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Der Name der Rose



Anzahl Spieler

Für 2 bis 5 Spieler
ab 10 Jahre


Spieldauer

Ca. 60 bis 90 Minuten


Bewertung (max. 10)

7 Punkte (HOlg)



Verlag

Ravensburger
Ravensburger


Autor

Stefan Feld


Bild



Sonstiges:

Im Jahre 1980 erfreute uns Umberto Eco mit einem im Jahre 1327 angesiedelten historischen Kriminalroman, der 1986 verfilmt und 2008 Namens- und Themengeber einer Spieleneuheit des Ravensburger Verlages wurde. Der Name der Rose handelt von mysteriösen Todesfällen in einer Benediktinerabtei, die der Franziskanerpater William und dessen Novize Adson auf Bitten des Abtes schließlich aufklären.

Und auch im Spiel tragen William und Adson dazu bei aus den sechs für die Morde in Frage kommenden Mönchen den Schuldigen zu finden, oder zumindest denjenigen zu ermitteln, gegen den die meisten Indizien sprechen.
Jeder der fünf Mitspieler nimmt sich einem der Mönche an und versucht seinen Schützling möglichst unauffällig durch sieben Tage des Klosterdaseins zu führen, an denen William und Adson ermitteln. Dabei gehen die Mönche ihren ganz normalen Beschäftigungen nach, suchen die Räumlichkeiten der Abtei auf um ihren Beschäftigungen nach zu gehen und machen sich dabei verdächtig, sollten sie dort eigentlich nichts verloren haben, bzw. entlasten sich, sofern sie ihre Aufgaben zu Recht dorthin geführt haben.
Verdächtig wird ein Mönch auch dann, wenn Adson gegen ihn einen Verdacht äußert. Das kann immer dann passieren, wenn er auf Mönche der Abtei trifft. Allerdings kann er ebenfalls zur Entlastung eines oder mehrer der angetroffenen Mönche beitragen.

Am Ende eines Tages dann bekommen die Mönche null bis fünf Indizienpunkte, je nachdem wie verdächtig sie sich während des Tages gemacht haben. Selbstverständlich weiß keiner welcher Spieler sich um welchen Mönch kümmert und damit im Lauf des Spiels immer mehr Licht ins Dunkle kommt, muss jeder Spieler nach dem ersten, dritten und fünften Tag jeweils die Farbe eines Mönches offenbaren, den er nicht führt.

Während jedes Spielerzuges muss einer der Mönche, William oder Adson bewegt und die daraus resultierenden Folgen festgehalten werden. Hierzu gibt es drei Arten von Karten, von denen jeder Spieler drei auf der Hand hat. Eine dieser Karten muss bei jedem Zug ausgespielt werden und zeigt entweder einen der Mönche, eine der Räumlichkeiten der Abtei oder William und Adson und außerdem in ihrem oberen Bereich eine Zahl, welche die Anzahl Felder vorgibt, die der Zeitstein auf der Sonnenuhr voran und damit dem Ende des Tages entgegen versetzt werden muss.

Ist ein Mönch zu sehen, muss dieser in einen beliebigen Raum versetzt werden, ist ein Ort auf der Karte, so muss ein beliebiger Mönch, William oder Adson in den angegebenen Raum bewegt werden und zeigt die Karte William und Adson, so muss einer von diesen beiden in einen beliebigen Raum gesetzt werden. Dabei darf jeder Spieler natürlich jeden Mönch bewegen.

