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Bohnanza



Anzahl Spieler

Für 3 bis 5 Spieler
ab 12 Jahre


Spieldauer

Ca. 45 Minuten


Bewertung (max. 10)

7 Punkte (HOlg)

Weitere Bewertungen

10 Punkte (Thomas Fischer)


Verlag

Amigo
Amigo


Autor

Uwe Rosenberg


Bild



Sonstiges:

Jeder Spieler handelt mit Bohnen, die er auf seinen Feldern anbaut und dann möglichst gewinnbringend verkauft. Je mehr Bohnen gleicher Sorte ein Spieler auf einem Feld hat, desto höher ist der Profit beim Verkauf der Bohnen. Aber leider ist ein Spieler oft gezwungen, seine Bohnen viel zu früh zu Dumpingpreisen zu verkaufen. Und manchmal gibt es überhaupt nichts zu ernten. Ziel des Spiels ist es, die meisten Taler mit dem Bohnenhandel zu verdienen.
Die Bohnenzüchter können bis zu acht verschiedene Bohnensorten anbauen. Jede Sorte ist unterschiedlich häufig im Spiel und danach richtet sich auch der Wert der Bohnen beim Verkauf. D.h. je häufiger eine Bohne vorkommt (z.B. die "Blaue Bohne" kommt 20x vor, die Gartenbohne nur 6x) desto mehr Bohnen müssen auf einem Feld, das verkauft, wird angebaut worden sein um einen einigermaßen akzeptablen Preis zu erzielen. Wieviele Bohnen auf einem Feld angebaut werden müssen zum beim Verkauf 1, 2, 3 oder 4 Taler zu erhalten, kann man am "Bohnometer" am unteren Ende einer jeden Karte ablesen. Die Bohnentaler sind auf der Kartenrückseite abgebildet und eine verkaufte Bohne muß nur umgedreht werden, um sie zu Geld zu machen.
Zu Beginn des Spiels hat jeder Spieler die Möglichkeit, bis zu zwei Kartenreihen (Bohnenfelder) anzulegen. Ein drittes Bohnenfeld kann einmal während des Spielverlaufes für 3 Taler dazugekauft werden. Nachdem jeder Spieler 5 Bohnenkarten erhalten hat (sind die Karten einmal auf die Hand genommen, darf die Reihenfolge der Bohnen nicht mehr verändert werden), kann das Spiel beginnen. Der Spieler, der am Zug ist, muß fünf Aktionen durchführen:

1. Aktion: Bohnenkarte(n) ausspielen:
Die vorderste Karte auf der Hand des Spielers muß ausgespielt und angebaut werden (Ausnahme: Der Spieler hat keine Karten auf der Hand). Dadurch wird ein bereits bestehendes Bohnenfeld verlängert, falls die ausgespielte Bohne dazu paßt, oder es wird ein neues Bohnenfeld begonnen. Sind beide Bohnenfelder (später dann alle drei Bohnenfelder) belegt und die ausgespielte Bohne paßt zu keiner der bereits angebauten Bohnen, so muß ein Feld verkauft werden, um Platz für die neue Bohnenart zu schaffen. Dabei kann es auch passieren, daß ein Feld, daß man räumen muß überhaupt keine Taler einbringt, da noch zu wenige Bohnen darauf angebaut waren. Zu berücksichtigen ist, daß ein Feld, das nur aus einer Bohne besteht, nur dann geräumt werden darf, wenn kein anderes Feld mehr als eine Bohne hat.

