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Pantheon



Anzahl Spieler

Für 2 bis 4 Spieler
ab 10 Jahre


Spieldauer

Ca. 90 Minuten


Bewertung (max. 10)

7 Punkte (HOlg)



Verlag

Hans im Glück
Hans im Glück


Autor

Michael Tummelhofer


Bild



Sonstiges:

Der Titel Pantheon lässt es schon erahnen, in diesem Spiel geht es um Götter. Und Götter gewähren ihre Gunst denjenigen, die ihnen Bauten widmen oder Opfergaben darbringen. Im Spiel Pantheon von Hans im Glück erleben die bis zu vier Mitspieler das Entstehen und Vergehen von sechs Zivilisationen, denen sie im Ringen um die Gunst der Götter beistehen. Natürlich nicht ganz uneigennützig, denn das Bestreben der Spieler ist es dabei besonders erfolgreich zu sein, um am Ende das Spiel zu gewinnen und als Götterexperte in die Geschichte einzugehen. Da werden Säulen errichtet, die Epochen überdauern, Opfer (in Form von Karten) dargebracht und Opferstätten (in Form von Opferplättchen) errichtet.

Der Spielplan zeigt den in sechseckige Felder unterteilten antiken Mittelmeerraum auf dem die Startfelder von acht Zivilisationen, Bauplätze für Säulen und Felder für Beuteplättchen zu sehen sind. Das Spiel ist in sechs Epochen aufgeteilt und in jeder Epoche erlebt eine der zufällig aus den acht vorhandenen Völkern ausgewählten Zivilisation ihre Blütezeit. Das entsprechende Völkerplättchen wird auf die Rundenübersicht und ein Tempel auf das Startfeld der entsprechenden Zivilisation gelegt. In Abhängigkeit von der Mitspielerzahl werden zufällig Beuteplättchen, Halbgötter und Götter gezogenen. Erstere werden auf die entsprechenden Beutefelder rund um das Startfeld der Zivilisation verteilt, letztere, die Götter und Halbgötter, liegen neben dem Epochen-/Rundenanzeiger bereit.
Zum Schluss einer Epochenvorbereitungen kommt noch die spezielle Eigenschaft des aktiven Volkes zum Tragen. Manchmal dürfen Karten gezogen werden, ein anderes Mal muss die Kartenhand auf genau sieben Karten gebracht, d.h. ggf. auch reduziert werden usw.

Die Karten sind dann auch der Motor des Spiels und in drei Kategorien unterteilt. Zum einen gibt es Geldkarten für Einkäufe, dann gibt es Bewegungskarten um die Ausdehnung eines Volkes zu ermöglichen und schließlich noch Opferkarten um die Gunst von Gottheiten zu erlangen, die den Spielern im weiteren Spielverlauf das Leben deutlich leichter machen können. Die vier Aktionsmöglichkeiten eines Spielers drehen sich daher auch immer um diese Karten, die entweder eingesetzt oder nachgezogen werden können. Bei jedem Spielzug muss sich ein Spieler zwischen den im Folgenden geschilderten vier Aktionsmöglichkeiten entscheiden.

Im Rahmen einer Bewegungsaktion werden Karten mit Füßen, sog. Bewegungskarten benötigt. Die Anzahl der Füße auf den ausgespielten Bewegungskarten gibt vor, wie viele seiner Holzfüße/-säulen ein Spieler auf dem Spielplan auslegen darf. Dabei muss darauf geachtet werden, dass alle Füße und Säulen immer eine ununterbrochene Verbindung zum Tempel haben und das Einsetzen auf einem bereits besetzten Feld die doppelte Anzahl Füße/Säulen, nämlich zwei, erfordert und nur dann möglich ist, wenn dort nicht bereits zwei Füße/Säulen stehen. Auf normalen Feldern werden Füße, auf Feldern mit Säulensymbol müssen Säulen eingesetzt werden.
Derjenige Spieler, der diese Aktion wählt, erhält den großen neutralen Holzfuß, der zusätzlich zu seinen Bewegungskarten eine weitere Bewegung erlaubt. Doch nicht die Bewegungskarten sind bei dieser Aktion entscheidend sondern auch der Vorrat an Holzfüßen und Säulen der einzelnen Spieler. Es macht keinen Sinn sich mehr Bewegungen durch Karten zu "erkaufen", als man aufgrund seines Fuß- und Säulenvorrates durchführen kann. Bei Spielbeginn hat jeder "nur" vier Füße und drei Säulen, also einen recht überschaubaren Vorrat.

Sobald der aktive Spieler seine Bewegung beendet hat, haben reihum auch alle anderen Spieler die Möglichkeit Bewegungskarten zu spielen und ihre Holzfüße einzusetzen. Ziel dieser Bewegungen sind die Beute- und Säulenfelder, denn dort warten Siegpunkte. Säulen bringen bei Spielende Siegpunkte in Abhängigkeit ihrer Anzahl, also 1 bis 3 Säulen 1 Punkt pro Säule, 4 bis 7 Säulen 2 Punkte pro Säule, 8 bis 11 Säulen 3 Punkte pro Säule und alle 12 Säulen je 4 Punkte.
Beuteplättchen können Siegpunkte oder Vergünstigungen während des Spiels bedeuten. Halbgötter beispielsweise bringen anlässlich der beiden Wertungen im Spiel den aufgedruckten Wert an Siegpunkten, manche Beuteplättchen bringen dauerhaft zusätzliche Bewegungen, zusätzliche Säulen und/oder Füße, Karten usw.

