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Rapa Nui



Anzahl Spieler

Für 2 bis 4 Spieler
ab 10 Jahre


Spieldauer

Ca. 30 bis 45 Minuten


Bewertung (max. 10)

7 Punkte (HOlg)



Verlag

Kosmos
Kosmos


Autor

Klaus-Jürgen Wrede


Bild



Sonstiges:

Als Stammeshäuptling hat man es auch nicht immer leicht. Im Spiel Rapa Nui von Kosmos können das bis zu vier Spieler jetzt nachempfinden, die als Häuptlinge eines Stammes auf der Osterinsel - auch Rapa Nui genannt - zwar innerhalb ihres Stammes das Sagen haben, sich aber im Vergleich zu den anderen Häuptlingen erst noch durchsetzen und größeren Ruhm als die anderen erlangen müssen. Dabei gilt es viele wichtige Entscheidungen zu treffen um den aufstrebenden Stamm voran zu bringen. Holzfäller müssen mit dem Bau von Moais betraut werden, Priester tragen sowieso zur Ruhmessteigerung bei, müssen also auch in den Stamm integriert werden, Jäger und Sammler sollten dafür sorgen, dass immer genug Opfergaben vorhanden sind und dann ist da noch die Entscheidung welche Opfergaben erbracht werden sollen. Letztere ist eine der wichtigsten Entscheidungen, denn Opfergaben bringen am Ende Ruhmespunkte und zwar umso mehr, je mehr Opfergaben der entsprechenden Art während des Spiels dargebracht wurden.

Anfangs sind die Stämme der Spieler noch recht überschaubar. Je ein Holzfäller steht in Form einer vor dem jeweiligen Spieler ausgespielten Karte bereit, je drei Jäger und Sammler warten auf den Kartenhänden der Spieler auf ihren Einsatz und von den vier im Spiel vorhandenen Arten von Opfergaben hat jeder Spieler von jeder Sorte zunächst eine Karte. Daneben werden auch Moais und Priester durch Karten dargestellt und aus all diesen Karten (außer den Opfergaben) werden insgesamt 16 Karten in vier Spalten zu je vier Karten aufgefächert in einer Auslage bereitgestellt, so dass immer nur die unterste Karte ganz zu sehen ist. Der Rest bildet den Nachziehstapel.

Kommt ein Spieler an die Reihe hat er zunächst die Möglichkeit eine weitere Opfergabe zu erwerben, die mit fünf Holz "bezahlt" werden muss. Opfergaben bringen am Ende Sieg- bzw. Ruhmespunkte und während bei Spielbeginn noch nicht klar ist, welche Opfergaben am Ende die wertvollsten sein werden, kristallisiert sich das im Laufe des Spiels für den aufmerksamen Beobachter immer deutlicher heraus. Alle geopferten Gaben liegen auf dem Opferstein und werden bei Spielende gezählt. Diejenigen, die am häufigsten geopfert wurden, bringen am Ende die meisten Punkte und sollten daher noch möglichst zahlreich im Stamm vorhanden sein.

Als zweite Aktion wird mindestens eine Karte ausgespielt und ergänzt die Auslage eines Spielers und damit dessen Stamm. Ein Holzfäller oder Priester kann ohne "Kosten" ausgespielt werden. Für einen Moai sind sieben Holz abzugeben, dafür bringen diese am Ende auch je vier Ruhmespunkte und lösen unmittelbar nach dem Ausspielen eine sog. Opferrunde aus. Reihum muss dabei jeder Spieler der Opferkarten besitzt eine davon offen auf den Opferstein legen. Der aktive Spieler tut dies als letzter und legt seine Opferkarte verdeckt und zusätzlich eine beliebige von den Opferkartenstapeln offen auf den Opferstein. Wie wir ja schon wissen bestimmen die Opfergaben am Ende den Wert der übrig behaltenen Opferkarten und man kann Einfluss darauf nehmen.

Von den Jägern und Sammlern können auch mehrere gleichartige, also z.B. zwei oder drei Fischer, zusammen ausgespielt werden. Während eine einzelne dieser Karten kostenlos ausgespielt werden kann, ist für jede weitere Karte je ein Holz abzugeben.

Damit die ausgespielten Karten "Früchte" tragen, müssen sie gewertet werden und das kann man beim Nachziehen von Karten aus der allgemeinen Auslage herbeiführen. Der aktive Spieler wählt Karten aus dieser allgemeinen Auslage, bis er wieder drei auf der Hand hat, wobei jeweils nur die in den vier Spalten ganz unten liegenden Karten gewählt werden können. Dabei werden dann die darunter liegenden Karten wählbar und die letzte auf diese Weise freigelegte Karte gibt die zu wertenden Karten der Spielerauslagen vor.