2. Aktion: Handeln und Schenken:
In dieser Phase zieht der Spieler zwei Karten vom verdeckten Zugstapel und legt sie offen für alle sichtbar auf den Tisch. Diese beiden Karten darf der Spieler behalten, muß sie dann aber in der dritten Aktion auf eines seiner Bohnenfelder anbauen. Passen die Bohnen nicht auf die eingenen Felder, kann man auch versuchen diese bei den Mitspielern einzutauschen oder notfalls auch zu verschenken. Neben den beiden aufgedeckten Karten dürfen auch Karten aus der Hand angeboten werden und erfahrene Spieler können die Zusatzregel, daß auch zusätzlich noch mit Talern gehandelt werden kann, spielen. Auch beim Handeln darf die Reihenfolge der Bohnen auf der Hand nicht verändert werden, wobei aber auch Karten die weiter hinten auf der Hand sind, getauscht werden können. Auch wenn die beiden aufgedeckten Karten ihre Besitzer gefunden haben, darf weitergetauscht werden. Will kein Spieler mehr handeln oder Karten verschenken, kommt die 3. Aktion an die Reihe.

3. Aktion: Bohnen anbauen:
Alle Spieler legen nun ihre erhandelten Bohnenkarten auf ihre Felder. Hat der Spieler, der gerade an der Reihe ist, eine oder beide der aufgedeckten Bohnenkarten aus der 2. Aktion für sich behalten, oder ist sie nicht an seine Mitspieler losgeworden, dann muß er sie jetzt auf seine Felder ablegen. Ist das nicht möglich, muß er vorher eines seiner Bohnenfelder (vgl. Aktion 1) verkaufen.

4. Aktion: Neue Bohnenkarten ziehen:
Während dieser Aktion zieht der Spieler, der am Zug ist einzeln nacheinander drei Bohnenkarten vom Zugstapel und nimmt sie in der Reihenfolge des Ziehens auf die Hand. Die neuen Karten müssen hinter die alten Karten auf der Hand gesteckt werden. Danach ist der im Uhrzeigersinn folgende Spieler an der Reihe und beginnt mit seiner ersten Aktion.
Alle Spieler dürfen zu jeder Zeit, also auch, wenn si nicht an der Reihe sind, alle Bohnenkarten eines Feldes verkaufen. Das gleiche gilt für den Kauf eines dritten Bohnenfeldes. Auch können sich die Spieler ständig irgendwelche Versprechungen machen, die sie dann jedoch nicht unbedingt einhalten müssen.
Ist der Zugstapel aufgebraucht, wird der offenen Ablagestapel gemischt und zum neuen Zugstapel. Wird der Zugstapel während der zweiten Aktion eines Spieler zum drittenmal leer, darf die Handels- und Anbauphase noch zu Ende gespielt werden. Wird der Zugstapel während der vierten Aktion eines Spieler zum drittenmal leer, ist das Spiel sofort beendet. Jeder Spieler darf jetzt nur noch seine Bohnenfelder in Taler umtauschen, die Karten auf der Hand zählen nicht mehr. Wer nun die meisten Bohnentaler besitzt, ist der Sieger.
Bohnanza ist ein sehr interaktves, gewitztes Kartenspiel. Gerade das "hinten-anstecken" und "vorne-abspielen" der Handkarten bringt ungeahnte Zwänge und taktische Möglichkeiten ins Spiel. Wie gerne wird mancher eine bis zwei Handkarten los, nur um an ein hervorragendes Saatgut zu gelangen. Die knappen 6 Gartenbohnen sind oft wichtige "Trümpfe", während "Blaue-" und "Feuerbohnen" in größeren Mengen auftreten.

