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Angriff der Aliens aus dem All



Anzahl Spieler

Für 2 bis 8 Spieler
ab 13 Jahre


Spieldauer

Ca. 20 bis 30 Minuten


Bewertung (max. 10)

8 Punkte (HOlg)



Verlag

Heidelberger Spieleverlag
Heidelberger Spieleverlag


Autor

Mariox Porpor


Bild



Sonstiges:

Ein schwer beschädigtes interstellares Forschungsraumschiff, auf dem an einem Heilmittel gegen eine Alien-Seuche gearbeitet wurde, treibt manövrierunfähig im All. Der Grund: Eine Seuche ist an Bord ausgebrochen, verbreitet sich auf dem Schiff und verwandelt Crewmitglieder in blutrünstige Aliens. Offensichtlich wurde diese Seuche durch Aliens ganz gezielt gegen die Menschheit eingesetzt. Im Spiel Angriff der Aliens aus dem All geht es für die Mitspieler nun um das Überleben. Zumindest für diejenigen, die noch menschlich sind. Die infizierten Besatzungsmitglieder machen Jagd auf ihre ehemaligen Kollegen, deren einzige Rettungsmöglichkeit im Erreichen einer Rettungskapsel besteht.

Doch wer ist Freund und wer ist Feind. Keiner weiß das anfangs, denn wer infiziert ins Spiel startet und wer nicht, ergibt sich zufällig durch Charakterkarten. Das einzige, was man sicher weiß ist die eigene Gesinnung und damit der Ort auf dem Schiff, an dem man das Spiel beginnt. Alle Menschen starten an einem Ort des Raumschiffes, genauso wie alle Infizierten doch schon nach wenigen Spielzügen wird immer unklarer, wer sich wo aufhält. Klar, die Menschen versuchen auf schnellstem Weg eine Rettungskapsel zu erreichen und die Orte, an denen diese zu finden sind, sind auch den Infizierten bekannt. Der kürzeste Weg muss also nicht immer der sicherste sein, aber welchen Weg Menschen und Infizierte tatsächlich einschlagen ist Spekulation.

Jede Spielrunde besteht darin sich zu bewegen, wobei die Menschen sich dabei den Rettungskapseln zumindest auf Umwegen nähern und die Infizierten die Menschen erreichen und angreifen wollen. Denn bei einem Kampf zieht der nicht infizierte Mensch immer den Kürzeren.
Die Menschen können sich nur ein Feld weit bewegen, die Aliens bis zu zwei Felder und, sobald ein Alien einen Menschen "erwischt" hat, sogar drei Felder. Die Bewegung wird durch die Spieler gleichzeitig auf einem Zettel, auf dem auch das Raumschiff mit seinen Sektoren zu sehen ist, notiert. Man schreibt ganz einfach die Koordinaten seines neuen Aufenthaltsortes auf. An Ort und Stelle bleiben ist auch zulässig, auf Dauer aber nicht zielführend, und so verändern alle Spieler meist in jedem Zug ihre Position.

Neben den Startsektoren für beide Parteien und den Rettungskapseln gibt es auf jedem Raumschiff noch zwei weitere Arten von Sektoren. Die Sicherheits- und die Gefahrensektoren. Der Unterschied zwischen diesen beiden Sektorenarten besteht darin, dass nach dem Betreten eines Gefahrensektors vom entsprechenden Spieler grundsätzlich eine Gefahrenkarte gezogen werden muss. Dabei kann es unter Umständen dazu kommen, dass man seine Position allen bekannt geben muss. Manchmal muss man dies aber auch nicht und in einigen Fällen kann es sogar sein, dass man nicht unbedingt die richtigen Koordinaten angeben muss und so seine Verfolger auf eine Falsche Fährte bzw. die Gejagten in trügerischer Sicherheit wiegen kann.

Ein Infizierter kann unmittelbar nach seiner Bewegung einen Angriff erklären. In diesem Fall muss der Angreifer in einem Gefahrensektor keine entsprechende Karte ziehen, seine Position muss bei einem Angriff sowieso bekannt gegeben werden. Greift ein Infizierter an gibt er seinen Aufenthaltsort bekannt und jeder Spieler, infiziert oder nicht, der sich im selben Sektor aufhält ist aus dem Spiel. Ja, ja, Infizierte sind nicht wählerisch und wir hatten schon die Situation, dass ein Angriff nur Infizierte eliminiert hat und die Menschen relativ entspannt gen Rettungskapseln schlendern konnten.

Sobald 39 Runden gespielt wurden und noch nicht alle Menschen entkommen sind, endet das Spiel mit den Infizierten als Gewinner. Gleiches gilt, wenn alle Menschen eliminiert wurden. Die einzige Chance der Menschen auf den Sieg liegt im Erreichen der Sektoren mit den Rettungskapseln.

