfaktor kalkulierbar. Texas Hold’em ist ein Spiel der Wahrscheinlichkeiten und somit würde ich sagen nur noch zu 30 bis 40% Glück und im übrigen Können. Kurzfristig gewinnt der glücklichere Spieler, langfristig der Bessere, so beschreibt man das Ganz wohl am Besten.

Für Viele besteht der Reiz der Pokerspiels in den Wetteinsätzen, die je nach Variante (Fixed-Limit, Pot-Limit, Split-Limit, No-Limit) unterschiedlich hoch ausfallen können und die über insgesamt vier Wettrunden den sog. Pot bilden, den der Gewinner am Ende einer Runde bekommt.
Sehr populär ist hier das No-Limit Spiel, bei dem die Höhe eines Wetteinsates lediglich durch den sog. Stack, der Anzahl an Chips die ein Spieler für die aktuelle Pokerrunde eingekauft hat, beschränkt ist. Zwingend ist allerdings immer eine bestimmte Mindesthöhe eines Einsatzes.

Je mehr man sich mit Texas Hold’em beschäftigt desto klarer wird einem, dass ähnlich wichtig wie ein gutes Blatt auch die Position eines Spielers am Tisch ist. Es wird hier zwischen den sog. Blind-Positionen, frühen, mittleren und späten Positionen, zu denen auch der Dealer gehört, unterschieden.
Im Casino muss der Spieler mit dem Dealer-Button nicht wirklich die Karten verteilen, das übernimmt der Croupier, und dennoch kommt dieser Button zum Einsatz und definiert auch die Blind-Positionen. Links neben dem Dealer sitzt der Spieler, der den sog. Small Blind bereits vor dem Verteilen der ersten Karten setzen muss. Der Small Blind ist die Hälfte des sog. Big Blinds, den der Spieler zur Linken des Small Blinds ebenfalls vor dem Verteilen der Karten einsetzen muss.

Im Rahmen eines Pokerturnieres steigen diese Blinds normalerweise in regelmäßigen Abständen an, genauso wie in diesem Zusammenhang zwangsläufig die Spannung und die Risikobereitschaft der noch im Turnier verbliebenen Spieler deren Stack immer kleiner wird.

Wurden also die Blinds gesetzt, werden je zwei Karten an jeden Mitspieler verteilt, welche diese geheim ansehen. Der Spieler links vom Big Blind ist nun der erste Spieler, der die erste Wettrunde eröffnet (er befindet sich "under the gun"). Reihum entscheidet jeder Spieler ob er nun passt und aus dem Spiel aussteigt, mitgeht und ebenfalls einen Einsatz in Höhe des Big Blinds leistet oder sogar erhöht (Raise) und einen Höheren Einsatz als den Big Blind bringt.
Diese erste Setzrunde wird so lange fortgeführt, bis alle Spieler entweder gepasst haben und ausgestiegen sind oder den höchsten Einsatz gebracht und mitgegangen sind.

Sind nach der ersten Bietrunde mehr als ein Spieler dabei, werden die ersten drei Gemeinschaftskarten, der sog. Flop, aufgedeckt. Hieran schließt sich eine weitere Bietrunde an, nach der die vierte Gemeinschaftskarte, der Turn, aufgedeckt wird.
Wieder findet eine Bietrunde statt, nach der die fünfte und letze Gemeinschaftskarte (River) aufgedeckt wird. Nach dem River findet die letzte Bietrunde statt und sind dann noch mindestens zwei Spieler dabei kommt es zum sog. Showdown, bei dem die Spieler ihre Handkarten aufdecken und derjenige mit dem Höchsten Blatt, das sich aus insgesamt sieben Karten (seinen beiden Handkarten und den fünf Gemeinschaftskarten) ergibt, den Pot (alle geleisteten Einsätze) gewinnt.

Das höchste Blatt, das ein Spieler halten kann, ist der sog. Royal Flush (10er, Bube, Dame, König, As in einer Farbe). Danach kommen in absteigender Wertigkeit der Straight Flush (Straße in einer Farbe z.B. 5, 6, 7, 8, 9 in Herz), der Vierling (z.B. vier Damen), das Full House (ein Paar und ein Drilling z.B. zwei Buben und drei 10er), der Flush (fünf beliebige Karten einer Farbe), die Straße (fünf aufeinander folgende Karten verschiedener Farbe), der Drilling (z.B. drei 9er), zwei Paare (z.B. zwei 10er und zwei Könige), ein Paar (z.B. zwei Buben) und die sog. Highcard, die höchste einzelne Karte (z.B. das einzige As im Spiel).

