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Risk Black Ops



Anzahl Spieler

Für 3 bis 5 Spieler
ab 12 Jahre


Spieldauer

Ca. 60 bis 120 Minuten


Bewertung (max. 10)

6 Punkte (HOlg)



Verlag

Parker
Parker


Autor

Albert Lamorisse


Bild



Sonstiges:

Gute Spiele gibt es ja reichlich, das muss man zugeben. Allerdings haben nur ein paar Spiele das Zeug zu "echten" Klassikern wobei das nicht immer unbedingt von der spielerischen Qualität eines Spiels abhängt. Nostalgie spielt da oft auch eine Rolle, denn meist sind die Klassiker älteren Baujahrs und die spielerische Qualität der Spiele ist im Laufe der Jahre ja immer besser geworden. Mensch ärgere dich nicht, Monopoly oder auch Die Siedler von Catan gehören sicherlich zu dieser Gruppe der Klassiker, wobei Die Siedler von Catan unter diesen dreien eher als moderner Klassiker zu bezeichnen wäre.

Auch Risiko ist aus meiner Sicht ein solcher Klassiker, mir schon aus meiner Jugend bekannt und damals auch immer wieder gern gespielt. Risk: Black Ops ist nun eine limitierte (1000 Exemplare) Promotion-Version einer Neuauflage von Risiko, die sich Risiko Deluxe nennt. Diese Vorabversion unterscheidet sich zwar optisch aber nicht spielerisch vom unmittelbaren Nachfolger und ist im Gegensatz zu diesem nie im Handel erhältlich gewesen sondern war ausschließlich für die Berichterstattung gedacht.

Die Regeln von Risiko dürften den meisten bekannt sein und die sind im Wesentlichen auch unverändert, nur hier und da ergänzt bzw. optimiert. Meiner Meinung nach sinnvoll ergänzt und optimiert, denn der unbestreitbar recht dominante Glücksfaktor wird so durch taktische Überlegungen wenn schon nicht beseitigt, so aber zumindest doch etwas abgeschwächt.

Wie gehabt besteht ein Spielzug aus dem Verstärken durch neue Einheiten, darauf folgend der Möglichkeit zum Angriff auf Nachbarländer, dem anschließenden Umverteilen von Einheiten und ggf. dem Ziehen einer Karte. Diese Phasen eines Spielzuges werden auch nahezu identisch zu den Vorgängern durchgeführt. Die Anzahl an Verstärkungseinheiten ermittelt sich durch die Anzahl Länder im Besitz des aktiven Spielers, zuzüglich - und das ist neu - aller kontrollierter Städte dividiert durch drei, wobei ein sich möglicherweise ergebender Rest nicht berücksichtigt wird. Bonuseinheiten gibt es, wie gehabt, für die Kontrolle ganzer Kontinente und Karten können gegen weitere Truppen eingetauscht werden. Neu ist dabei, dass die Länderkarten nun Sterne tragen und für das Eintauschen zum einen eine Mindestanzahl an Sternen auf den einzutauschenden Karten vorhanden sein müssen und zum anderen der Umfang der Verstärkung von der Anzahl der Sterne abhängt und exponentiell ansteigt.

Für die Startaufstellung gibt es zwei Möglichkeiten. In einer sog. Basisversion des Spiels ist eine von der Mitspielerzahl abhängige Startaufstellung vorgegeben oder man platziert mittels zufällig gezogener Länderkarten die Städte, jeder erhält eine gewisse Anzahl an Starteinheiten und diese werden von den Spielern reihum auf leere Gebiete eingesetzt und anschließend ggf. verstärkt. Das erste gewählte Gebiet eines jeden Spielers erhält dann auch dessen Hauptstadt.

Die Angriffe sind unverändert geblieben, der Angreifer würfelt mit maximal drei Würfeln, der Verteidiger mit maximal zwei Würfeln, wenn mindestens ebenso viele angreifende bzw. verteidigende Einheiten an der Schlacht beteiligt sind. Nun werden die beiden höchsten und zweithöchsten Würfelergebnisse beider Seiten miteinander verglichen, wobei jeweils derjenige, dessen Würfelergebnisse niedriger sind, jeweils eine Einheit verliert. Dies wiederholt sich, bis der Angreifer den Angriff abricht, keine Einheiten für einen weiteren Angriff mehr zur Verfügung hat oder das umkämpfte Land erobert ist, d.h. alle verteidigenden Einheiten aus dem Spiel sind.

