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Race for the Galaxy



Anzahl Spieler

Für 2 bis 4 Spieler
ab 12 Jahre


Spieldauer

Ca. 30 bis 60 Minuten


Bewertung (max. 10)

7 Punkte (HOlg)



Verlag

Abacus Spiele
Abacus Spiele


Autor

Christine u. Wolfgang Lehmann


Bild



Sonstiges:

Wettlauf zu den Sternen. So hätte ein eingedeutschter Titel des nunmehr von Abacus im deutschsprachigen Raum vertriebenen Race for the Galaxy lauten können. Doch bis auf die übersetzten Kartentexte - es handelt sich um ein reines Kartenspiel - hat sich nichts geändert. Der Titel Race for the Galaxy war ja auch bereits seit einem Jahr in der Spielerszene etabliert und so sind sowohl das Spielerische als auch der Titel gleich geblieben. Als Anführer eines angehenden Sternenimperiums streben die bis zu vier Mitspieler in die Weiten des Weltalls, erkunden diesen, entwickeln neue Technologien, besiedeln oder/und erobern andere Planeten und versuchen sich auch in der Produktion von Gütern und dem intergalaktischen Handel. All das, um am Ende das größte Imperium anzuführen.

Alles beginnt jedoch im kleinen und überschaubaren Rahmen, nämlich auf den Heimatwelten der Mitspieler, die bei Spielbeginn zufällig verteilt oder gezogen werden. Daneben haben alle Spieler einen identischen Satz Aktionskarten mit denen sie versuchen ihr Imperium in jeder Runde aus zu bauen um möglichst bald und im Rahmen der Schlusswertung Siegpunkte einfahren zu können sowie vier Handkarten.
Diese Handkarten können fremde Planeten sein, die man besiedeln oder erobern kann. Dazu werden sie, im Rahmen der passenden Aktion, vor dem jeweiligen Spieler in dessen Auslage gelegt, sofern dieser das geforderte Leisten kann, also die entsprechende Anzahl an Handkarten als Bezahlung abwerfen kann oder über eine ausreichend große Kampfkraft verfügt.
Des Weiteren gibt es Entwicklungskarten. Diese stellen technologische Errungenschaften dar, die einem beim Wettlauf zu den Sternen helfen und gewisse Vorteile bringen, beispielsweise ein "günstigeres" Besiedeln neuer Welten oder eine effektivere Produktion oder, oder, oder.
Alle diese Karten haben auch einen Siegpunktwert, der am Ende zu den anderweitig erwirtschafteten Siegpunkten dazu gezählt werden darf.

Doch diese Karten haben nicht nur diese eine Funktion. Sie dienen gleichzeitig auch als Waren die auf Planeten produziert werden können oder als Zahlungsmittel, beispielsweise für die Besiedlung eines neuen Planeten oder die Entwicklung einer neuen Technologie. Im Rahmen einer "Bezahlung" werden die Karten auf einen verdeckten Ablagehaufen geworfen, als Waren eingesetzt, leicht nach unten versetzt auf dem entsprechenden Planeten abgelegt. Dort platziert gelten sie als Ware des entsprechenden Planeten, bis sie konsumiert d.h. zu Siegpunkten gemacht werden.

Wie auch immer man Karten verwenden will, man muss die entsprechende Aktionsmöglichkeit erhalten und dazu werden die Aktionskarten benötigt, von denen jeder Spieler zu Beginn einer Runde eine verdeckt auswählt und sie gleichzeitig mit seinen Mitspielern aufdeckt.
Jede Aktionskarte ermöglicht sowohl demjenigen der sie ausspielt die entsprechende Aktion, als auch allen anderen Spielern. Allerdings bekommen den Bonus einer Aktion nur diejenigen, die auch die entsprechende Aktionskarte gespielt haben. Sollte eine Aktion von keinem der Spieler per Aktionskarte gewählt worden sein, wird diese in laufenden Runde auch nicht ausgeführt.

Beim "Erkunden" dürfen die Spieler grundsätzlich zwei Karten vom verdeckten Stapel ziehen, eine davon auf die Hand nehmen und müssen die andere auf den verdeckten Abwurfhaufen ablegen. Wer eine der passenden Aktionskarten gespielt hat (für diese Aktion gibt es zwei Karten, jede mit einem anderen Bonus), darf entweder sowohl eine Karte mehr ziehen, als auch eine Karte mehr auf der Hand behalten oder eine aus fünf Karten auswählen und auf die Hand zu nehmen.

Hat zumindest ein Spieler die Aktionskarte "Entwickeln" ausgespielt, darf dieser eine Entwicklungskarte vor sich auslegen und muss dafür eine Karte weniger als auf der ausgespielten Karte gefordert von seiner Hand als Bezahlung auf den Ablagehaufen legen. Alle anderen Spieler dürfen dies zwar auch, müssen aber den vollen "Preis" in Form von Karten bezahlen.
Solche Entwicklungskarten können sich auf die verschiedensten Bereiche auswirken. So können künftige Entwicklungskarten günstiger werden oder es dürfen mehr Karten während einer Erkundung gezogen und/oder behalten werden. Es gibt für jede Phase auch Entwicklungskarten, die dort ihr Wirkung entfalten.