Werden die Holzfäller gewertet, erhält jeder Spieler pro ausliegenden Holzfäller ein Holz, bei einer Priesterwertung bringt jeder Priester einen Ruhmespunkt und bei Moaiwertungen kann man wählen, ob man pro Moai ein Holz oder einen Ruhmespunkt möchte. Derjenige, der die meisten der gewerteten Kartenart in seiner Auslage hat, erhält einen Bonus von einem Holz bzw. einem Ruhmespunkt.
Die Jäger und Sammler stellen bei der Wertung eine kleine Ausnahme dar. Die Spieler erhalten hier nicht pro ausliegendem gewerteten Jäger und Sammler eine entsprechende Opfergabe, sondern immer nur eine einzige Opfergabe pro Wertung.

Sobald eine Spalte der allgemeinen Auslage leer ist, wird sie mit vier neuen Karten vom Nachziehstapel aufgefüllt und ist der Nachziehstapel aufgebraucht endet das Spiel sofort mit einer Schlusswertung, bei der zu den bisher durch Moai- und Priesterwertungen gesammelten Ruhmespunkte noch vier Punkte pro Moai und ein Ruhmespunkt für je fünf Holz addiert werden. Die Opferkarten bringen 0, 1, 2 oder 3 Ruhmespunkte, je nachdem wie oft entsprechende Opferkarten auf den Opferstein gelegt wurden. Gewonnen hat der Spieler mit den meisten Ruhmespunkten, bei Gleichstand ist die Zahl der Moais entscheidend.

Rapa Nui ist ein flottes Kartenspiel mit einigen taktischen Möglichkeiten. Grundlage für ein erfolgreiches Abschneiden sind die Holzfäller, denn ohne Holz keine Moais und keine Opferkarte zu Beginn eines Spielerzuges. Bei allem anderen kann man sich durchaus mal spezialisieren und wird das teilweise sogar müssen, denn alles lässt sich in einer Partie nicht effektiv umsetzen. Priester bringen unmittelbar Siegpunkte, vorausgesetzt sie kommen auch einige Male zur Wertung, genauso wie Moais, die zwar "teuer" sind aber zusätzlich je vier Ruhmespunkte am Ende einbringen und eine Opferrunde auslösen, bei der man als aktiver Spieler zwei Opferkarten beisteuern kann, eine sogar verdeckt, und damit nicht unerheblich auf die Schlusswertung der Opferkarten Einfluss nehmen kann.

An den Opferkarten führt kein Weg vorbei, denn drei Punkte, die ja pro Karte theoretisch möglich sind, könnten am Ende dann doch oft spielentscheidend sein. Es empfiehlt sich also das ein oder andere Mal gleich mehrere gleiche Jäger und Sammler auf einmal auszuspielen und nach Möglichkeit gleich zu werten. So bekommt man schnell einige günstige Opferkarten auf die Hand, die dann nur noch Punkte bringen müssen. Gefährlich wird es allerdings dann, wenn man mit seinen Opferkarten zu sehr geizt, zu wenige opfert und am Ende kaum oder gar keine Punkte dafür erhält. Den Opferstein sollte man also im Auge behalten und am besten oft selbst Auslöser für eine Opferrunde sein um die Schlusswertung möglichst günstig gestalten zu können.

Beim Nachziehen gilt es abzuwägen welche Karten man benötigt und welche Wertungen man auslösen kann. Oft ist die zweitbeste Karte die bessere Wahl, wenn man dadurch eine ertragreiche Wertung auslösen kann. Genauso oft kann es aber auch vorkommen, dass man besser auf eine lukrative Wertung verzichtet um dringend benötigte Karten auf die Hand und später in die eigene Auslage zu bekommen. Strategische Planungen sind nur bedingt möglich, taktisches Optimieren allerdings notwendig und wenn dann noch "das nötige Quentchen Glück" dazukommt, steht dem Sieg nichts mehr im Wege.

Rapa Nui ist ein Kartenspiel, das den Spielern trotz relativ einfacher Regeln zahlreiche Möglichkeiten zu Punkten an die Hand gibt, und die gilt es erst einmal in den Griff zu bekommen. Die Schlusswertung kann so manches Spiel noch drehen und sorgt durch die teilweise verdeckt gelegten Opferkarten für Spannung bis zum Schluss.

Vielen Dank an Kosmos für das Rezensionsexemplar!


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