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Ranking



Anzahl Spieler

Für 3 bis 5 Spieler
ab 8 Jahre


Spieldauer

Ca. 30 bis 45 Minuten


Bewertung (max. 10)

8 Punkte (HOlg)



Verlag

Hans im Glück
Hans im Glück


Autor

Ralf zur Linde Stefan Dorra


Bild



Sonstiges:

Im Rahmen sportlicher Wettbewerbe sind Tabellen und Ranglisten bzw. Rankings gang und gäbe. Auch in Spielen tauchen sie meist auf, denn in nahezu jedem Spiel ergibt sich am Ende ein Ranking, welches das Abschneiden der Mitspieler darstellt. Man ist also vertraut mit Rangfolgen und kann sich im Spiel Ranking von Hans im Glück, in dem sich der ganze Spielverlauf um das Bilden von Rankings dreht, intensiv damit beschäftigen. Und zwar geht es um Rangfolgen bezüglich der Übereinstimmung verschiedenster Objekte mit den verschiedensten Fragen. Für diese Beurteilungen gibt es keine festen Richtwerte oder -linien. Die Fantasie, Argumentations- und Überzeugungskraft der Spieler ist gefordert, denn mit der richtigen Begründung kann man fast jedes Objekt als passend zu jeder Frage erscheinen lassen.

Dreh- und Angelpunkt im Spiel ist ein Turm mit sechs Etagen und einem Dach. Dieser Turm hilft zum einen dabei, die Bildplättchen einer Spielrunde Schritt für Schritt in eine Reihenfolge, ein Ranking zu bringen und ist gleichzeitig auch Spielfortschrittsanzeige. Am Eingang des Turms (Feld 0) werden die Zählsteine (Holzpfeile) aller Mitspieler platziert. Von dort aus wandern sie langsam aber sicher ganz nach oben, um dort zu wenden und wieder nach unten zu ziehen. Die Pfeilspitze des Zählsteins gibt dabei die Bewegungsrichtung vor und derjenige, dessen Zählstein als erster das Ausgangsfeld "0" des Turms überschreitet, gewinnt das Spiel.

Zu Beginn erhält jeder Spieler sechs der insgesamt 120 Bildplättchen zufällig zugewiesen, die nur er sich ansieht und die er vor den Mitspielern geheim hält. Auf diesen Bildplättchen sind die unterschiedlichsten Gegenstände bzw. Objekte abgebildet und in jeder Spielrunde wählt jeder Mitspieler eines seiner Bildplättchen aus und legt es verdeckt in die Tischmitte. Die von den Spielern ausgewählten Bildplättchen werden durch weitere Plättchen vom allgemeinen Vorrat ergänzt, bis insgesamt sieben Bildplättchen bereit liegen. Damit nicht nachvollziehbar ist, welches Plättchen von welchem Spieler stammt, werden sie gemischt und anschließend offen nebeneinander an der dritten Etage des Turms angelegt.
Auf dem Dach des Turmes wird nun noch eine Flagge gehisst, ein Flaggenplättchen auf dem eine Frage zu lesen ist, und das Spiel kann beginnen.

Kommt ein Spieler an die Reihe, wählt er zwei Bildplättchen in derselben Etage - anfangs müssen das zwei Plättchen der dritten Etage sein - und bewertet sie mit mehr oder weniger sinnvollen Argumenten hinsichtlich der Fragestellung auf der Flagge. Lautet die Frage beispielsweise "Was mögen Frauen lieber" und es werden die Bildplättchen mit einem Fußball und einen Lippenstift verglichen, könnte man argumentieren, dass Frauen sich mehr auf das Schminken als auf den Fußballsport verstehen. Oder aber auch genau umgekehrt, da man vielleicht mit einer ganzen Damenfußballmannschaft befreundet ist und diesen Umstand als Argument bemüht.