Das "Siedeln" ermöglicht es neue Planeten in die eigene Auslage zu legen. Diese müssen entweder mit Ressourcen (Handkarten) bezahlt oder erobert werden, in dem man über die auf der Planentenkarte geforderte militärische Stärke verfügt. Der Bonus diese Phase erlaubt nach dem Siedeln eine Karte zu ziehen und auf die Hand zu nehmen.
Diese neuen Planeten bringen zum einen Siegpunkte am Ende, entfalten aber ähnlich den Entwicklungskarten schon während des Spiels ihre Wirkung, in dem sie beispielsweise Waren produzieren können, die militärische Stärke des Imperiums erhöhen oder Waren konsumieren und dadurch Siegpunkte produzieren (siehe nächsten Abschnitt).

In der Phase "Handeln und Verbrauchen" werden Güter unmittelbar in Siegpunkte umgemünzt bzw. bringen zusätzliche Handkarten. Entsprechend der Karten seiner Auslage (Planeten, Entwicklungen), die hier Auswirkungen haben, darf ein Spieler Waren, die seine Planeten produziert haben, verbrauchen, d.h. in Siegpunkte umwandeln oder mit ihnen Handeln und dafür zusätzliche Handkarten bekommen. Das Handeln mit Gütern ist hierbei einer von zwei möglichen Boni für diejenigen, welche die entsprechende Aktionskarte gewählt haben. Alternativ kann der Bonus für diese Aktion auch darin bestehen, die erwirtschafteten Punkte dieser Phase zu verdoppeln, was mit vielen Konsumwelten natürlich interessanter ist.

Die Phase "Produzieren" dürfte klar sein. Alle produzierenden Welten in den Auslagen der Spieler erhalten eine Warenkarte, sog. "Windfallwelten" produzieren nur, wenn die entsprechende Aktionskarten ausgespielt wurde (Bonus).

So werden die Imperien der Spieler Runde für Runde ausgebaut bis der Erste zwölf Karten in seiner Auslage hat oder alle Siegpunkte aufgebraucht wurden, was im Schnitt so um die 60 Minuten dauert. Zu den Siegpunkten werden dann noch die Werte der durch die Spieler ausgespielten Karten addiert und so der Gesamtsieger ermittelt.

Race for the Galaxy ist ein Kartenspiel. Und was für eins! So einiges dürfte den Fans von San Juan bekannt vorkommen, denn die spieltechnische Verwandtschaft lässt sich nicht leugnen. Doch Race for the Galaxy geht einen Schritt weiter, ist vielfältiger, komplexer und spricht - zumindest mich - auch thematisch mehr an. Geschmackssache, wie so vieles!
Neben dem Thema ist an diesem Spiel aber besonders reizvoll effektive Kartenkombinationen heraus zu finden, denn es gibt durchaus so einige viel versprechende Strategien und Kombinationen und so wird bei weit über 100 Spielkaten das Ganze auch nicht so schnell langweilig. 6er-Entwicklungskarten dürften aber bei jeder Erfolg versprechenden Strategie Berücksichtigung finden, denn diese bringen umso mehr und eben recht viele Siegpunkte, wenn sie mit den übrigen ausgespielten Karten zusammen passen. Kartenglück ist zwar auch mit von der Partie, aber erfolgreich ist am Ende in den meisten Fällen nicht der glücklichere sondern derjenige, der seine Kartenauslage am besten aufeinander abstimmt. Damit ist nicht nur das effektive Ausschöpfen von 6er-Entwicklungskarten gemeint, sondern auch ein Gleichgewicht zwischen Produktion und Konsum bzw. Handel. Waren im Überschuss bringen rein gar nichts, wenn man sie nicht in Siegpunkte verwandeln kann.

Gewöhnungsbedürftig aber dann letztlich sehr hilfreich sind die Symbole der Karten. Wer diese einmal verinnerlicht hat, der ist eigentlich gar nicht zwingend auf die deutschen Kartentexte und damit die Ausgabe von Abacus Spiele angewiesen sondern kommt auch prima mit der englischen Version von Rio Grande Games zurecht. Das einzige, dessen man sich bei Race for the Galaxy bewusst sein sollte ist, dass Interaktion so gut wie gar nicht vorhanden ist. Der einzige "Berührungspunkt" ist die Tatsache, dass die ausgespielten Aktionskarten der Mitspieler auch einem selbst diese Aktion ermöglichen bzw. umgekehrt und so gilt es auch auf seine Mitspieler zu achten. Zwar verzichtet man auf den Bonus wenn man eine Aktion nur aufgrund eines Mitspielers ausführen kann aber es ist natürlich von Vorteil sich beispielsweise auf die Entwicklung oder Besiedlung zu konzentrieren, wenn man mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit davon ausgehen kann, dass ein Mitspieler die Aktion Erkunden wählt und damit für Kartennachschub sorgt.

Race for the Galaxy ist in meinen Augen auf jeden Fall ein Empfehlung und sollte zumindest ausprobiert werden. Spätestens nach zwei Runden möchte immer gleich noch eine Partie spielen (so wars bei mir) oder es sagt einem so gar nicht zu (kann ich mir fast nicht vorstellen).

Vielen Dank an Abacus Spiele für das Rezensionsexemplar!


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