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Diamonds Club



Anzahl Spieler

Für 2 bis 4 Spieler
ab 10 Jahre


Spieldauer

Ca. 60 bis 75 Minuten


Bewertung (max. 10)

7 Punkte (HOlg)



Verlag

Ravensburger
Ravensburger


Autor

Rüdiger Dorn


Bild



Sonstiges:

Diamonds Club entführt uns in das Clubleben der englischen High Society des 18. Jahrhunderts, genauer gesagt der entsprechenden Jahrhundertwende. Anlässlich der Silvesterfeier im Diamonds Club entsteht eine Wette. Wer von den Beteiligten schafft es, die wertvollste Gartenanlage zu errichten? In erster Linie werden dafür Edelsteine benötigt, doch das sollte kein Problem darstellen, sind doch alle Mitglieder des Clubs, wie der Name schon vermuten lässt, im Edelsteingeschäft tätig.

10 Münzen müssen jede Runde am Markt, dessen Größe von der Mitspielerzahl abhängt, investiert werden. In erster Linie sollten Edelsteinminen, Schürfrechte und Transportschiffe eingekauft werden doch man kann auch Gelder investieren um die Ausbeute der Minen zu verbessern, wertvollere Wälder zu erhalten, sein Kapital für die folgenden Runden zu erhöhen oder Tiergehege in seiner Gartenanlage zu errichten.
Reihum werden Münzen auf die gewünschten Felder des Marktes gelegt, der aus einer von der Mitspielerzahl abhängigen Anzahl an Marktstreifen mit einzelnen Feldern besteht. Wer also eine grüne Edelsteinmine erwerben will, legt eine seiner Münzen auf ein entsprechendes Feld des Marktes und nimmt sich das passende Plättchen. Sollten die horizontal und vertikal angrenzenden Nachbarfelder allerdings nicht mehr leer sein, so erhöht sich der Preis für das gewünschte Feld. Für jede angrenzende Münze muss dann eine Münze mehr auf dem Feld abgelegt werden, so dass man bei der Auswahl seiner Felder neben seinem Bedarf auch auf den seiner Konkurrenten achten sollte, um ggf. die Preise in die Höhe treiben zu können.

Besonders muss man am Markt allerdings darauf achten, dass man in der anschließenden Phase auch Edelsteine bekommt und das ist immer dann der Fall, wenn man eine Kärtchenkombination von Edelsteinmine, Schürfrecht und Transportschiff abgibt. Die Edelsteinmine gibt die Edelsteinfarbe vor und die niedrigere Zahl auf dem Schürfrecht oder dem Transportschiff gibt die Anzahl der Edelsteine vor die man erhält.
Wer dann noch in den Runden zuvor in den Ertrag der Minen investiert hat, erhält ggf. mehr Edelsteine und/oder Diamanten. Letztere können quasi als Joker, als Edelsteine beliebiger Farbe, verwendet werden.

Einen Diamanten erhält auch, wer am Ende der Marktphase das meiste Geld übrig behalten hat und derjenige, der auf der Startspielerleiste am weitesten vorne liegt. Am Markt kann man nämlich auch für das Vorankommen auf der Startspielerleiste investieren und das macht oft nicht nur wegen des evtl. zu gewinnenden Diamanten Sinn. Wer zuerst baut, baut oft günstiger!
Alle Felder des Marktes die Zylinder zeigen bringen einen Spieler pro Zylinder ein Feld auf der Startspielerleiste voran. Das macht beispielsweise Transportschiffe mit dem Wert zwei etwas interessanter, mit denen man zwar nur maximal zwei Edelsteine transportieren kann, aber auch zwei Felder auf der Startspielerleiste voran kommt.

Kommen wir nun zur bereits erwähnten Bauphase. Vier verschiedene Bauwerke und Bäume können gegen Abgabe der geforderten Edelsteine errichtet bzw. gepflanzt werden, wobei jeder Spieler jedes Gebäude nur einmal pro Runde errichten darf und pro Spieler, der zuvor dieses Gebäude in der aktuellen Runde errichtet hat, ein Edelstein mehr abzugeben ist.

Abgelegt werden die Bauwerke anschließend innerhalb der eigenen Gartenanlage, deren Gestaltung im Wesentlichen völlig frei ist. Drei Bauplätze sind reserviert für bestimmte vorgegebene Bauwerke und nur wer diese drei errichtet hat, darf seine Gartenanlage bei Spielende auch werten.
Und wo wir gerade dabei sind, das Spiel endet mit Ablauf der Runde, in welcher der erste Spieler den letzten Bauplatz seines Gartens belegt.

Gebäude bringen vier Siegpunkte, Wälder entsprechend des Fortschritts auf dem Tabelau und Tiergehege grundsätzlich nur einen Siegpunkt, bei einer Kombination aus drei verschiedenen jedoch 10 Siegpunkte. Während des Spiels gibt es noch Bonusplättchen zu ergattern, beispielsweise für den ersten der drei Springbrunnen errichtet oder vier verschiedene Bauwerke oder fünf gleiche usw.
Diese bringen Punkte wie auf dem Plättchen angegeben und wer insgesamt die höchste Gesamtpunktzahl erreicht gewinnt das Spiel.

Hört sich alles eigentlich recht einfach an, ist es im Grunde auch. Und doch gibt es viel zu bedenken. Wer am Markt am sparsamsten ist erhält einen Diamanten (Joker), wer am meisten Geld investiert um in der nächsten Runde Startspieler zu sein erhält ebenfalls einen Diamanten. Wer in einer Runde eh wenig am Markt aktiv wird, der sollte wenigstens den Belohnungsdiamanten anstreben und wer viel Kapital hat und auch ausgeben will, der sollte die Startspielerleiste, ihre Vorteile und diesen Belohnungsdiamanten nicht aus den Augen verlieren.

Tiergehege bringen je einen Siegpunkt, kosten aber keine Edelsteine und bringen in einer Kombination von drei verschiedenen Gehegen insgesamt 10 Siegpunkte. Was macht die Konkurrenz, was muss ich unbedingt am Markt bekommen und wie kann ich es den Mitspielern so teuer wie möglich machen?

Die eine oder andere Überlegung sind auch die drei "Fortschrittsbereiche" wert. Man kann mehr Geld für die kommenden Runden bekommen, Waldanpflanzungen in seinem Garten wertvoller machen oder die Schürfungen in seinen Minen verbessern, also mehr Edelsteine bekommen. Und dann wären da noch die Sondersiegpunkte für verschiedene Bereiche wie z.B. den ersten der drei Springbrunnen baut, der erste der fünf beliebige aber gleiche Bauten errichtet oder den ersten der vier verschiedene Bauten errichtet.

Es gibt entsprechend der Aktionsmöglichkeiten auch zahlreiche Erfolg versprechende Strategien, viele Möglichkeiten zu punkten. Der Spielablauf ist einfach, die Entscheidungen vielfältig und das macht Spaß! Die Ausstattung ist ebenfalls nicht zu bemängeln, einzig eine kleine Hilfestellung bei der Schlussabrechnung in Form eines Blöckchens wäre wünschenswert gewesen.

Vielen Dank an Ravensburger für das Rezensionsexemplar!


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