Holgs Spieleteufel       Würfel Teufel



  Startseite
  Editorial / Impressum
  News
  Rezensionen
  Forum (inkl. Ringkriegbereich)
  Meine Top Ten
  Spielecharts
  Spieleevents
  Wunschliste
  Verkaufsliste
  Zitate zum Thema Spiele
  Schweinfurter Spieletage
  Schweinfurter Spieletreff
  Links
  Counterstatistik
  RSS-Feed
  Awards
  holger.kiesel@spieleteufel.de
  Datenschutzerklärung
  Follow me on
  
   


 
   

Steel Driver



Anzahl Spieler

Für 3 bis 6 Spieler
ab 10 Jahre


Spieldauer

Ca. 60 bis 90 Minuten


Bewertung (max. 10)

7 Punkte (HOlg)



Verlag

Pegasus
Pegasus


Autor

Martin Wallace


Bild



Sonstiges:

Mit dem 19. Jahrhundert begann die Geschichte der Eisenbahn im heutigen Sinne und genau in dieser Zeit finden sich die drei bis sechs Mitspieler bei Steel Driver wieder. Als Investoren erleben sie die Entstehung der amerikanischen Eisenbahnnetze nach und verfolgen dabei natürlich in erster Linie ihre ganz eigenen Ziele. Und was ist letztlich das Ziel aller Investoren? Genau! Das Erzielen von Gewinnen. Und so ist das auch hier. Die Spieler investieren in die verschiedenen Eisenbahnlinien um am Ende möglichst große Gewinne einstreichen zu können und daher gewinnt man bei Steel Driver, wenn man am Ende über das meiste Geld verfügt.

Auf dem Spielplan sind die Vereinigen Staaten und zahlreiche Städte in verschiedenen Farben, entweder in kreisform oder sechseckig, zu sehen. Alle Städte tragen einen bestimmten Wert, der den Gewinn darstellt, den das Anschließen einer Stadt an das eigene Streckennetz für eine Eisenbahnlinie bedeutet. Während die Farbe einer Stadt vorgibt welche Ware (entsprechend farbiger Warenstein) dort bei Spielende produziert und schließlich transportiert wird bestimmt die Form einer Stadt, ob hier eine Eisenbahnlinie beginnen kann. Verbunden sind die Städte miteinander durch ein Netz möglicher Eisenbahnstrecken, auf dem während des Spiels Streckenverbindungen für die einzelnen Gesellschaften gelegt werden können, die so ihr Streckennetz ausbauen und Gewinne erzielen.
Weiterhin sind sog. Gesellschaftsfelder für die Eisenbahngesellschaften vorhanden, auf denen Anteilsmarker, Investitionssteine usw. platziert werden können. Ein weiterer Bereich ermöglicht es die Reihenfolge fest zu halten, in der die Eisenbahngesellschaften während des aktuellen Spielzuges agieren dürfen. Darunter ergibt sich die Reihenfolge für den folgenden Zug. Diese ist davon abhängig, wie zeitig eine Gesellschaft seine Aktionsrunde beendet bzw. beenden muss. Und schließlich sind auch eine Runden- und eine Gewinnleiste vorhanden, auf denen Spielfortschritt bzw. Gewinne der Gesellschaften in der aktuellen Runde angezeigt werden.

Fünf Runden lang versuchen die Spieler nun ihre zu Beginn jeder Runde erhaltenen Investitionssteine einzusetzen um einen oder mehrere Kontrollsteine der beteiligten Eisenbahngesellschaften zu ersteigern. Diese werden in jeder Runde nacheinander einer nach dem anderen zur Versteigerung angeboten und wer einen solchen ersteigert, erhält neben dem Kontrollstein dieser Gesellschaft auch einen Anteilsmarker. Die dabei eingesetzten Investitionssteine werden auf das entsprechende Gesellschaftsfeld gelegt und stehen nach Abschluss aller Auktionen für den Erwerb von Schienenverbindungen zur Verfügung.

