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Dominion - Blütezeit



Anzahl Spieler

Für 2 bis 4 Spieler
ab 8 Jahre


Spieldauer

Ca. 30 bis 60 Minuten


Bewertung (max. 10)

9 Punkte (HOlg)



Verlag

Hans im Glück
Hans im Glück


Autor

Donald X. Vaccarino


Bild



Sonstiges:

Geld regiert die Welt, so heißt es, und diesen Eindruck kann man auch beim Spiel Dominion von Hans im Glück bekommen. Geld ist und war im Spiel Dominion unabdingbar für den Aufbau eines Königreichs und Dominion-Experten sprechen auch immer mal wieder von einer Geld-Strategie, mit der man relativ sicher gewinnen könne, zumindest gegen unerfahrenere Gegner. Mit der inzwischen dritten großen Erweiterung, Dominion - Blütezeit genannt, dürfte sich dieser Eindruck nun sogar noch verstärken. Schon der Titel "Blütezeit" deutet auf Wohlstand und Geld hin und bereits beim Sichten des Spielmaterials weiß man, wo die Reise bei dieser Erweiterung hingeht.

Während die grundlegenden Regeln wie gewohnt gleich bleiben und nur bedingt durch neue Königreichkarten ergänzt bzw. erweitert werden, bringt die Blütezeit neben den obligatorischen Karten, wie schon bei Dominion - Seaside, zusätzliches Spielmaterial mit. Auch handelt es sich bei den neuen Karten nicht ausschließlich um Königreichkarten sondern es gibt neben diesen zusätzliche Basiskarten. Da wäre zum einen die Kolonie als zusätzliche Punktekarte, die zwar stolze 11 Münzen kostet aber dafür auch satte zehn Punkte am Ende wert ist. Und damit man zum Erwerb von Kolonien sein Deck nicht mit Kleingeld zupflastern und dauerhaft "verlangsamen" muss gibt es zum zweiten eine neue Geldkarte, das Platin. Diese kostet selbst neun und hat den Wert fünf.
Die Möglichkeiten durch diese Karten (große Summen mit wenigen Karten und schnell viele Siegpunkte) eröffnen bereits neue Strategien und können für Überraschungen sorgen. Theoretisch könnte ein Spieler in einem Zug mehr als eine Kolonie erwerben und damit zwanzig oder gar noch mehr Siegpunkte in einer Runde bekommen. Doch der Weg zu solchen Überraschungszügen ist nicht einfach und gefährlich. Nicht selten dauert es einfach zu lange um die Voraussetzungen zu schaffen und das Spiel endet zu schnell. Allerdings verführt die neue Kolonie-Punktekarte zumindest anfangs dazu, selbst die sonst so begehrten Provinzen liegen zu lassen, und die ersten Partien entscheiden sich über die Kolonien.

Natürlich dürfen in einer Dominion-Erweiterung auch neue Königreichkarten nicht fehlen. 25 davon bringt die Blütezeit mit und natürlich sorgen die inzwischen nicht mehr überschaubaren Kombinationsmöglichkeiten aller inzwischen verfügbaren Königreichkarten für Abwechslung, Langzeitmotivation und Strategiemöglichkeiten ohne Ende. Exemplarisch seien mal einige Karten erwähnt, da sie alle vorzustellen den Rahmen sprengen würde.

"Halsabschneider" und "Denkmal" sind beispielsweise besonders bemerkenswert, da sie jede Runde Siegpunkte bringen und zwar in Form von Siegpunktemarkern (Metallwappen). Diese Siegpunkte werden auf einem Spielertableau gesammelt und bei Spielende zu den Siegpunkten durch die entsprechenden Karten im Deck hinzuaddiert. Eine feine Sache, nicht nur weil es die Punkte bei jedem Einsatz dieser Karten gibt, sondern auch weil diese Punkte nicht das Kartendeck blockieren, so wie das bei der Mehrzahl der Siegpunktkarten der Fall ist.
Gerade der Halsabschneider ist eine nicht zu unterschätzende Siegpunktquelle. In Kombination mit Karten die weitere Käufe ermöglichen, wie z.B. natürlich der Halsabschneider selbst aber auch das Arbeiterdorf kann man pro ausliegendem Halsabschneider und pro in einer Runde gekaufter Karte einen Siegpunkt bekommen. Selbst wenn man gerade nicht viel Geld zur Verfügung hat, dann kauft man eben Kupfer für 0 Münzen und erhält für jedes Kupfer zusätzlich einen Siegpunkt. Und damit das Kupfer auch sinnvoll genutzt werden kann, holt man sich noch das Leihhaus, welches es erlaubt beliebig viele Kupfer aus seinem Ablagestapel heraus zu suchen und auf die Hand zu nehmen.
Und es gibt noch viele denkbare Strategien. Man könnte versuchen günstige Punktekarten zu kaufen und mittels Ausbau aufzuwerten usw., d.h. es gibt wieder vieles auszuprobieren und der Spielreiz dürfte locker bis zur nächsten Erweiterung anhalten.

Einige der neuen Geldkarten sind nicht mehr nur Zahlungsmittel, sie lösen auch Effekte beim Ausspielen aus. Oder sie haben, wie im Falle der Bank, einen variablen Wert, der sich, um beim Beispiel der Bank zu bleiben, beispielsweise an der Anzahl bereits ausgespielter Karten orientiert. Zusammen mit viel Kupfer im Ablagestapel und einem Leihhaus ist da schnell die eine oder andere Kolonie im Deck.

Auffällig ist, dass die "Blütezeit" viele teure Karten mit sich bringt, die aber gar nicht so schwer zu erwerben sind, wie das zunächst den Anschein hat. Platin oder die Kupfer-Leihhaus-Kombination beispielsweise stellen so manches Mal ordentliche Summen für einen (oder mehrere) auch etwas teurere Einkäufe zur Verfügung. In der Spielanleitung wird daher auch immer Empfohlen die neuen Basiskarten Platin und Kolonie mit zu verwenden, sobald vier oder mehr Königreichkarten der Blütezeit zum Einsatz kommen.

Alles in allem bietet Dominion - Die Blütezeit wieder zahlreiche neue Möglichkeiten die das Spiel nicht langweilig werden lassen (oder die Lust auf das Spiel wieder wecken). Sogar der möglicherweise einzige Kritikpunkt, die mangelnde Interaktion, wird weiter entschärft. Einige Karten ermöglichen während eines Spielerzuges auch Aktionen der Mitspieler (z.B. Bischof oder Gewölbe) und so ist man nicht nur während seines eigenen Spielzuges gefordert.

Die oft kritisierte und als Schwachpunkt des Spiels bezeichnete Geldstrategie, mit der man gute Gewinnchancen hat und der man nur mit ausreichender Erfahrung entgegenwirken kann, dieser Schwachpunkt wird in Dominion - Blütezeit zur Tugend gemacht und trotzdem kann man auch jetzt noch ohne das große Geld ganz gut abschneiden. Ich habe Runden gesehen, in denen zwar nicht der erste, aber doch der zweite Platz an einen Spieler ging, der nicht eine einzige Kolonie gekauft hat.

Dominion - Blütezeit setzt die Dominion-Reihe in gelungener Weise fort und ist nach der "kleinen" Alchemisten-Erweiterung auch wieder im gewohnten Format und Umfang. Als Dominion-Fan führt kein Weg an dieser Blütezeit vorbei und es bleibt zu hoffen, dass das Phänomen Dominion uns auch in Zukunft und noch Lange mit neuen Ideen/Karten erfreut.

Vielen Dank an Hans im Glück für das Rezensionsexemplar!


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