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Havanna



Anzahl Spieler

Für 2 bis 4 Spieler
ab 10 Jahre


Spieldauer

Ca. 30 bis 45 Minuten


Bewertung (max. 10)

7 Punkte (HOlg)



Verlag

eggertspiele
eggertspiele


Autor

Reinhard Staupe
Reinhard Staupe


Bild



Sonstiges:

Wem die Spiele aus dem Hause Eggert Spiele gefallen, der erinnert sich sicher noch an das vor zwei Jahren erschienene Cuba. Eine der diesjährigen Messeneuheiten von Eggert Spiele nennt sich Havanna und ähnelt Cuba äußerlich so sehr, dass man sofort eine nicht nur optische Gleichheit vermutet. Ein thematischer Zusammenhang ist auch vorhanden, und nicht nur weil Havanna die Hauptstadt von Cuba ist, sondern weil Havanna an die im Spiel Cuba beschriebenen Ereignisse anknüpft. Während Cuba vor der Revolution spielt werden im Spiel Havanna die Ereignisse nach der Revolution spielerisch dargestellt, insbesondere das Bestreben (der Spieler) die Hauptstadt in neuem Glanz erstrahlen zu lassen. In spielerischer Hinsicht gibt es keinerlei Gemeinsamkeiten.

Um das Ziel die Hauptstadt Havanna aufzubauen zu erreichen (und dabei besser abzuschneiden als die Konkurrenten) "besorgen" sich die Spieler Pesos und Baustoffe, heuern Arbeiter an und beauftragen Architekten und Diebe um letztlich mit den dadurch angehäuften Geld- und Baustoffressourcen Gebäude zu errichten, welche die für den Spielsieg erforderlichen Siegpunkte bringen.
Und wie "besorgt" man sich das Benötigte? Wir erledigen es selbst und/oder fragen jemanden, der etwas davon versteht. Sieben Aktionen und sechs kompetente Ansprechpartner warten darauf von den Spieler engagiert bzw. ausgeführt zu werden doch um den Überblick nicht zu verlieren, kann man immer nur zwei Dinge gleichzeitig durchführen. Dargestellt wird das Ganze durch Aktionskarten, von denen jeder Mitspieler einen Satz (13 Stück) auf die Hand bekommt. Diese beschreiben, welche Aktionen man mit ihnen entweder selbst oder durch einen Dritten erledigen kann.

Neben den Aktionskarten besitzt jeder zu Beginn außerdem einen Peso und einen zufälligen von insgesamt fünf verschiedenen im Spiel vorhandenen Baustoffen. Die Gebäude, 36 an der Zahl, sind in Form von Plättchen vorhanden, auf denen zum einen ein Bild des Bauwerks und zum anderen die benötigten Baustoffe und ggf. sonstigen Erfordernisse zu sehen sind sowie die Siegpunkte, die es seinem Bauherrn einbringt. Acht von diesen Gebäuden liegen in zwei Reihen untereinander aus, wobei immer nur die äußeren vier Gebäude für den Bau gewählt werden können. Es wird in den beiden Gebäudereihen also von außen nach innen gebaut. Erst wenn in einer Reihe nur noch zwei Gebäude vorhanden sind, rutschen diese ganz nach außen und die entsprechende Reihe wird durch neue Gebäude aufgefüllt. Unterhalb der Gebäude liegt das Anfangsangebot an Ressourcen, vier Pesos und drei zufällige Baustoffe.

In der ersten Runde wählt jeder Spieler zwei, in den folgenden Runden eine, seiner Aktionskarten aus und legt diese zunächst verdeckt vor sich ab. Erst wenn alle ihre Wahl getroffen haben, werden die ausgespielten Karten umgedreht. Ab der zweiten Runde wird mit der neu ausgespielten Aktionskarte eine der beiden Karten aus der Vorrunde ersetzt, in der ersten Runde die beiden gespielten Karten offen ausgelegt, und so die Aktionen der Spieler für die aktuelle Runde festgelegt.
Neben einer stimmungsvollen Grafik und der Beschreibung der Aktion ist auf jeder Aktionskarte auch eine Ziffer zwischen 0 und 9 zu sehen. Die ausgespielten Karten werden nun so vor den Spielern angeordnet, dass die Karte mit der kleineren Zahl links liegt. Die beiden Ziffern bilden dann eine Zahl, deren Höhe über die Spielreihenfolge entscheidet. Die Spieler kommen in aufsteigender Reihenfolge ihrer durch die Aktionskarten gebildeten Zahl zum Zug und führen ihre beiden Aktionen durch.

Anschließend darf sofort mit den gesammelten Ressourcen gebaut werden. So viel und so oft das Geforderte abgegeben werden kann bzw. vorhanden ist. Während des Bauens dürfen bei Bedarf Pesos in Arbeiter und Bauschutt (graue Steine) in farbige Baumaterialien im Verhältnis 5:1 getauscht werden. Waren alle Spieler am Zug und die letzten Bauvorhaben sind durchgeführt, werden die Ressourcen aufgestockt. Es kommen sowohl drei weitere Pesos als auch drei zufällige Baustoffe zu den noch verbliebenen in die Tischmitte, unterhalb der Gebäude.

Eine weitere Runde mit dem Ausspielen weiterer Aktionskarten beginnt, so lange keiner die von der Spielerzahl abhängige Siegbedingung erfüllt, d.h. die vorgegebene Anzahl an Siegpunkten vorweisen kann. In seltenen Fällen gehen Baustoffe oder Gebäude zur Neige, bevor ein Spieler die vorgegebene Siegpunktzahl erreicht und in solchen Fällen gewinnt, wer zu diesem Zeitpunkt am meisten Siegpunkte vorweisen kann.

Havanna ist im Vergleich zu Cuba ein Leichtgewicht. Allerdings nur was die Regeln angeht, denn spielerisch werden die Beteiligten ähnlich gefordert. Auch die Mitspieler wollen richtig eingeschätzt werden und das ist erfahrungsgemäß eher selten einfach, insbesondere bei erfahrenen Spielern. Der Mechanismus der Spielreihenfolgeermittlung ist so einfach wie genial! Je "besser" die Karten(-Kombination) desto später dürfte man zum Zug kommen und umgekehrt.
Einmal eingesetzte Karten sind erstmals weg. Zwar kann man eine der ausgespielten Karten auch in der nächsten und ggf. noch weiteren Runden nutzen, aber erst wenn man nach seinem Spielzug nur noch zwei Aktionskarten auf der Hand hat, erhält man alle seine Karten zurück auf die Hand. So einfach die Regeln des Spiels an sich sind, so viel gibt es während eines Spielzuges zu berücksichtigen und zu bedenken. Zumindest es zu versuchen, denn sehr oft verläuft die Runde dann anders als gedacht. Ein Spielzug schreit nach Planung, lässt sich aber nur begrenzt planen und das umso schwieriger, je mehr Mitspieler dabei sind. Welche Ressourcen sind verfügbar und passen die Bauwerke zu meinen oder den erwerbbaren Baustoffen? Was planen die Mitspieler und wie wahrt man seine Chancen rechtzeitig an die Reihe zu kommen?

Havanna ist kurzweilig und spannend, interaktiv und auch optisch gelungen, ein Spiel also, dass es wert ist ausprobiert zu werden. In wie weit einen das Spiel auf Dauer fesselt, ist wohl Spielertyp abhängig, bis zur nächsten Messe dürfte das aber für die meisten der Fall sein.

Vielen Dank an eggertspiele für das Rezensionsexemplar!


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