Während der Umverteilung darf der aktive Spieler dann beliebig viele Einheiten eines Gebietes auf beliebige andere unter seine Kontrolle befindlichen Gebiete die miteinander verbunden sind umverteilen um so beispielsweise seine Grenzen oder Schlüsselpositionen besser zu schützen. Diese Umverteilung wurde deutlich eingeschränkt. Nur noch Truppen eines Gebietes dürfen umverteilt werden und das macht die Sicherung von Grenzen und Schlüsselpositionen deutlich schwieriger und muss gut geplant sein.

Wurde mindestens ein Land während eines Spielzuges erobert, wird dieser Spielzug mit dem Ziehen einer Länderkarte, die, wir erinnern uns, später gegen zusätzliche Einheiten eingetauscht werden können, abgeschlossen und der nächste Spieler ist in gleicher Weise an der Reihe.

Jeder Spieler verfügt über eine Hauptstadt, die es um jeden Preis zu halten gilt. Wer sie an einen Gegner verliert, kann das Spiel nicht gewinnen, was uns zu den Siegmöglichkeiten führt. Entweder vereinbart man um die Weltherrschaft zu kämpfen oder man bringt die Auftragskarten ins Spiel, von denen es drei zu erfüllen gilt, um zu gewinnen.

Diese Auftragskarten werden zufällig gezogen und liegen offen, für alle sichtbar aus. Vier "leichtere" und vier "schwerere" Aufträge sind verfügbar und werden mit Bonusplättchen versehen, die bei Auftragserfüllung dem jeweiligen Spieler im weiteren Spielverlauf eine Vergünstigung wie beispielsweise einen zusätzlichen Angriffs- oder Verteidigungswürfel, zusätzliche Truppen oder -verschiebungen usw. gewährt. Solche Aufträge erfordern die Kontrolle über einen bestimmten Kontinent, die Eroberung einer gewissen Anzahl an Gebieten oder Städten während eines Zuges usw.

Risiko ist, was es immer war, und hat seinen Flair im Wesentlichen behalten. Die Änderungen und Ergänzungen fügen sich nahtlos ins Spiel ein, ergänzen es sinnvoll und helfen dem Spiel auch in der heutigen Zeit zu bestehen. Noch immer kann wird das Glück ab und an die Schlacht entscheiden, doch bevorzugt Fortuna einen Spieler nicht über die Maßen, gewinnt der besser Stratege bzw. Taktiker. Schon bei der Startaufstellung gilt es Schlüsselpositionen zu erkennen, dabei die ausliegenden Aufträge zu berücksichtigen, die Mitspieler einzuschätzen und damit den Grundstein für einen Sieg zu legen.

Musste früher nur ein geheim gehaltener Auftrag erfüllt werden, sind das nun deren drei, die auch noch von Anfang an offen ausliegen und von allen erfüllt werden können. Und natürlich kann jeder Auftrag nur einmal, von einem der Spieler erfüllt werden.

Während früher die Gebiete im Wesentlichen gleichwertig waren, sind nun einige Länder durch die Städte besonders begehrte Ziele, sorgen sie doch für größeren Nachschub. Trotz aller Ausrichtung der Spielstrategie auf die Aufträge darf auf keinen Fall der Schutz der eigenen Hauptstadt vernachlässigt werden, kann sie doch Bestandteil von Aufträgen werden, welche die Gegner erfüllen wollen und ist außerdem auch Voraussetzung für den eigenen Sieg. So manches Mal konnte der Sieg eines Spielers in letzter Sekunde durch die Einnahme seiner Hauptstadt hinausgezögert oder gar verhindert werden.

Die Überarbeitung hat dem Spiel gut getan. Mehr Strategie und Taktik und ein dadurch bedingt etwas geringerer Glücksanteil führen zwar nicht dazu, dass Risiko neue Anhänger im wesentlichen Umfang finden, aber alten "Risiko-Hasen" sehr viel Spaß bereiten dürfte und dafür sorgt, dass dieser Klassiker auch heutzutage noch immer mal wieder auf den Spieltisch kommt.

Vielen Dank an Parker für das Rezensionsexemplar!


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