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Thunderstone - Die Wächter von Doomgate



Anzahl Spieler

Für 1 bis 5 Spieler
ab 12 Jahre


Spieldauer

Ca. 45 bis 60 Minuten


Bewertung (max. 10)

7 Punkte (HOlg)



Verlag

Pegasus
Pegasus


Autor

Mike Elliot


Bild



Sonstiges:

In der Welt von Thunderstone geht es Schlag auf Schlag! Kaum sind die letzten Gefahren und Geheimnisse der ersten Erweiterung Thunderstone - Zorn der Elemente erkundet, gibt es mit der zweiten Erweiterung Thunderstone - Die Wächter von Doomsgate neuen Nachschub und eine dritte Erweiterung - Drachenturm - steht schon in den "Startlöchern". Wie zu erwarten ändert sich am bewährten Spielmechanismus nichts Grundlegendes. Die Erweiterung bestehen aus neuen Monstern, neuen Helden, neuen Dorfkarten und neuen "Krankheiten". Diese insgesamt mehr als 300 neuen Karten bringen jedoch reichlich frischen Wind ins Spiel und erfordern immer mehr Geschick beim Deck-Building.

Wieder gilt es einen Donnerstein zu finden und diesmal wird er von Kultisten, dem Orden der Wächter von Doomgate, bewacht. Doch diesen neuen Gegnern kann man sich frisch gewappnet stellen. Zwei neue Kartentypen, die Söldner und die Schätze, sind oft eine große Hilfe und besonders erwähnenswert, da sie neben den neuen Krankheitskarten die beiden "echten" Neuerungen im Spiel sind.

Während Söldner bei Dorfbesuchen angeheuert werden können sind die Schätze im Dungeon zu finden. Sie werden in das Dungeondeck zusammen mit den Monstern eingemischt und können beim Auffüllen des Dungeons auftauchen. Natürlich bleiben diese Schätze dann nicht im Dungeon liegen sondern der aktive Spieler gilt als der glückliche Finder des Schatzes und darf ihn bis zu seiner Verwendung vor sich ablegen. Der Dungeon wird anschließend mit einer Ersatzkarte aufgefüllt. Solche Schätze können beim Kampf oder beim Einkauf im Dorf hilfreich sein und müssen zerstört werden, um ihren Effekt zu nutzen, sie gewähren also "nur" einen einmaligen Bonus.

Die Söldner sind interessant, da sie oft eine Doppelfunktion haben, d.h. sowohl im Dorf als auch im Dungeon nützlich sind. Mit ihnen bekommt man Karten ins Deck, die eigentlich immer genutzt werden können und nicht die Kartenhand blockieren.

Aber es gibt auch Karten die man so gar nicht gebrauchen kann, die Krankheiten. Und als ob es nicht schon schlimm genug wäre, dass diese Karten die Hand blockieren und sich negativ auf einen evtl. geplanten Angriff auswirken, kommen die neuen "Speziellen Krankheiten" teilweise mit ganz unterschiedlichen und heftigen Auswirkungen daher. Da erhöhen sich die Einkaufspreise im Dorf ganz drastisch um drei Goldstücke, einige verringern die Stärke andere bedeuten bei Spielende sogar Minuspunkte.

Doch nicht nur die speziellen Krankheiten haben es in sich. Die neuen Monster sind schon heftige Brocken und dabei ist der Schwarm, der im Grunde nichts anderes als die Horde aus der Erweiterung Zorn der Elemente ist, noch das Harmloseste. Viele Monster haben unangenehme Durchbrucheffekte bei denen auch immer wieder Helden geopfert werden müssen und das wirkt sich spätestens dann heftig aus, wenn die Milizen aufgerieben sind. Und oftmals müssen auch ganz gezielt Helden einer bestimmten Stufe geopfert werden und man kann keine Milizen verheizen.

Alles in allem bietet diese zweite Erweiterung relativ wenig Neues. Söldner und Schätze, alles andere sind Variationen von Bekanntem (Monster, Wächter, Helden, Krankheiten usw.). Der Spielmechanismus wird nicht erweitert die neuen Möglichkeiten der Spieler halten sich in Grenzen. Speziell der Schwarm ist eine wenig kreative "Neuerung", falls man überhaupt von einer Neuerung sprechen kann. Er ist nahezu identisch mit der Horde aus Zorn der Elemente.

Die Funktionen der Karten werden komplexer, der Schwierigkeitsgrad steigt, das wars und das ist mir ein bisschen zu wenig. Im Gegensatz zu den bisherigen Dominionerweiterungen bringen Die Wächter von Doomgate zu wenig neue Möglichkeiten ins Spiel und es bleibt zu hoffen, dass sich das mit der nächsten Erweiterung ändert. Und mit der nächsten Erweiterung könnten sich auch die Sortierhilfen endlich mal ändern, damit sich das Spiel vernünftig einpacken und verstauen läßt. Nach wie vor sind die Sortierhilfen zu groß und die Schachtel lässt sich nicht vernünftig schließen.

Gleichwohl werden Fans von Thunderstone auch an dieser Erweiterung nicht vorbei kommen und sei es nur um alle Karten komplett zur Auswahl zu haben. Thunderstone-Liebhaber dürften auch mit dem steigenden Schwierigkeitsgrad kein Problem haben, diesen möglicherweise sogar begrüßen und auch sehr schnell über die nötige Erfahrung verfügen um eine ausgewogene Kartenauswahl für eine Partie zusammenzustellen. Dieser Aspekt ist nämlich noch wichtiger geworden denn - um mal ein überzeichnetes Beispiel aufzuzeigen - an einer Partie mit vielen Helden und Waffen mit magischen Angriffen und vielen Monstern mit Immunität gegen magische Angriffe wird man nicht wirklich Freude haben. Das Zufallsprinzip bei der Kartenauswahl kann also auch mal ganz schön für Frust sorgen.

Wer nun eine Diskrepanz zwischen diesem Text und meiner Punktwertung erkennt, der möge berücksichtigen, dass ich mich eindeutig zu den Thunderstone-Liebhabern zähle und auch versuche mein möglicherweise überzogene Erwartungshaltung etwas "rauszurechnen". Sie ist ja auch nicht schlecht, diese zweite Erweiterung, nur hatte ich deutlich mehr erwartet, vielleicht auch einfach zu viel.

Vielen Dank an Pegasus für das Rezensionsexemplar!


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