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Big City



Anzahl Spieler

Für 2 bis 5 Spieler
ab 10 Jahre


Spieldauer

Ca. 45 bis 60 Minuten


Bewertung (max. 10)

8 Punkte (HOlg)



Verlag

Goldsieber
Goldsieber


Autor

Franz-Benno Delonge


Bild



Sonstiges:

Als ich das Spiel Big City sah mußte ich sofort irgendwie an das Computerspiel Sim City denken. Wie bei dem Computerspiel geht es um die Entstehung einer Stadt, an der alle Mitspieler gleichermaßen mitwirken (mehr oder weniger erfolgreich). Acht Stadtteile wird die Stadt einmal umfassen, die ihrerseits wiederrum jeweils 8 oder 9 Grundstücke beinhalten. Auf diesen Grundstücken errichten die Spieler die unterschiedlichsten Gebäude und bekommen dafür je nach Gebäudeart, Größe und Lage Punkte, die auf einer Zähltafel festgehalten werden. Ist der letzte Bauplatz belegt und die Stadt damit vollendet, gewinnt derjenige Spieler, der auf der Zählleiste am weitesten vorne liegt, also die wertvollsten Grundstücke bebauen konnte.
Um an "wertvolle" Grundstücke zu kommen gibt es zwei Möglichkeiten. Einmal kann man versuchen die Grundstücke, die einen gewissen Wert erhalten haben (z.B. keine Fabrik dafür aber evtl. ein Park in der Nähe oder/und eine Straßenbahnanbindung) zu bekommen oder man kann versuchen die Grundstücke, deren Karten man bereits auf der Hand hat, durch Errichtung von Parks und Straßenbahn usw. aufzuwerten. Wie auch immer, je wertvoller das Grundstück zum Zeitpunkt des Bebauens ist, desto mehr Punkte bringt das darauf errichtete Gebäude. Ist es dann auch noch möglich ein großes Gebäude zu errichten, umso besser, das bringt noch mehr Punkte. Stimmt schließlich sogar noch die Lage des Grundstücks (Geschäftsgebäude wollen in die Innenstadt während Wohngebäude die Stadtrandlage bevorzugen), kann man ganz schön punkten. Doch leider gibt es gewisse Bauvorschriften, die zwingend eingehalten werden müssen. Einige Gebäude lassen sich beispielsweise erst errichten, wenn zuvor ein Rathaus gebaut wurde, für dessen Errichtung es aber keine Punkte gibt. Andere Gebäude wiederrum stellen strenge Anforderungen an die Nachbarschaft. Ein Kaufhaus bringt zwar 30 Punkte, setzt aber ein Wohnhaus, ein Geschäftsgebäude, einen Sonderbau (beispielsweise Postgebäude, Kino u.ä.) und eine Straßenbahnanbindung voraus.
Nachdem die Mitspieler die ersten Stadtteile, je nach Mitspielerzahl 4 oder 5 Stadtteile, ausgelegt haben und jeder 5 (bei 5 Mitspielern 6) Grundstückskarten von den Stapeln 1 - 5(6) gezogen hat, kann der Kampf um die besten Bauplätze beginnen. Der Spieler, der an die Reihe kommt, kann zwischen 5 Aktionen wählen:

Gebäude errichten:
Hält ein Spieler die Errichtung eines Gebäudes für sinnvoll und hat die entsprechende(n) Grundstückskarten auf der Hand (je größer ein Gebäude ist, desto mehr Grundstücke umfaßt es) dann gibt er die nötigen Grundstückskarten ab und errichtet das gewünschte Gebäude. Die Bauvorschriften und Erfordernisse, die das zu errichtende Gebäude an die Nachbarschaft stellt, müssen berücksichtigt sein. Anschließend wird der Wert des Gebäudes ermittelt. Jedes Gebäude hat einen gewissen Grundwert, der sich jedoch noch erhöhen, aber auch verringern kann. Dies hängt von der Lage des Grundstücks, der Nachbarschaft und evtl. Anbindung an die Straßenbahn ab. Die Punkte, die das Gebäude einbringt, werden dem Errichter auf der Zähltafel gutgeschrieben und nachdem er seine Kartenzahl wieder auf 5 ergänzt hat (bei 5 Spielern auf 6), kommt der nächste an die Reihe.