Jeder Raum hat Platz für zwei Aufgabenplättchen, die anfangs zufällig auf die Räumlichkeiten verteilt wurden und, sobald beide Plätze freigeworden sind, wieder ergänzt werden. Hat zumindest eines der Aufgabenplättchen die Farbe es Mönches der den Raum aufsucht, so hat dieser dort tatsächlich eine Aufgabe zu erfüllen und macht sich nicht nur nicht verdächtig sondern darf seinen Marker um so viele Punkte auf der Verdachtsleiste zurückziehen, wie die Zahl auf dem entsprechenden Aufgabenplättchen angibt. Das Aufgabenplättchen erhält der Spieler am Zug.
Ist nun aber kein passendes Aufgabenplättchen vorhanden macht sich der Mönch verdächtig, seine Punkte auf der Verdachtsleiste steigen um die Summe der Werte der vorhandenen Aufgabenplättchen.

Zeigt die Karte einen Raum der Abtei, muss einer der Mönche, William oder Adson dorthin versetzt werden. Wird ein Mönch bewegt ist wieder zu prüfen, ob er sich dort zu Recht aufhält oder verdächtig macht. Wird Adson bewegt und trifft auf einen oder mehrere Mönche, so kann er für jeden entscheiden ob er ihn be- oder entlastet, was entweder plus oder minus fünf Punkte auf der Verdachtsleiste bedeutet.
William spricht nicht nur Verdächtigungen aus, wenn er auf Mönche trifft. In seinem Fall geht es gleich um Indizien und zwar plus oder minus drei Indizienpunkte für jeden angetroffenen Mönch.

Zieht ein Spieler den Zeitstein auf oder über seinen Ausgangspunkt auf der Sonnenuhr endet ein Tag. Entsprechend ihrer Position auf der Verdachtsleiste erhalten die Mönche Indizienpunkte, ggf. müssen die Spieler eine Farbe offenbaren, die ihr Mönch nicht hat, und ein neuer Tag beginnt.

Am Ende des sechsten Tages hat jeder Spieler drei Farben offenbart, die nicht der seines Mönches entsprechen und spätestens jetzt gilt es zu kombinieren, welcher Spieler wohl welchen Mönch hat. Der siebte und letzte Tag in der Abtei besteht nämlich nur noch im Abgeben von Tipps. Jeder Mitspieler, der einem die richtige Farbe zuordnet bedeutet für den eigenen Mönch nochmals Punkte auf der Indizienleiste, deren Höhe von der Mitspielerzahl abhängt. Anschließend hat der Spieler gewonnen, dessen Mönch auf der Indizienleiste am weitesten hinten sitzt.

Der Name der Rose erinnert an Heimlich und Co., und das spricht ja schon mal nicht gegen das Spiel. Optisch und Thematisch ist das Spiel für meinen Geschmack richtig gut gelungen und wer vermutet, dass der immer gleiche Spielablauf mehr oder weniger schnell langweilig werden müsste, den kann ich beruhigen. Die bisher noch nicht erwähnten Ereigniskärtchen, von denen immer nur sechs, also für jeden gespielten Tag eines, zum Einsatz kommen sorgen für immer andere Möglich- und vor allem Notwendigkeiten seinen Zug zu gestalten aber natürlich auch für immer mehr Möglichkeiten sich zu verraten.
Da können Mönche, die in Räume mit anderen Mönchen gezogen werden für jeden beteiligten Mönch einen Indizienpunkt bedeuten oder am Ende des Tages werden doppelt so viele Indizienpunkte vergeben und das macht einen solchen Tag besonders "interessant" usw.
Und da nicht immer dieselben Ereignisse im Spiel sind, ist insoweit schon mal für Abwechslung gesorgt.

Mir hat Der Name der Rose richtig gut gefallen und auch zu zweit funktioniert das Spiel sehr gut, vielleicht sogar etwas besser, da man häufiger am Zug ist. Unabhängig von der Mitspielerzahl sind immer alle Mönchfiguren im Spiel und so wird das Herausfinden der Mönchsfarbe der Mitspieler nicht wirklich einfacher.

Als Fazit bleibt für mich festzuhalten: Der Name der Rose ist ein gutes Buch, eine guter Film, ein gutes Spiel!

Vielen Dank an Ravensburger für das Rezensionsexemplar!


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