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Palais Royal



Anzahl Spieler

Für 2 bis 4 Spieler
ab 10 Jahre


Spieldauer

Ca. 60 bis 90 Minuten


Bewertung (max. 10)

7 Punkte (HOlg)



Verlag

Hans im Glück
Hans im Glück


Autor

Xavier Georges


Bild



Sonstiges:

Ganz in der Nähe des Louvre befindet sich der Pariser Stadtpalast Palais Royal. Seinerzeit für Kardinal Richelieu erbaut und später in den Besitz der Krone übergegangen ist er heute Amtssitz des Verfassungsrates und der Kultusbehörde. Doch das Spiel Palais Royal von Hans im Glück versetzt uns in jene Zeit zurück, in der im Palais hauptsächlich Adelige und deren Gehilfen ein und aus gingen. Hoch in der Gunst von Adeligen zu stehen - am besten einflussreicher Adeliger - war damals sicher so manches mal sehr hilfreich und so ist das Bestreben der zwei bis vier Mitspieler möglichst viele und einflussreiche Adelige für sich zu gewinnen.

Doch nicht die Adeligen alleine entscheiden über Sieg und Niederlage. Wer die besonders interessanten Örtlichkeiten des Schlossparks durch seine Gehilfen kontrolliert kann an weitere wertvolle Punkte im Kampf um den Sieg gelangen. Aber auch in den Genuss von Privilegien zu kommen ist hilfreich, entweder bereits während des Spiels durch die Gewährung von Sonderrechten oder/und bei Spielende in Form von Siegpunkten.

Wie auch immer, der Weg in den Schlosspark, zu den Adeligen und den Privilegien führt über die neun Räumlichkeiten des Palais Royal. Diese werden in der ersten Partie am besten gemäß einer Vorgabe und ansonsten in zufälliger Weise unterhalb des Schlossparks in drei Reihen angeordnet. Jeder verfügt über insgesamt 25 Gehilfen, von denen jeder sieben in einen allgemeinen Vorrat gibt, drei in das Treppenhaus des Palais und zwei in den Ehrenhof stellt.
Fünf weitere Gehilfen dürfen die Spieler vor dem eigentlichen Spielbeginn beginnend mit dem Startspieler reihum auf beliebige Räumlichkeiten des Palais verteilen und das Spiel kann beginnen. Der Startspielervorteil wird dadurch ausgeglichen, dass alle diesem folgenden Spieler Geld erhalten. Der erste Spieler nach dem Startspieler erhält ein Geld, der zweite zwei usw.
Jeder Spieler am Zug wertet nun die Räume in immer der gleichen Reihenfolge aus und anschließend kommt der nächste Spieler an die Reihe. Sobald der Startspieler zu Beginn seines Zuges nur noch 12 oder weniger Adelige im Schlosspark vorfindet, wird die letzte Runde eingeläutet und daran anschließend der Sieger ermittelt.

Als erstes wird während eines Spielerzuges der Ehrenhof betrachtet. Pro Gehilfen dort - und falls ein Spieler dort die Mehrheit an Gehilfen hat einen zusätzlichen - darf der aktive Spieler neue Gehilfen aus seinem Vorrat auf das Eingangstor stellen.
Danach ist das Treppenhaus von Interesse, das jedem Spieler entsprechend seiner Anzahl Gehilfen dort Bewegungspunkte verschafft. Auch hier gibt es einen zusätzlichen Bewegungspunkt für denjenigen mit den meisten Gehilfen vor Ort. Diese Bewegungspunkte dürfen auf alle eigenen Gehilfen im Palais beliebig verteilt werden um die Räumlichkeiten zu erreichen, in denen sie benötigt werden.

Nach der Bewegungsphase wird in der Münzerei an den aktiven Spieler Geld vergeben. Jeder vorhandene Gehilfe des Spielers am Zug bringt eine Münze, eine weitere gibt es für eine evtl. vorhandene Mehrheit an Gehilfen.
Jetzt werden die Mehrheitenboni im Kabinett des Königs und bei Madame de Pompadour vergeben. Hat der aktive Spieler dort mehr Gehilfen als die anderen, darf er dort einen weiteren seiner Gehilfen einsetzen. In diesen Räumen zählt jeder Gehilfe wie ein Siegel in der entsprechenden Farbe und diese benötigt man zum Anwerben der Adligen im Schlosspark.

Für jeden Adligen den man sich sichern möchte muss ein Gehilfe in der Schreibstube vorhanden sein. Selbst wenn man genug Geld und Siegel für mehrere Adlige zur Verfügung hätte, es dürfen immer maximal so viele Adlige pro Runde angeworben werden, wie Gehilfen in der Schreibstube vorhanden sind. Nimmt man sich einen Adligen, so entfernt man einen Gehilfen aus der Schreibstube, zahlt den auf dem Adligenplättchen geforderten Betrag und entfernt pro gefordertem Siegel einen Gehilfen aus dem Raum, welcher der Farbe des Siegels entspricht.