Erweiterung: La Isla Bohnita
Mit dieser Erweiterung sticht Bohnanza in See. Den Bohnenhändlern sind mehr Möglichkeiten zum Anbauen und Handeln von Bohnen gegeben aber das Geschäft ist auch gefährlicher geworden, denn ein Transport von Bohnen per Schiff kann durch einen Piratenangriff in Gefahr geraten.
Jeder Spieler erhält zunächst Bohnenkarten. Der Startspieler drei, der linke Nachbar vier, der nächste im Uhrzeigersinn folgende fünf und alle anderen sechs. Zusätzlich jedoch erhält jeder auch ein Handelsschiff und eine Hafenkarte. Die Insel "La Isla Bohnita" wird in die Tischmitte gelegt, in jedem Hafen liegen fünf offene Bohnenkarten.
Die erste Phase, das Ausspielen von Bohnenkarten ist identisch geblieben. Phase zwei, das Handeln und Schenken, wurde noch um die Aktionen Schiffahrt und Kaperfahrt erweitert. Desweiteren können diese Aktionen nun in beliebiger Reihenfolge und auch beliebig oft hintereinander ausgeführt werden. Die Handelsaktionen werden wie im Grundspiel durchgeführt, nachdem der am Zug befindliche Spieler zwei Karten vom Stapel offen aufgedeckt hat.
Der Spieler, der am Zug ist, hat zusätzlich die Möglichkeit der Schiffahrt. Er kann mit seinem Schiff von seinem Heimathafen zu einem Hafen der Insel "La Isla Bohnita" fahren oder von dort aus zum Heimathafen. Diese Fahrten können beliebig oft wiederholt werden. Wer zur Insel fährt, nimmt die oberste Karte der Bohnenreihe eines Hafens (er darf auch mehrere nehmen, wenn mehrere gleiche Bohnenkarten hintereinander liegen!) und legt sie in sein Schiff. Es dürfen jedoch nur Bohnen einer Sorte in einem Schiff transportiert werden. Diese Bohnen dürfen nicht mehr angebaut werden!
Sobald ein Spieler ein Piratenschiff gekauft hat, kann er in dieser Phase auch eine Kaperfahrt unternehmen. Das Piratenschiff kann in die Heimathäfen der anderen Spieler geschickt werden und dort vor Anker liegende Handelsschiffe angreifen. Der angegriffene Spieler erhält sofort die Möglichkeit, die Schiffsladung zu verkaufen. Wird dies nicht getan (oder kann es nicht getan werden), erbeutet das Piratenschiff eine Bohnenkarte aus dem Schiff, sie wird auf das Piratenschiff gelegt. Ein Piratenschiff kann innerhalb eines Zuges beliebig oft, jedes Handelsschiff aber nur einmal, angreifen. Auch in einem Piratenschiff dürfen nur Bohnen gleich
er Sorte gelagert sein. Die Bohnen eines Piratenschiffes können jederzeit auf ein (geeignetes) eigenes Handelsschiff umgelagert werden. Der Bohnenanbau erfolgt wie im Grundspiel.
Die Aktion "Neue Bohnenkarten nachziehen" ist leicht geändert. Der Spieler zieht entsprechend der Mitspielerzahl unterschiedlich viele Bohnenkarten nach. 3 Karten bei 3 und 4, 4 Karten bei 5 und 5 Karten bei 6 oder 7 Mitspielern. Liegen in einem "La Isla Bohnita - Hafen" keine Bohnenkarten mehr, werden dort 5 neue Bohnenkarten vom Stapel ausgelegt.
Die Bohnen der Bohnenfelder eines Spielers sowie die Schiffsladungen können jederzeit verkauft werden. Für die Schiffsladungen gilt, daß sie komplett verkauft werden und mindestens einen Taler einbringen müssen. Abgeerntete Bohnen von Bohnenfeldern müssen nicht sofort verkauft werden, sie können auch auf Handelsschiffe verfrachtet und so zum späteren Verkauf aufgehoben werden.
Jeder Spieler kann im Verlauf des Spiels das bekannte dritte Bohnenfeld kaufen sowie ein zweites Handelsschiff und ein Piratenschiff. Die Kosten hierfür werden durch die Mitspielerzahl festgelegt. Das Spielendet unter den gleichen Bedingungen wie das Grundspiel.
Zusammen mit dieser Erweiterung kam auch eine Regel für 2 Spieler, das sog. "Bohnenduell". Geringe Regeländerungen ermöglichen es nun auch nur zwei Spielern sich im "Bohnenwettanbau" zu messen.

Vielen Dank an Amigo für das Rezensionsexemplar!


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