Ja, wie bereits gesagt, Texas Hold’em hat einen Glücksfaktor und keinen unerheblichen. Doch auf lange Sicht wird sich nicht nur meiner Meinung nach der bessere Spieler durchsetzen und das macht für mich den besonderen Reiz der Texas Hold’em Variante des Pokerns aus.
Starthände wie A–A unsuited, K–K unsuited, Q–Q unsuited, A–K suited (suited = von einer Farbe), A–Q suited, J–J unsuited, K–Q suited, A–J suited, K–J suited, A–K unsuited sind sehr starke Starthände die mit einer höheren Wahrscheinlichkeit gewinnen werden, als andere Kartenkombinationen und diese Gewinnwahrscheinlichkeit lässt sich durch ein gutes Pokerspiel noch weiter steigern. Beispielsweise in dem man eine starke Hand nach dem Flop schützt, also den Mitspielern sich den Turn nicht kostenlos ansehen lässt und ihnen damit die risikolose Chance gibt doch noch eine besser Hand zu bekommen. Oder man setzt schon vor dem Flop recht aggressiv um schon recht früh viele Spieler zum Passen zu bewegen, was aber bei einer starken Starthand nicht unbedingt das Ziel ist, denn Passen viele Spieler schon vor dem Flop, wird der Pot möglicherweise nicht so groß. Man will und muss also erhöhen aber nicht unbedingt um alle Spieler aus dem Spiel zu drängen. Diese Taktik bietet sich bei hohen Blinds in einer späten, am besten der Dealer-Position an und nennt sich "Blinds stehlen".

Anwendbare Taktiken und auch Stratgien gibt es zahlreiche. Das Schützen einer Hand, der Bluff, der Semi-Bluff, das Bankroll-Management usw. sind nur einige davon. Auch die Kenntnis der Ausbaufähigkeit seiner Karten (Outs) und ob es sinnvoll ist ein Gebot mit zu gehen (Pot-Odds) sind von entscheidender Wichtigkeit, genauso wie die Kenntnis über die Stärken und Schwächen der einzelnen Positionen am Tisch.

Diese Kenntnisse sind am effektivsten durch häufiges Spielen zu erwerben bzw. zu erlernen, es geht einfach nichts über Erfahrung. Inzwischen gibt es aber auch zahlreiche Pokerschulen im Internet, die einem zumindest das theoretische Rüstzeug mit auf den Weg geben und meist auch die Möglichkeit mit einem kostenlosen Startgeld auf einem der ebenfalls zahlreichen Pokerplattformen online Poker spielen zu können.
>>Hier<< ist ein Link zu einer meiner Meinung nach recht guten Pokerschule, bei der auch ich mich mit Texas Hold’em vertraut gemacht habe.

Zumindest in der Texas Hold’em Variante des Pokerns steckt mehr, als der eine oder andere möglicherweise zunächst vermutet. Trotz der recht einfachen Regeln - das Spiel an sich ist in fünf Minuten gelernt - ist das Spiel nicht einfach zu beherrschen und darüber sollte man sich auch durch eine evtl. anfangs vorhandene Glückssträhne nicht hinwegtäuschen lassen.

Am meisten Spass macht das Spiel in einer Liverunde! Es geht einfach nichts über den Blick in das Pokerface eines Gegenspielers bei einem Einsatz aber es macht auch online Spass und hat den Vorteil, dass man auch mal auf die Schnelle und wann immer man gerade Zeit hat eine Runde Pokern kann.

Vielen Dank an unbekannt für das Rezensionsexemplar!


Ähnliche Spiele:
(Abstrakt, Bluff, Kartenspiel, Strategie, Zockerspiel)

Civilization
La Citta
Caylus
Magic - Die Zusammenkunft
Middle Earth - The Wizzards
Puerto Rico
Tadsch Mahal

weitere Treffer...


Spiele vom selben Autor:
(unbekannt unbekannt)

Planetarium
Satuzzle - Paris
Kalaha
Stratego
Leg das Rohr
Boggle Flash


Spiele vom selben Verlag:
(unbekannt)

Keine Spiele vom selben Verlag
in der Datenbank gefunden !


Spiele vom selben Jahrgang:
(1805)

Keine Spiele vom selben Jahr
in der Datenbank gefunden !