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Merkator



Anzahl Spieler

Für 1 bis 4 Spieler
ab 12 Jahre


Spieldauer

Ca. 60 bis 120 Minuten


Bewertung (max. 10)

7 Punkte (HOlg)



Verlag

Lookout Games
Lookout Games


Autor

Uwe Rosenberg


Bild



Sonstiges:

Im Krieg lässt sich gut Geld verdienen, insbesondere wenn man moralische Bedenken hinter sich lässt. Dann kann man seinen Profit beispielsweise dadurch verdoppeln, dass man ganz einfach beide Kriegskontrahenten beliefert. Im Spiel Merkator aus dem Hause Lookout Games agieren die bis zu vier Mitspieler in Hamburg zu Zeiten des dreißigjährigen Krieges und versuchen genau das, nämlich profitabel Handel zu treiben, ohne Rücksicht auf Verluste.

Die Waren werden im Spiel durch farbige Holzwürfel dargestellt, wobei jede Farbe zwei Warenarten repräsentiert. Welche Ware ein Farbwürfel dann tatsächlich darstellt, ergibt sich durch seine Lagerung im Kontor eines Spielers. Ein schwarzer Würfel kann beispielsweise im Feld "Kupfer" oder im Feld "Eisen" abgelegt werden und zählt dann entweder als die eine oder die andere Ware.
Diese Waren benötigen die Spieler um Handelsaufträge zu erfüllen, auf denen Art und Zahl der benötigten Waren zu sehen sind und natürlich auch der Ort, an dem diese abgeliefert werden müssen. Schnell dürfte einem der grobe Spielverlauf klar werden.

Es wird viel gereist um Aufträge zu erfüllen und durch eben diese Reisen gelangen die Spieler auch immer wieder an neue Waren. Wer einen Ort besucht, d.h. den neutralen Merkatorstein auf einen Ort setzt, darf sich alle dort evtl. ausliegenden Warenwürfel nehmen und in sein Kontor legen. Doch neben den angebotenen Waren und den zu erfüllenden Aufträgen gilt es bei der Wahl des Reiseziels weit mehr zu beachten. Beispielsweise, dass eine Reise unter Umständen Zeit und damit die Abgabe von Zeitmarkern kostet. Auf manchen Reisen lässt sich allerdings auch wieder Zeit sparen und man erhält Zeitmarker von einem Tableau um diese für aufwändigere Reisen oder das Mitreisen mit einem Mitspieler zu sparen. In Notfällen lassen sich mittels Zeitmarker auch mal dringend benötigte Waren beschaffen, wobei für eine Ware immer vier Zeitmarker abgegeben werden müssen.

Neben der Zeitplanung muss noch berücksichtigt werden, dass alle Mitspieler die Möglichkeit des Mitreisens haben - die notwendigen Zeitmarker vorausgesetzt - und dann natürlich ebenfalls Geschäfte abwickeln können. Ein Reiseziel muss einem selbst also mindestens ebenso viel nutzen wie der Konkurrenz und schließlich hängt vom gewählten Reiseort auch der Warennachschub ab. Wurde ein sog. Hauptort bereist, erhalten alle durch Linien verbundenen Nachbarorte einen zusätzlichen Warenstein und war das Ziel ein Nebenort, erhalten alle Hauptorte einen zusätzlichen Warenstein, die schon mindestens über die am Nebenort angegebene Anzahl an Waren verfügen.

Früher oder später werden die ersten Aufträge erfüllt, die jedoch kein Geld, dafür aber weitere Aufträge einbringen. Diese Aufträge sind in Stufen unterteilt und ein neuer Auftrag ist immer von der nächst höheren Stufe. Außerdem können Aufträge zu Beginn eines Spielerzuges für Investitionen verwendet werden. Hat ein Spieler mehr als fünf Aufträge muss er sogar einige für Investitionen aufgeben. Das klingt jetzt etwas negativer als es ist, denn für Investitionen verwendete Aufträge können dann zwar nicht mehr erfüllt werden, allerdings nutzen die damit erworbenen Bonus- und Gebäudekarten normalerweise weit mehr. Erstere bringen zusätzliche Waren, letztere Siegpunkte.

Sobald die letzte Zeitmarke vom Tableau genommen oder der Auftrag der höchsten Stufe (Westfälischer Friede) vergeben wird, beginnt die letzte Runde. Die Werte der Aufträge und die Boni durch Gebäude werden addiert und so die Gesamtpunktzahl der Spieler und damit der Gewinner ermittelt.

Merkator ist ein Optimierungsspiel mit reichlich Spielmateriel. Relativ trocken, mit funktionierenden Mechanismen und teilweise aufgesetzt wirkendem Thema. Man ist über die gesamte Spieldauer mit Optimierungsaufgaben beschäftigt, erfüllt Aufträge (einige auch mehrmals, denn erfüllte Aufträge müssen nicht abgegeben werden) und versucht sich möglichst die Gebäudekarten zu sichern, die zum eigenen bisherigen Spiel passen, um bei Spielende möglichst viele Siegpunkte zu haben. Nicht mehr und nicht weniger.

Wenn sich die abstrakten Mechanismen von Merkator auch nicht immer hundertprozentig in die Spielthematik einfügen, so wie das in meinen Augen beispielsweise bei Agricola der Fall ist, und diese sich an manchen Stellen irgendwie unpassend anfühlen, so passt Merkator dennoch eindeutig in die Reihe der Rosenberg-Spiele und damit ist auch die Zielgruppe bzw. die Spieler, denen Merkator sicherlich gefallen dürfte, festgelegt. Wie gewohnt gibt es eine Solitärvariante, die wie üblich recht gut funktioniert.

Mir gefällt Merkator zwar gut, jedoch ist es aus meiner Sicht nicht Rosenbergs bestes Spiel.

Vielen Dank an Lookout Games für das Rezensionsexemplar!


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