Das zu bezahlende Geld wird im Laufe des Spiels in einigen Fällen geringer werden. Für jedes bereits leere Schlossparkfeld, das zum gewählten Adligen benachbart ist, verringert die zu bezahlende Geldsumme und eine Münze.
Jeder Adlige bringt auf jeden Fall Siegpunkte am Ende des Spiels, einige aber auch zusätzliche Vergünstigungen bereits während des Spielverlaufs. Ist letzteres der Fall, muss der Adlige offen vor dem Spieler abgelegt werden. Da kann es sein, dass man jede Runde zwei zusätzliche Bewegungspunkte hat oder jede Runde einen Gehilfen in einen der "Siegelräume" setzen darf oder jede Runde Extrageld zur Verfügung hat oder, oder, oder...
Doch diese Vergünstigungen im Spiel haben ihren Preis. Je besser der Nutzen während des Spiels, desto geringer die Punkte für den Adligen bei Spielende.

Wird der angeworbene Adlige von einem Randfeld des Schlossparks genommen, so ist auf das nun freigewordene Feld ein Gehilfe des aktiven Spielers zu stellen. Dieser fehlt dann zwar im weiteren Spielverlauf denn er verbleibt nun bis zum Spielende im Schlosspark, sorgt dann aber evtl. für weitere Siegpunkte. Für die vier Außenseiten des Parks werden je sechs bzw. zwei Siegpunkte vergeben und zwar an diejenigen, die an der entsprechenden Außenseite am meisten bzw. zweitmeisten Gehilfen eingesetzt haben. Insgesamt also theoretisch 24 Siegpunkte, man sollte diese Option also nicht so ganz aus den Augen verlieren.

Nach der Schreibstube und dem Anwerben der Adligen wird nun auch der Hintereingang interessant. Für jeden Gehilfen dort darf der Spieler am Zug eine Privileg-Karte ziehen. Für jede dieser Karten die er behalten will, muss er allerdings einen Gehilfen vom Hintereingang entfernen und zurück in den eigenen Vorrat legen.
Diese Privilegien können während des Spiels durch Bezahlung des angegebenen Geldpreises ausgespielt und genutzt werden. Entweder in der entsprechenden Phase, in der sie Sinn machen oder jederzeit, beispielsweise bei Privilegien, die Siegpunkte einbringen.

Bleibt als letzter Raum der des Kardinals. Dieser entfaltet nur dann seine Wirkung, wenn irgendwo im Schloss ein Gleichstand herrscht. Beispielsweise haben die Spieler grün und blau je zwei Gehilfen in der Münzerei. Theoretisch würde, egal welcher der beiden Spieler am Zug ist, keiner den Mehrheitenbonus, sprich eine zusätzliche Münze erhalten. Ist nun aber blau am Zug und hat mehr Gehilfen beim Kardinal als grün, dann wird dieser Gleichstand zu Gunsten des blauen Spielers gewertet und blau erhält die Bonusmünze.
Mehrheiten beim Kardinal sind also recht interessant, zumal die Gehilfen dort nicht entfernt werden müssen und in allen Räumen des Palais Gleichstände entscheiden können.

Palais Royal ist ein Optimierungs- und Mehrheitenspiel, das den Mitspielern taktische Ãœberlegungen und Flexibilität abverlangt. Was alles in diesem Spiel steckt, erkennt man oft nicht sofort nach der ersten Partie und daher gilt für dieses Spiel mehr noch als für manch anderes, dass man es schon ein paar Mal gespielt haben muss um es für sich richtig einordnen zu können.
Obwohl das Spielziel und der Weg dorthin immer gleich bleiben sorgt die zunächst vorgegebene und später zufällige Anordnung der Räume des Palais für ganz unterschiedliche Spiele mit ganz unterschiedlichen Anforderungen an die Vorgehensweise der Spieler. Liegt das Eingangstor bei der Einsteigervorgabe noch zentral in der Mitte der Räume und ermöglicht den neu eingesetzten Gehilfen relativ schnell nahezu jeden Raum zu erreichen ist das bei einer Platzierung des Tors in einer der Ecken nicht mehr ganz so leicht möglich und die Anzahl der Bewegungen bekommt eine größere Bedeutung.

Wichtig ist auch die Verwendung der Gehilfen, die ja an allen Ecken und Enden gebraucht werden. Wer zeitig für Nachschub aus dem allgemeinen Vorrat sorgen kann, der kann es sich eher leisten den einen oder anderen Gehilfen frühzeitig auf einem Randfeld im Park für die Schlusswertung dort zu binden um sich dort wertvolle Punkte zu sichern. Besonders begehrt sind dort nämlich die Eckfelder, die für beide Seiten zählen oder die etwas abgesetzten Felder in der Mitte, die doppelt für eine Reihe gezählt werden.

Gold verliert im Verlauf des Spiels immer mehr an Bedeutung da die Adligen im Park immer "billiger" werden. Gehilfen in der Münzerei können dann anderweitig eingesetzt werden oder der Geldüberschuss zum Ausspielen von Privilegienkarten verwendet werden, sofern die Gehilfen auch die momentan passenden besorgen. Es gibt viele Möglichkeiten zu gewinnen und viele verschieden Ausgangssituationen die andere Strategien erfordern und das sorgt für anhaltenden Spielreiz, wenn das "Eis erst mal gebrochen ist".

Vielen Dank an Hans im Glück für das Rezensionsexemplar!


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