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Herr der Ziegen



Anzahl Spieler

Für 2 bis 5 Spieler
ab 8 Jahre


Spieldauer

Ca. 30 bis 40 Minuten


Bewertung (max. 10)

5 Punkte (HOlg)



Verlag

Amigo
Amigo


Autor

Günter Burkhardt
Günter Burkhardt


Bild



Sonstiges:

Begonnen hat alles vor acht- bis neuntausend Jahren, möglicherweise sogar früher. Damals begann die Nutzung der Ziege als Haustier, die damit zu den ältesten wirtschaftlich genutzten Haustieren zählt. Trotz dieser traditionsreichen Beziehung zwischen Mensch und Ziege war dieses Tier bisher recht selten Thema eines Brettspiels und das dachte man sich wohl auch bei Amigo. Tja und nun gibt es das Spiel "Herr der Ziegen" in dem sich bis zu fünf Spieler eine gute halbe Stunde mit den unterschiedlichsten Ziegenarten auseinander setzen.

Neben insgesamt 55 (Holz-)Ziegen in fünf Farben gibt es noch für jeden Spieler einen Ziegenstall und außerdem 121 Karten. Die meisten davon sind "Ziegenkarten", je fünf von jeder der insgesamt 18 Ziegenarten die im Spiel vorkommen können. Aber es gibt auch Hunde die durch Karten repräsentiert werden und wo es Ziegen gibt, da gibt es auch Ziegenmilch, also auch Ziegenmilchkarten.
Nicht immer sind alle Karten mit von der Partie, das ist abhängig von der Spielerzahl, aber diese nicht aussortierten Karten werden gemischt und zu einer 7 x 7 (im Spiel zu zweit 6 x 6) Karten umfassenden Auslage in die Tischmitte gelegt. Übrig bleibende Karten bilden einen Nachziehstapel. Zwei Karten, unter denen kein Hund sein darf und die ggf. ausgetauscht werden, erhalten die Mitspieler auf die Hand und los geht es!

Grundsätzlich spielt der Spieler am Zug eine seiner beiden Handkarten aus, versetzt seine Ziege, die beim eigenen Stall startet und sich rund um die Kartenauslage herum bewegt, um so viele Felder wie die Zahl auf der ausgespielten Karte vorgibt und nimmt anschließend eine Karte, auf der keine Ziege liegen darf, aus der Reihe der Auslage, die seine große Ziege erreicht hat. Die entstehende Lücke wird mit einer Karte vom Nachziehstapel gefüllt, sofern das möglich ist. Als letztes wird noch überprüft, ob es zu einer Wertung kommt und schon ist der nächste Spieler an der Reihe.

Ziel des Ganzen dabei ist es die meisten Punkte zu bekommen, die man einmal dadurch erhält, dass man insgesamt Ziegenmilchkarten mit der höchsten oder zumindest zweithöchsten Gesamtsumme ausspielt oder möglichst viele seiner kleinen Ziegen auf möglichst hochwertige Karten der offenen Auslage platziert.

Ersteres ist einfach. Man spielt einfach mehr Karten bzw. insgesamt höherwertige Ziegenmilchkarten aus, als die Mitspieler und erhält dafür bei Spielende entsprechend viele Punkte. Hat nur ein Spieler mehr Ziegenmilch, bekommt man immerhin noch die Hälfte seines Ziegenmilchwertes als Siegpunkte, alle anderen gehen in diesem Bereich leer aus.