Wie auch immer, ein Bildplättchen wird als besser passend eingestuft und eine Turmetage nach oben, das andere eine Turmetage nach unten verschoben, so dass im Laufe der Zeit ein Ranking entsteht und sich die Objekte herauskristallisieren, die (wohl) besser zur Frage passen. Sobald ein Bildplättchen die höchste Turmetage und ein anderes gleichzeitig die unterste Stufe erreicht hat, ist die Spielrunde beendet. Jeder gibt bekannt, welches Plättchen das seine war und zieht ein Neues vom verdeckten Vorrat nach. Abhängig davon, welche Stufe das Plättchen eines Spielers erreicht hat, bewegt sich dessen Zählstein nun am Turm entlang zunächst nach oben und nach Erreichen des Daches wieder nach unten. Hat kein Zählstein die Gesamtstrecke zurück gelegt und das Ausgangsfeld überschritten beginnt eine neue Runde.

Nun wäre das so wie bisher beschrieben relativ langweilig. Jeder würde sein eigenes Plättchen so oft wie möglich nach oben bringen um möglichst viele Schritte mit seinem Zählstein voran zu kommen. Damit dem aber nicht so ist, gibt es noch die Tippsteine. Jeder Mitspieler hat davon einen in jeder außer der eigenen Farbe. Sobald ein Spieler seinen nun Zug beendet hat, dürfen alle anderen den Tippstein des gerade aktiven Spielers auf einem beliebigen Bildplättchen, von dem sie annehmen, dass es dem entsprechenden Spieler gehört, einsetzten.
Wer also gar zu auffällig sein eigenes Bildplättchen nach oben bringt, der wird sich den einen oder anderen Tippstein "einfangen" und jeder passende Tippstein wird am Ende von der erreichten Etage des Bildplättchens eines Spielers abgezogen. Erreicht also beispielsweise ein Spieler mit seinem Bildplättchen die Etage 6 des Turms, hat aber vier Tippsteine seiner Farbe auf dem Plättchen, darf sein Zählstein nur zwei Schritte auf dem Turm voran ziehen. Nicht gerade üppig, wenn man die ganze (Argumentations-)Mühe bedenkt, die für das Erreichen der sechsten Etage gefordert war.

Es ist also zum einen wichtig in jeder Runde ein möglichst passendes Bildplättchen auszuwählen und zum anderen auf seine Argumentation beim beurteilen der Plättchen zu achten. Wer ein einigermaßen passendes Bildplättchen wählt und halbwegs nachvollziehbar argumentiert, der kann auch mal sein eigenes Bildplättchen nach oben bewegen ohne in einen Hagel von Tippsteinen zu geraten.

Auf der anderen Seite kann man auch wunderbar bluffen und ein Bildplättchen mit einer relativ fadenscheinigen Begründung nach oben ziehen, von dem man annimmt, dass es auch keinem der Mitspieler gehört (man will die Konkurrenz ja nicht unnötig unterstützen). Viele Tippsteine der eigenen Farbe landen dann möglicherweise auf diesem Bildplättchen und nicht auf dem eigenen und jeder Konkurrent hat nur einen Tippstein in jeder Mitspielerfarbe. Haben die Mitspieler die Tippsteine in der eigenen Farbe erst mal eingesetzt, kann man recht entspannt sein eigenes Plättchen pushen.

Ranking ist ein kurzweiliges Spiel das sich problemlos auch in die Kategorie "Partyspiel" einordnen lässt, eine Kategorie, mit der ich im allgemeinen nicht so viel anfangen kann. Doch Ranking ist da wohl eine Ausnahme, denn - eine passende Runde vorausgesetzt - kann man so richtig Spaß haben und in meinen Testrunden war das immer gegeben. Die zum Teil merkwürdigen Fragen und die mit Sicherheit teilweise noch merkwürdigeren Argumentationen gerade dieses und nicht das andere Bildplättchen als besser passend einzustufen sorgt für gute Unterhaltung und Kurzweil. Und so manches Mal ist man ziemlich überrascht, wenn ein Spieler sein Bildplättchen ohne einen Tippstein zu bekommen in die höchste Turmetage bringen konnte.

Ranking ist eigentlich kein Abendfüller, allerdings kann es durchaus dazu kommen, dass sich eine Partie an die nächste anschließt und ein Spieleabend schnell mal zu einem großen Teil mit dem Spiel Ranking verbracht wurde. Wer unsicher oder eher skeptisch ist, dem kann ich eine Probepartie nur wärmstens empfehlen, denn viele könnten dieses Spiel auf diese Weise lieben lernen. Mir hat es wesentlich besser gefallen, als ich erwartet hatte.

Vielen Dank an Hans im Glück für das Rezensionsexemplar!


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