Nach einigen Spielen Erfahrung kann man nicht nur andere Raumschiffe verwenden, sondern auch Gegenstände ins Spiel bringen. Jedes Mal wenn auf einer gezogenen Gefahrenkarte ein entsprechendes Symbol zu sehen ist, darf der Spieler am Zug eine Gegenstandskarte ziehen. Maximal drei davon darf er besitzen, ggf. muss eine abgeworfen werden. Obwohl Infizierte keine Gegenstände benutzen dürfen, ziehen sie trotzdem entsprechende Karten. Zum einen dient das Anfangs der Geheimhaltung der eigenen Rolle und zum anderen können die Infizierten den Menschen so oft wertvolle Gegenstände vorenthalten.
Diese Gegenstände können recht hilfreich sein, allerdings verrät man mit ihrem Einsatz auch seine Rolle. Mit Scheinwerfern kann man Sektoren erkunden, Adrenalin erhöht kurzfristig die Zugweite auf zwei Felder, mit einigen Karten kann man Angriffen entgehen, selbst angreifen oder teleportieren.

Weitere Variationsmöglichkeiten bieten die Karten für die Rettungskapseln, mit denen man eine Rettungskapsel als funktionstüchtig oder defekt kennzeichnet. Sobald ein Mensch eine Kapsel erreicht, wird aus einem Pool von Rettungskapseln eine Karte gezogen und damit ermittelt, ob die eben erreichte Rettungskapsel funktioniert oder eine andere Kapsel erreicht werden muss. Hier kann man den "Schwierigkeitsgrad" regeln, in dem man die Anzahl an roten Rettungskapselkarten erhöht oder verringert.

Schließlich liegen dem Spiel noch drei vorgefertigte Szenarien bei. Weitere Szenarien lassen sich mit dem entsprechenden Editor auf www.eftaios.com auch selbst erstellen.

Angriff der Aliens aus dem All ist regeltechnisch und was die Ausstattung betrifft ein Leichtgewicht. Nicht aber was den Spielspaß angeht. Drei verschiedene Raumschiffe, jeweils optimiert für unterschiedliche Spielerzahlen bzw. auf die Erfahrungsstände der Mitspieler, sind dem Spiel in Form von Spielbögen beigelegt, auf denen auch die Spielzüge der Spieler festgehalten werden. Abgesehen davon findet sich in der Spielschachtel nur noch eine recht überschaubare Anzahl an Karten, das wars. Angesichts dieser Materialausstattung mag dem einen oder anderen der Preis deutlich zu hoch sein, allerdings dürfte er sich für viele durch den Spielspaß wieder rechtfertigen. Szenarien und Variationsmöglichkeiten sind trotzdem möglich und schon dabei, so dass auch längerfristiger Spielspaß gegeben ist.

Spannend ist es, in Gedanken durch die dunklen Gänge des Raumschiffs zu schleichen, entweder auf dem gefährlichen Weg zu einer Rettungskapsel oder als Infizierter auf der Jagd nach den verbliebenen Menschen. Die Bewegungen der Spieler müssen genau beobachtet und registriert werden. Zieht ein Spieler keine Gefahrenkarte muss er sich in einem Sicherheitssektor befinden, das schränkt die Zahl der möglichen Aufenthaltsorte schon mal deutlich ein. Und wiederholt sich das bei einem Spieler mehrfach, könnte man vermuten, dass er sich einige Züge gar nicht bewegt. Kritisch ist es, wenn ein Spieler (seine?) Koordinaten nennt. Stimmen diese? Können diese überhaupt stimmen? Kann der Spieler die angegeben Koordinaten in Zug X überhaupt schon erreicht haben? Wie passt die Angabe zu seinen bisherigen Aussagen.
Gerade als Mensch auf der Flucht gilt es möglichst glaubhafte Falschangaben bezüglich des eigenen Aufenthaltsortes zu machen, sobald man das darf. Infizierte sind zwar schnell, aber konnte man sie erst einmal an andere Ende des Schiffs locken, könnte ein beherzter spurt ausreichen um eine Rettungskapsel zu erreichen. Und so mancher Infizierter hat seine "Beute" schon in Sicherheit gewiegt um dann überraschend kurz vor einer Rettungskapsel sogar gleich mehrere Menschen zu "erwischen".

Angriff der Aliens aus dem All ist jedenfalls in meinen Testrunden recht gut angekommen, teilweise auch nach anfänglicher Skepsis! Wäre der vergleichsweise hohe Preis nicht, könnte man das Spiel uneingeschränkt empfehlen. Auf jeden Fall lohnt eine Testrunde und wer so viel Spaß dabei hatte wie ich, dem ist der Preis dann auch nicht zu hoch. Meine Wertung wäre nahe der vollen Punktzahl, wenn die Ausstattung dem Preis angemessener wäre (oder umgekehrt).

Weitere Informationen und einen Link auf die Spielregel erhält man auf der Produktseite Vom Heidelberger Spieleverlag: Angriff der Aliens aus dem All

Vielen Dank an Heidelberger Spieleverlag für das Rezensionsexemplar!


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