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Insel der Piraten



Anzahl Spieler

Für 1 bis 4 Spieler
ab 12 Jahre


Spieldauer

Ca. 30 Minuten


Bewertung (max. 10)

5 Punkte (HOlg)



Verlag

Yungames
Yungames


Autor

Kemal Zhang


Bild



Sonstiges:

Geheimnisvolle Inseln, verborgene Schätze und Piraten haben mich schon als kleines Kind fasziniert und wohl nicht nur mich. Immer mal wieder kommt das Piratenthema in Mode. Bestes Beispiel dafür sind die Piratenfilme, die schon seit Jahrzehnten immer wieder in Fernsehen und/oder Kino auftauchen. Beispielsweise war Errol Flynn bereits 1940 Unter der Flagge der Piraten unterwegs und seit 2003 stellt sich Johnny Depp in fast schon regelmäßigen Abständen dem Fluch der Karibik. Auch in der Welt der Brettspiele finden Freibeuter und Piraten immer mal wieder ein Zuhause (z.B. Um Ru(h)m und Ehre, Piratenbucht, Jamaica um nur einige zu nennen). Im Spiel Insel der Piraten geht es nun darum auf einer Insel versteckte Piratenschätze aufgrund bruchstückhafter und unvollständiger Hinweise zu finden.

Die Spieler sind irgendwo auf einer geheimnisvollen Insel gelandet, auf der verlässlichen Quellen zur Folge ein Piratenschatz versteckt sein soll. Sogar eine Schatzkarte, allerdings in viele Teile zerrissen, ist vorhanden. Den Schatz teilen kommt jedoch nicht in Frage und so behält jeder Schatzjäger die Informationen die er aus den Teilstücken der Schatzkarte die ihm bekannt geworden sind (und noch werden) herausgelesen und oder kombiniert hat für sich, um den Schatz als Erster zu entdecken und wichtige Punkte der Route dorthin zu markieren.
20 solcher Schatzsuchabenteuer liegen dem Spiel bei, genauso wie einige Blankokarten um der eigenen Kreativität freien Lauf zu lassen. Diese bestehen zum einen aus den Teilen der Schatzkarte, deren Informationen den Spielern nach und nach bekannt werden, und der Lösungskarte, um am Ende überprüfen zu können wer den Schatz nun (als Erster) gefunden hat oder diesem zumindest sehr nahe gekommen ist.

Zu Spielbeginn wird also eines der 20 Abenteuer ausgewählt, wobei die Karten mit der entsprechenden weißen Ziffer zunächst unbesehen zur Seite gelegt wird. Sie enthält die Lösung des Abenteuers, die natürlich keinem bekannt sein darf, denn anfangs steht nur eines fest, die Insel wurde über einen von vier Landungsstegen betreten. Die übrigen Karten mit der passenden (schwarzen) Zahl werden gemischt und verdeckt für alle Mitspieler zugänglich neben dem Spielplan, auf dem die Pirateninsel zu sehen ist, bereit gelegt.
Kommt ein Spieler nun an die Reihe, wählt er sich eine der Schatzkartenteile aus und darf es sich ansehen. Reihum verfahren die Mitspieler genauso, so dass jedem Mitspieler nun ein anderer Teil der Schatzkarte und damit des Weges zum Schatz bekannt ist. Jedes Schatzkartenteilstück beschreibt einen Teil des Weges zum Schatz, mit einem Start- und Endpunkt dieser Teilstrecke.

Wurde die Information verinnerlicht und evtl. auch notiert werden die Kartenteile verdeckt zurück gelegt und jeder Spieler darf einen seiner Markierungssteine auf dem Spielplan einsetzen um damit den Start- oder Endpunkt einer Teilstrecke zu markieren. Für richtige Markierungen gibt es zusätzliche Siegpunkte allerdings kann man auf diese auch verzichten und die Markierungssteine dazu verwenden um die Konkurrenz, die ja ebenfalls sieht wo die Markierungssteine gesetzt werden, so richtig zu verwirren in dem man seine Markierung bewusst falsch setzt.
Hatte jeder die Möglichkeit eine Markierung zu setzen bzw. darauf verzichtet, darf sich beginnend mit dem Startspieler wieder jeder reihum ein (hoffentlich anderes) Kartenstück ansehen, die gewonnenen Informationen notieren, einen Markierungsstein setzen usw.