Entsprechend ihrer Position auf der Reihenfolge-Leiste können nun die jeweiligen Inhaber der Kontrollsteine der Gesellschaften deren im Rahmen der Versteigerung "verdienten" Investitionssteine im Vorrat "ausgeben" um eine Streckenverbindungen zu legen. In der ersten Runde wird eine der sechseckigen Städte als Ausgangspunkt des Streckennetzes gewählt und dieses von dort aus weiter ausgebaut. Angebunden werden kann immer eine der Nachbarstädte einer bereits im Liniennetz der aktiven Eisenbahngesellschaft integrierten Stadt, wenn die auf der Streckenverbindung geforderte Anzahl an Investitionssteinen abgegeben werden können. Der "Wert" der neu angebundenen Stadt wird der aktiven Gesellschaft auf der Gewinnleiste gutgeschrieben.
War jede Eisenbahngesellschaft an der Reihe und hat entweder einen Streckenabschnitt bebaut oder gepasst und ihren Spielreihenfolgemarker auf die nächste freie Position der Spielreihenfolgeleiste der nächsten Runde platziert, wird eine weitere Baurunde gespielt. Das wiederholt sich so lange, bis jede Eisenbahngesellschaft gepasst hat.
Entsteht während dieser Bauphase erstmals eine transkontinentale Streckenverbindung zwischen New York und San Francisco so erhalten alle an der kürzesten Verbindung dieser beiden Städte beteiligten Eisenbahngesellschaften einen Bonus von 30 Dollar, diejenige, welche diese transkontinentale Streckenverbindung fertigstellt sogar 50 Dollar, auf der Gewinnleiste.

Nach dem Schienenbau streichen die Investoren, die aktuell die Kontrollsteine der Eisenbahngesellschaften haben, die Gewinne der jeweiligen Gesellschaften ein. Anschließend werden die Marker zurück auf das Feld 0 der Gewinnleiste gesetzt.

Nach fünf Runden kommt es zu einer Schlusswertung. Auf jeden Ort wird ein Warenstein der entsprechenden Farbe gelegt, die von den Eisenbahnunternehmen nun transportiert werden können und ihren Anteilsinhabern entsprechend der Anzahl ihrer Anteile weitere Gelder einbringen. Entsprechend der letzten ermittelten Zugreihenfolge transportieren die Eisenbahngesellschaften reihum immer je einen Warenstein. Welcher das ist, bestimmt derjenige Investor mit den meisten Anteilen, wobei nur solche Warensteine in Frage kommen, die auch durch das jeweilige Schienennetz erreicht werden können. Als Hauptinvestor sollte man hier darauf achten möglichst viele Warensätze aus fünf verschiedenen Farben zu sammeln, denn diese bringen das meiste Geld. Während ein einzelner Stein nur 10 Dollar bringt, erhält man für einen kompletten Satz aus fünf verschiedenfarbigen Warensteinen satte 150 Dollar. Nach dieser Schlusswertung sind nur noch die eingestrichenen Gewinne der Spieler zu zählen um den Gewinner zu ermitteln.

Regeltechnisch ist Steel Driver äußerst überschaubar und recht einfach. Die Tatsache, dass die Gewinnleiste für alle Eisenbahngesellschaften immer wieder auf null gesetzt wird, geht gerne mal unter, aber Probleme mit den Regeln dürften sonst nicht wirklich vorkommen. Und trotzdem steckt in Steel Driver jede Menge Tiefgang. Es gibt viel zu bedenken. In welcher Höhe lohnen sich Investitionen in welche Eisenbahnlinien, wo lässt sich voraussichtlich in der Schlusswertung am meisten kassieren und kann ich beim Streckenbau neben der Prämie vielleicht noch einen Konkurrenten isolieren und damit quasi aufs Abstellgleis schieben? Lohnt es sich in einer Runde auf eine Aktion zu verzichten um diese Eisenbahngesellschaft in der Zugreihenfolge nach vorn zu bringen? Aber was, wenn ich dann den Kontrollstein dieser Eisenbahngesellschaft gar nicht ersteigern kann? Lohnt es dennoch?

Spiele wie Steel Driver, die trotz einfacher Regeln derartigen Tiefgang bieten sind selten. Und sie sind gut!

Vielen Dank an Pegasus für das Rezensionsexemplar!


Ähnliche Spiele:
(Strategie, Taktik, Versteigerungsspiel)

Civilization
Dschunke
Java
La Citta
Löwenherz
Caylus
Mexica

weitere Treffer...


Spiele vom selben Autor:
(Martin Wallace)

Kohle - Mit Volldampf zum Reichtum
Rise of Empires
P.I.
Toledo
Way out West
Tyros
Tempus

weitere Treffer...


Spiele vom selben Verlag:
(Pegasus)

Thunderstone - Zorn der Elemente
Korsaren der Karibik
Kohle - Mit Volldampf zum Reichtum
Im Wandel der Zeiten
Thunderstone
Thunderstone - Drachenturm
Thunderstone Advance

weitere Treffer...


Spiele vom selben Jahrgang:
(2009)

Dungeon Twister 2 - Prison
Small World
Battlestar Galactica - Pegasus
Im Wandel der Zeiten
Dominion - Seaside
Vasco da Gama
Battlestar Galactica

weitere Treffer...