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Don Quixote



Anzahl Spieler

Für 1 bis 4 Spieler
ab 8 Jahre


Spieldauer

Ca. 10 bis 20 Minuten


Bewertung (max. 10)

6 Punkte (HOlg)



Verlag

Pegasus
Pegasus


Autor

Reinhard Staupe
Reinhard Staupe


Bild



Sonstiges:

Selbst wenn man noch nichts von Don Quixote gelesen hat, gehört haben mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit schon die meisten von ihm. Die wohl bekannteste Passage aus Don Quixotes Leben ist sein Kampf gegen die Windmühlen und so dürfen auch diese im Spiel Don Quixote aus dem Hause Pegasus nicht fehlen, genauso wie Ritter, Burgen und Kirchen.

Jeder Mitspieler errichtet während einer Partie Don Quixote sein eigenes Fürstentum, das anlässlich dreier Wertungen die spielentscheidenden Punkte einbringt. Wichtig für ein Fürstentum (in diesem Spiel) sind in erster Linie die Landesverteidigung durch Ritter, das Unterbringen von Rittern in den zwei großen Burgen des Fürstentums und viele wegetechnisch verbundene Windmühlen und Kirchen. All das wird während der ersten beiden Wertungen berücksichtigt. Bei der dritten gibt zusätzlich noch Punkte für die längste Kette durch Wege verbundener Ritter, denn gemeinsam ist man stärker.

Das Fürstentum entsteht Stück für Stück auf einem Tableau bestehend aus 8 x 3 Feldern (A1, A2, A3 bis H1, H2, H3). Für jedes Feld existiert eine Karte und die ersten beiden zufällig gezogenen Karten legen fest, auf welchen Feldern die beiden Burgen eines jeden Spielers platziert werden. Durch Ziehen weiterer Karten wird im weiteren Spielverlauf Zug um Zug für jeden Mitspieler das Feld festgelegt, welches als nächstes mit einem Plättchen belegt werden muss. Von diesen Plättchen haben alle einen identischen Satz zur Verfügung und jeder zieht zu Spielbeginn zufällig neun von ihnen und legt sie offen neben sein Tableau. Sobald nun eine Karte aufgedeckt wurde wählt jeder Spieler aus seinen offenen Plättchen eines aus, welches anschließend auf dem durch die Karte ermittelten Feld abgelegt wird.

Bei der Entscheidung welches Plättchen man legt, gilt es die möglichen Siegpunkte zu berücksichtigen. Ritter mit den Burgen verbinden ist gut, durch Wege verbundene Kirchen und Windmühlen bringen Punkte, Ritter für die Landesverteidigung (direkt an den Rand des Tableaus angrenzend mit einer Wegeverbindung zum Rand) und im Rahmen der letzten Wertung sollte man auch eine einigermaßen lukrative Kette an Rittern anstreben.
Dies ist zwar nicht immer gleich und unmittelbar zu erreichen, insbesondere am Anfang einer Partie, aber wer sich durch das Platzieren seiner Plättchen die meisten Optionen offen hält, der ist auf dem richtigen Weg.

Sobald alle Spieler nach neun Karten ihre offenen Plättchen platziert haben, kommt es zur ersten Wertung. Anschließend zieht jeder Spieler sieben weitere Plättchen aus seinem Vorrat und platziert diese nacheinander in gleicher Weise in sein Fürstentum. Nach der darauf folgenden zweiten Wertung kommen die letzten sechs Plättchen ebenfalls in gleicher Weise zum Einsatz, wobei das zuletzt gezogene Plättchen auch als letztes gelegt werden muss.
In der dritten und letzten Wertung wird schließlich der Sieger ermittelt.

Was sich relativ leicht anhört, ist es zwar regeltechnisch, ansonsten aber oft eine recht verzwickte Sache. Nach wenigen Spielen weiß man zwar, worauf es ankommt, welche Plättchen es gibt und was Punkte bringt, doch man hat keinerlei Einfluss auf die jeweils zur Verfügung stehenden Plättchen und auch nicht auf die Reihenfolge in der das Fürstentum bebaut wird. Ein Plan für optimale Punkte funktioniert eben nur dann, wenn auch Plättchen und Karten "mitspielen". Das Glück ist also ein entscheidender Einfluss doch wer neben Flexibilität auch das nötige bisschen Glück hat und sich immer möglichst viele Optionen möglichst lange offen hält, der hat beste Aussichten auf den Sieg. Oft bewährt hat sich auch die Einstellung "Besser den Spatz in der Hand als die Taube auf dem Dach", denn auf eine Möglichkeit zu Punkten zu verzichten wegen der Hoffnung auf eine bessere Punktemöglichkeit lohnt sich oft nicht. Risiko und möglicher Mehrertrag stehen meist in keinem Verhältnis zueinander.

Die Spielerzahl (1 bis 4) legt die Vermutung ja schon nahe, es gibt so gut wie keine Interaktion im Spiel. Im Grunde ist Don Quixote ein klassisches Solitärspiel, bei dem aufgrund des Spielmaterials eben bis zu vier Spieler zur gleichen Zeit ihr Solitärspiel spielen und anschließend ihre Punkte vergleichen können.
Das Spiel an sich ist abstrakt, jedoch ansprechend in das "Don Quixote Thema" eingebunden. Meiner Meinung nach so gut, dass es sich noch nicht mal so aufgesetzt anfühlt wie es das eigentlich ist. Wer Don Quixote mit der "richtigen" Einstellung und Erwartung spielt, der wird mit Sicherheit seinen Spaß haben, zumindest als Einsteiger in einen Spieleabend oder noch besser als lockerer Absacker, denn eine Runde Don Quixote geht eigentlich immer und Wiederspielreiz ist allein schon durch das Bestreben seinen "Highscore" zu verbessern gegeben.

Sehr gut vergleichen lässt sich das Spielprinzip mit Take it easy. Wer dieses Spiel kennt und mag, der macht auch bei Don Quixote nichts falsch. Trotz aller (berechtigter) "Vorwürfe", die man dem Spiel machen kann (hoher Glücksfaktor, null Interaktion und bestimmt noch ein paar mehr) hat mir Don Quixote recht gut gefallen. Die möglicherweise "nachteiligen" Aspekte des Spiels werden durch die kurze Spieldauer etwas relativiert und auch einen gewissen Suchtfaktor kann man dem Spiel nicht absprechen. Man versucht beim nächsten Mal besser abzuschneiden und wegen der Kürze des Spiels lässt das nächste Mal oft gar nicht so lange auf sich warten.

Vielen Dank an Pegasus für das Rezensionsexemplar!


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