Straßenbahnstrecke bauen:
Das Bauen von Straßenbahnteilen bringt zwar keine unmittelbaren Punkte ein, jedoch kann man versuchen die Straßenbahnlinie an eingenen Grundstücken vorbeizuführen, um deren Bebauungswert zu erhöhen. Wer die Straßenbahnlinie beginnt, darf ein Straßenbahnteil legen, bestimmt aber, wo die Linie beginnen soll. Alle weiteren Straßenbahnausbauten können nur an einem der beiden Enden der begonnen Linie angelegt werden, dafür dürfen bei Erweiterungen 2 Linienteile gelegt werden.

Neues Stadtteil anlegen:
Irgendwann beginnt es eng zu werden in den Stadtteilen die zu Spielbeginn ausgelegt wurden und es müssen neue Stadtteile angelegt werden. Dies bringt zwar unmittelbar keine Punkte, aber man kann frei entscheiden, wo und wie man den neuen Stadtteil anlegt. Einzig Einschränkung ist, daß der neue Stadtteil mit zweien seiner Grundstücke an ein bereits gelegtes Stadtteil angrenzen muß. Zu Bedenken ist bei dieser Aktion, daß große, mehrere Grundstücke umfassende Gebäude auch über mehrere Stadtteile errichtet werden können und die Entscheidung, wo und wie man ein neues Stadtteil anlegt schon einen bedeutenden Vorteil bringen kann.

Grundstückskarten tauschen:
Gerade zu Spielbeginn kann es sinnvoll sein, Grundstückskarten (max. 2 Stück) zu tauschen, um eine oder mehrere benachbarte Grundstücke zu sammeln. Denn nur so ist es möglich, größere Gebäude zu errichten. Tauschen kann man mit den Mitspielern, indem man Grundstücke eines Stadtteils anbietet (ohne die Grundstücksnummer zu nennen!!!) und angibt, aus welchem Stadtteil man am liebsten ein Grundstück erhalten möchte. Einigen sich zwei Spieler, wird getauscht. Findet man keinen Tauschpartner, legt man die ungewünschten Karten unter den entsprechenden Kartenstapel und zieht die gleiche Zahl an neuen Karten nach. Damit ist die Spieleraktion auch schon beendet, es darf in dieser Runde nicht mehr gebaut werden.

Passen:
Wer garnichts machen will oder kann muß passen. Es kommt sofort der nächste Spieler an die Reihe. Sobald alle Bauplätze der Stadt bebaut wurden endet das Spiel und der Gewinner kann direkt von der Zähltafel abgelesen werden.
Big City ist in erster Linie ein Spiel für Taktiker, Strategen und Planer. Allerdings sorgt die zufällige Verteilung der Grundstückskarten bei Spielbeginn und das zufällige Nachziehen derselben nach einem Zug oder beim Kartentausch immer wieder dafür, daß Strategien nicht aufgehen und Planungen zu Nichte gemacht werden. Auch ist es gefährlich seinen Mitspielern durch Sammeln von Grundstücken eines einzigen Stadtteils seine Absichten zu verraten. Sehr schnell werden dort durch die unliebsamen Konkurrenten Fabriken errichtet und der Grundstückswert fällt in den Keller.
Big City ein sehr empfehlenswertes Strategiespiel mit hohem "Wiederspieleffekt". Man benötigt schon die eine oder andere Runde um alle Möglichkeiten in die Stadtplanung einzugreifen zu erkennen.

Vielen Dank an Goldsieber für das Rezensionsexemplar!


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