Bei einer Kaufaktion sind Geldkarten wichtig. Mit diesen können Opferplättchen erworben oder aufgewertet werden, auf deren Funktion ich später noch näher eingehe, oder weiter Füße und Säulen. Man kann pro eingesetzter Münze auch eine Fuß oder eine Säule auf den Spielplan bringen und damit möglicherweise weitere Beuteplättchen erlangen ohne eine Bewegungsaktion durchführen zu müssen.

Die dritte Aktionsmöglichkeit besteht im Erwerb von Götterplättchen. Diese bringen von Epoche zu Epoche mehr Siegpunkte und gewähren eine Gunst, die man manchmal sofort und einmalig wirkt manchmal dauerhaft im weiteren Spielverlauf genutzt werden kann. Sie bringen zusätzliche Karten, Bewegungen, Geld, manchmal eine weitere Gottheit oder einen Doppelzug usw.
Allerdings muss man den Göttern schon etwas bieten, man muss ihnen Opfer darbringen. Diese Opfer können in Form von Karten oder Opferplättchen dargebracht werden, die es aus den Bereichen "Gaben", "Priester", "Tänzer" und "Tempel" gibt. Während Opferkarten abgegeben werden müssen reicht es die Opferplättchen zu besitzen, sie müssen auch dann nicht abgegeben werden, wenn sie für ein Opfer verwendet werden. Ein nicht zu unterschätzender Faktor.
Investitionen in Opferplättchen lohnen also meist, und wer die Mittel für höherwertige Opferplättchen nicht auf einmal aufbringen kann oder will, der steigt zunächst mal klein an und wertet die Opferplättchen in späteren Kaufaktionen auf.

Sollte mal keine der genannten Aktionsmöglichkeiten möglich oder sinnvoll sein, dann bleibt nur das Ziehen von drei Karten.

Sobald das letzte Götter- oder Beuteplättchen genommen wird, endet die laufende Epoche, das aktuelle Volk erfährt seinen Niedergang und der aktive Spieler erhält drei Siegpunkte. Bevor die nächste Epoche mit einem neuen Volk beginnt, entfernen alle Spieler ihre (Holz-)Füße vom Spielplan und legen sie zurück in ihren Vorrat. Übrig gebliebene Götter- und Beuteplättchen werden entfernt und eine neue Zivilisation ermittelt und vorbereitet.

Nach der dritten und sechsten Epoche kommt es zu Wertungen bei denen Säulen und Halbgötter Punkte bringen und nach Epoche 6 endet das Spiel mit einem Gewinner.

Pantheon spaltet die Gemüter. Viele finden es super, genauso viele finden es schlecht und einige wenige liegen irgendwo dazwischen. Mir für meinen Teil gefällt Pantheon, nicht zuletzt wegen des Themas, das mich sehr anspricht. Spielerisch, da kann man den Kritikern des Spiels nicht wirklich widersprechen, ist der Zufall doch immer mit von der Partie. Das wäre weniger schlimm, wenn das nicht auch noch mit einer relativ langen Spieldauer verbunden wäre. Wer in den Genuss eines guten Spielstarts kommt, der hat beste Siegchancen und trotzdem bleibt es meist spannend, denn selten ist ein und demselben Spieler das Glück während einer ganzen Partie Pantheon gewogen.

Strategien lassen sich nur bedingt umsetzen, denn die beste Säulenstrategie hilft nichts, wenn man die für die Bewegung notwendigen Karten nicht auf die Hand bekommt. Umgekehrt spekuliert es sich schlecht auf Götter, wenn man keine Opferkarten hat. Aber flexibles Taktieren ist möglich. Hab ich keine Opferkarten um Götter zu beeindrucken, dann müssten ja genug Geldkarten für Opferplättchen vorhanden sein oder zumindest Bewegungskarten um ein paar Siegpunkte durch Säulen zu ergattern. Wer dann nicht stur an seiner ursprünglichen Strategie festhält kann trotz allem und immer noch ganz gut abschneiden, im Kampf um die Gunst der Götter.

Die Ausstattung des Spiels ist einwandfrei und es ist inzwischen schon eine "Hans im Glück Tradition", dass etliche Ziptütchen beiliegen und das Spielmaterial nicht lose in der Schachtel herumbollern muss.

Mir hat Pantheon gefallen und ich möchte daher jeden zumindest eine Testpartie ans Herz legen, denn trotz aller (teilweise berechtigter) Kritik, die zu lesen ist, ist das Spiel in meinen Augen bis auf wenige Ausnahmen kurzweilig und spannend.

Vielen Dank an Hans im Glück für das Rezensionsexemplar!


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