Das Spiel nähert sich drastisch dem Ende, sobald ein Spieler mit seinen letzten Markierungsstein eingesetzt hat. Alle anderen Spieler erhalten dann ein letztes Mal die Gelegenheit ebenfalls einen Marker zu setzen bevor das Spiel endet und die Lösung vorgelesen wird. Die Lösung beinhaltet immer den Ausgangspunkt des Weges, die Endpunkte aller Teilstrecken und schließlich die Position des Schatzes.
Wer die Position des Schatzes genau getroffen hat erhält fünf Punkte, für jedes Feld daneben wird ein Punkt abgezogen. Die anderen Markierungssteine bringen je einen weiteren Siegpunkt, sofern sie auf einem der auf der Lösungskarte angegeben Endpunkt einer Teilstrecke liegen. Der Spieler mit der höchsten Gesamtpunktzahl, durchaus auch nach mehreren Abenteuern, ist der Gewinner.

Insel der Piraten ist ein Deduktionsspiel. Aus den erhaltenen Informationen gilt es die richtigen Schlüsse zu ziehen, insbesondere die richtige Reihenfolge der Teilstrecken heraus zu finden um die Position des Schatzes zu ermitteln. Dabei gilt es auch schneller als die Mitspieler zu sein, denn auf jedem Feld des Spielplanes darf immer nur ein Markierungsstein liegen, was bedeutet, dass nur ein einziger Spieler die genaue Position des Schatzes markieren und damit die höchste Punktzahl hierfür erhalten kann.

Manche Kartenteile enthalten ganz konkrete Informationen, die sich auf bestimmte Punkte der Insel beziehen. Auf der Insel gibt beispielsweise einen Wald, eine Brücke, einen Totenkopffelsen und solche Angaben ermöglichen einen sofortigen Einsatz eines Markers. Bei anderen Kartenteilen hingegen ist mehr Kombinationsgabe gefordert da es beispielsweise nur die vage Angabe nach Süden zu gehen gibt. Glaubt man sicher zu sein, dass es sich um den ersten Wegabschnitt handelt, dann kann der Ausgangspunkt kein südlicher Landungssteg sein, denn von hier aus würde ein südlicher Weg ins Wasser führen usw.
Auch die Markierungssteine der Mitspieler können hilfreich sein noch nicht bekannte Informationen zu kombinieren bzw. eigene Ergebnisse zu verifizieren.. Allerdings wäre es gefährlich sich blind auf sie zu verlassen. So mancher Schelm verzichtet auf einen Siegpunkt für einen Markierungsstein um den durch einen bewusst falsch gesetzten Markierungsstein möglicherweise entstehende Verwirrung für sich zu nutzen und den Schatz als erster zu finden.

Insel der Piraten gefällt mir eigentlich recht gut. Das Spiel funktioniert in jeder Besetzung und ist sogar allein spielbar, wobei man hier versucht den Schatz in möglichst kurzer Zeit ausfindig zu machen. Auch ist das Spiel trotz der begrenzten Anzahl an Abenteuern nicht so schnell ausgereizt, sind diese doch so umfangreich, dass man sie schon sehr, sehr oft spielen müsste um sich Einzelheiten der Abenteuer zu merken.

Allerdings scheint mir der Preis für das Spiel doch recht hoch und nicht so ganz gerechtfertigt und, das muss erwähnt werden, das wirkt sich natürlich auf die Gesamtwertung aus. Die Spieleschachtel ist ein einfacher Karton, umgeben von einer papierdünnen Hülle, die, ohne sie zu beschädigen, nur sehr schwer vor dem Spiel entfernt und danach wieder angebracht werden kann. Das wäre noch zu vernachlässigen bzw. vertretbar, würde nicht vor dem ersten Spiel noch reichlich Zeit und eine ruhige Hand benötigt. Sämtliche Karten - und das sind ein ganze Menge - müssen erst mühsam ausgeschnitten werden. Das ist schon ein gehörige Geduldsprobe, der man sich für um die 25 EUR eigentlich nicht mehr stellen müssen sollte.

Vielen Dank an Yungames für das Rezensionsexemplar!


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