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Die goldene Stadt



Anzahl Spieler

Für 3 bis 4 Spieler
ab 10 Jahre


Spieldauer

Ca. 45 bis 60 Minuten


Bewertung (max. 10)

7 Punkte (HOlg)



Verlag

Kosmos
Kosmos


Autor

Michael Schacht
Michael Schacht


Bild



Sonstiges:

Eigentlich ist Die goldene Stadt eine geläufige Bezeichnung für die Stadt Prag an der Moldau. Diese dürfte im gleichnamigen Spiel von Michael Schacht jedoch nicht gemeint sein. Im Spiel liegt die goldene Stadt nämlich auf einer Insel die wohl gerade erst entdeckt wurde und deren Besiedelung in vollem Gange zu sein scheint. Als handelnde Abenteurer versuchen die Spieler ihre Handelshäuser zunächst in Küstennähe und später auch weiter im Inneren der Insel bis hin zum Zentrum, der sagenumwobenen goldenen Stadt, zu errichten um die für ein erfolgreiches Abschneiden in diesem Spiel erforderlichen Handelsbriefe zu erlangen.

Zunächst gilt es günstig an Landschaftskarten zu gelangen, mit deren Hilfe in Gegenden des entsprechenden Landschaftstyps später dann Handelshäuser errichtet werden können. Zu Beginn erhält jeder Mitspieler nämlich nur eine dieser Karten auf die Hand und das reicht natürlich hinten und vorne nicht. Landschaftskarten werden jede Runde in Zweiergruppen vergeben und jeder Mitspieler erhält eines dieser Kartenpärchen. Doch nicht immer ist ein Kartenpärchen so interessant wie das andere und nicht selten gibt es trotz ausreichend vorhandener Karten Interessenskonflikte. Aus diesem Grunde bekunden die Spieler reihum zunächst ihr Interesse an einer Kartenkombination in dem sie ihre Biethand - eine kleine Papphand - darauf ablegen. Interessiert man sich für ein Kartenpärchen auf dem bereits die Biethand eines Mitspielers liegt, so darf man diese entfernen und seine eigene Biethand darauf ablegen, wenn man über das nötige Kleingeld verfügt. Die Kosten für die "Vertreibung" einer Biethand im Rahmen derselben Bietrunde wird von Mal zu Mal teurer. Beim ersten Mal ist ein Goldstück zu bezahlen, beim zweiten Mal zwei usw.
Am Ende jedenfalls liegt auf jedem Kartenpärchen eine Biethand und die Spieler nehmen die erworbenen Karten auf die Hand.

Gleich nach dem Kartenerwerb darf jeder Spieler mit seinen Landschaftskarten bis zu zwei Handelshäuser errichten. Für Bauplätze an der Küste, auf denen natürlich immer nur ein Handelshaus errichtet werden darf, muss eine Küstenkarte abgegeben werden. Auf den Bauplätzen vor den Stadtmauern bzw. in den äußeren Stadtteilen sind zwei passende Landschaftskarten abzugeben und in den inneren Stadtteilen sind zwei Landschaftskarten zuzüglich einer Schlüsselkarte erforderlich. Letztere bekommt man im Rahmen von Belohnungen, die mit Bauplätzen verbunden sind. Derjenige, der einen Bauplatz nutzt, erhält die entsprechende dort abgebildete Belohnung.
Als Belohnungen gibt es aber nicht nur Schlüsselkarten. Man kann auch seinen Gold- oder Warenbestand aufbessern, Bonuskarten erhalten, die bei Spielende umso mehr Handelsbriefe und damit Siegpunkte bringen, je besser man deren Erfordernis erfüllt, oder zusätzliche Landschaftskarten erhalten usw.

In den einzelnen Stadtteilen der goldenen Stadt sind keine einzelnen Bauplätze ausgewiesen. Hier gilt, dass jeder Spieler in jedem Stadtteil genau einmal vertreten sein darf. Während an der Küste jeder Bauplatz, wie bereits erwähnt, eine einmalige Belohnung bringt, erhalten in einem Stadtteil nur die beiden, welche zuerst dort eines ihrer Handelshäuser errichten, die Belohnung(en). Spätere Handelshäuser bringen dann zwar keine Belohnung mehr, zählen aber bei Spielende und auch anlässlich mancher Wertungen und sind daher trotzdem und immer noch interessant.
Zu beachten ist beim Bauen neben der Abgabe passender Landschaftskarten eigentlich nur, dass alle Handelshäuser eines Spielers durch das auf dem Spielplan vorgegebene Wegesystem mit einem Handelshaus an der Küste verbunden sein müssen. Etwas vereinfacht wird die Bauerei durch den Umstand, dass immer zwei gleiche Landschaftskarten als Joker für einen beliebigen Baugrund eingesetzt werden können. Angesichts der Tatsache, dass man am Ende seines Zuges maximal sechs Karten auf der Hand behalten darf wird man wohl öfter diese Jokerfunktion nutzen müssen.