Seine kleinen Ziegen auf Karten der Auslage platzieren zu dürfen ist schon etwas schwieriger. Dazu muss man anlässlich einer Wertung nach einem Spielerzug den höchsten Gesamtwert an Karten der zu wertenden Ziegenart besitzen.
Spielt man während seines Zuges eine Ziegenkarte aus, so wird sie vor einem abgelegt, ggf. zu bereits zuvor ausgespielten Karten dieser Ziegengattung. Hat man dann insgesamt Ziegenkarten dieser Gattung mit einem Gesamtwert von mindestens acht vor sich liegen, so kann keiner mehr Punkte in dieser Ziegenart mehr bekommen, denn es gibt pro Ziegengattung nur fünf Karten mit den Werten eins bis fünf. Wer also acht Punkte in einer Ziegenart vor sich liegen hat besitzt definitiv die Mehrheit in dieser Gattung und darf auf alle Ziegenkarten der entsprechenden Gattung in der offenen Auslage eine seiner kleinen Ziegen legen.
Haben Mitspieler ebenfalls Karten dieser Ziegengattung vor sich liegen, so sind diese nun wertlos und können abgegeben werden. Sollten im weiteren Spielerverlauf noch Karten dieser Gattung vom verdeckten Stapel gezogen und in die Auslage gelegt werden, so darf der Spieler, der die Wertung in dieser Gattung gewonnen hat, sofort eine seiner kleinen Ziegen darauf platzieren.

Die Wertung einer Ziegengattung wird auch dann ausgelöst, wenn nach einem Spielerzug insgesamt vier der fünf Karten einer Gattung vor den Spielern ausliegen. Derjenige, der den höchsten Gesamtwert bei diesen Ziegen erzielt, der hat Anspruch darauf eine seiner kleinen Ziegen auf die fünfte und letzte Karten dieser Ziegengattung zu legen, sofern sie sich schon oder zu einem späteren Zeitpunkt in der Auslage befindet.

Bei Spielende sind alle Ziegen der Spieler auf Karten der Auslage normalerweise so viele Siegpunkte wert, wie der Wert der Ziegenkarte auf der sie liegen angibt. Sollte diese Ziege aber eine Verbindung zum eigenen Stall haben, entweder indem sie unmittelbar horizontal oder vertikal (nicht diagonal) an diesen angrenzt oder zumindest benachbart zu einer Ziege ist, die ihrerseits mittel- oder unmittelbar mit dem Stall verbunden ist, dann wird dieser Kartenwert verdoppelt zu den Siegpunkte gezählt.
Und da kommen nun die Hunde ins Spiel. Mit ihnen hat man die Möglichkeit seine Ziegen in die Nähe des eigenen Stalls zu treiben und ihren Punktewert damit zu verdoppeln. Ein Hund wird ausgespielt und anschließend eine Karte der Reihe unmittelbar neben der eigenen großen Ziege genommen. Anschließend darf neutrale Karte mit einer Karte mit eigener Ziege vertauscht werden, die sich in derselben Reihe befindet und kommt damit möglicherweise in die Nähe des eigenen Stalls.

Das Spiel endet, sobald aus einer Reihe der Auslage die letzte Karte genommen wurde oder der Spieler am Zug keine Karte mehr aufnehmen kann weil auf allen bereits Ziegen eingesetzt wurden.

Die Spielvorbereitung kann manchmal etwas lästig sein. Je nach Mitspielerzahl müssen einige Ziegengattungen, Hunde- und Milchkarten aussortiert werden und was im ersten Spiel, wenn die Karten noch sortiert aus der Schachtel kommen, einigermaßen schnell geht ist später, wenn die Karten gemischt sind, schon etwas aufwändiger.

Beim Herr der Ziegen braucht man schon etwas Glück aber das Spiel hat durchaus seine taktischen Möglichkeiten, die man von Spiel zu Spiel besser erkennt, die aber mit zunehmender Spielerzahl auch immer geringer werden. Je mehr Mitspieler, desto mehr hat sich in der Auslage bewegt bis man wieder an die Reihe kommt und da lässt sich nur sehr schwer wirklich planen. Zu zweit jedoch lassen sich mitunter richtig gute Zugfolgen planen und auch durchführen, mit denen man effektiv Punkten kann.

Das Ziegenthema ist witzig, zugegeben. Die 18 Ziegengattungen deren Unterschiede sich auch bildlich auf den Karten sehr humorvoll zeigen (beispielsweise gibt es Elvis-Ziegen, Neandertaler-, Prinzessinenziegen usw.) sind schon sehr spassig aber der Effekt ist auch recht schnell abgenutzt. Was bleibt ist ein nettes Spielchen, abstrakt und zu zweit recht taktisch. Nicht mehr und nicht weniger.

Vielen Dank an Amigo für das Rezensionsexemplar!


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