Hatte jeder Spieler die Möglichkeit zum Bau von Handelshäusern müssen ggf. überzählige Karten abgeworfen werden und es kommt zu einer Wertung. Zu Beginn jeder Runde wird ein Wertungskärtchen vom verdeckt bereitliegenden Stapel aufgedeckt und dieses gibt vor, für welche Waren oder Bauten es am Ende der Runde Handelsbriefe gibt. Mehrheiten, beispielsweise an Waren oder an Handelshäusern in zu wertenden Stadtvierteln oder Gebieten, bringen in diesem Zusammenhang immer zwei zusätzliche Handelsbriefe. So erhalten beispielsweise zwei Spieler je zwei Handelsbriefe dafür, dass sie Bauten an dem auf dem Wertungskärtchen gezeigte Fluss besitzen, und einer von ihnen noch zwei weitere, wenn er dort mehr Handelshäuser besitzt als der andere. Bei diesen Wertungen sind dann auch manchzmal passende Waren im eigenen Bestand punkteträchtig. Manches mal wird kein Fluss gewertet sondern ein Stadtviertel bestehend aus drei Stadtteilen. Aber immer erhalten alle im gewerteten Gebiet vertretenen Spieler zwei Handelsbriefe (plus zwei weitere im Falle einer Mehrheit).

Am Ende jeder Runde wechselt der durch einen Schlüssel gekennzeichnete Startspieler im Uhrzeigersinn und sobald ein Spieler sein letztes Handelshaus gebaut hat endet das Spiel mit Ablauf der laufenden Runde. Alternativ endet das Spiel auch mit der Auswertung des letzten Wertungskärtchens. Jetzt werden noch die Bonuskarten der Spieler aufgedeckt, in Handelsbriefe umgesetzt und es gewinnt derjenige mit den meisten Handelsbriefen.

Wer hätte gedacht, dass ein doch relativ einfaches Spielprinzip doch so kurzweilig sein und Spaß machen kann? Eigentlich müssen nur Karten anlässlich einer Art Versteigerung möglichst günstig bekommen und zum Bau von Handelshäusern benutzt werden und doch gibt es so einiges zu beachten. Das Bauen zur rechten Zeit am rechten Ort, also möglichst unter Berücksichtigung der aktuellen Wertungskarte ist natürlich von Vorteil, genauso wie das frühzeitige Streben nach der einen oder anderen Bonuskarte um seine Spielweise deren Vorgaben anpassen zu können und reichlich Bonuspunkte ein zu fahren. Manches Mal ist es bei diesen Karten von Vorteil möglichst viele Goldmünzen am Ende zu haben, mal möglichst viele Handelshäuser an Flüssen. Die Vorgaben der Bonuskarten sind vielseitig und wer gar mehrere davon einigermaßen gut erfüllen kann, könnte die Schlusswertung doch nochmal auf den Kopf stellen.
Schlüsselkarten, die einzige Möglichkeit im Kern der goldenen Stadt zu bauen und dadurch lukrative Belohnungen zu kassieren und sich unter Umständen die Möglichkeit auf Stadtviertelmehrheiten zu sichern, sind nur begrenzt vorhanden und sicherlich begehrt. Man darf sie nicht einfach den Mitspielern alleine überlassen! Und dann ist da noch die Möglichkeit das Spielende überraschend schnell durch das Verbauen der letzten beiden eigenen Handelshäuser herbei zu führen. Man sieht, es gibt doch so einige Möglichkeiten Einfluss zu nehmen und die machen Die goldene Stadt kurzweilig und unterhaltsam. Der absolut überschaubare Regelaufwand hält die Einstiegshürde so angenehm niedrig, dass sich auch die sog. Gelegenheitsspieler nicht abgeschreckt fühlen dürften und einmal einen Blick auf die Goldene Stadt riskieren sollten.

Vielen Dank an Kosmos für das Rezensionsexemplar!


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