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Brainrun



Anzahl Spieler

Für 2 bis 20 Spieler
ab 16 Jahre


Spieldauer

Ca. 30 bis 90 Minuten


Bewertung (max. 10)

6 Punkte (HOlg)



Verlag

Redmaze
Redmaze


Autor

Marc Böttenberg
Marc Böttenberg


Bild



Sonstiges:

Zu fast jedem Genre gibt es inzwischen Spiele wie Sand am Meer. Für den Bereich der Wissensspiele gilt dies vielleicht sogar mehr noch als für andere und trotzdem gibt es immer wieder Neues zu entdecken, neue Ideen, die Altbekanntes in einem neuen Licht erscheinen lassen und so ist das auch beim Wissensspiel Brainrun des Verlages Redmaze.

Was das Spiel von anderen Wissensspielen abhebt ist zum einen die edle und ansprechende Spielschachtel. Eine Metalldose mit Prägung des Spielnamens auf dem Deckel und 300 hochwertige, mit Schaumstoff gepolsterte Quizkarten im Innern. Diese zeigen auf den Vorderseiten ihre Zugehörigkeit zu einer von fünf Kategorien (Geographie & Geschichte, Geisteswissenschaft & Kunst, Naturwissenschaft & Technik, Wirtschaft & Politik sowie Unterhaltung & Sport) sowie die Art (z.B. Schätzfrage, Entscheidungsfrage usw.), Anzahl und Schwierigkeit der Fragen, die sich auf ihren Rückseiten befinden. Nicht auf den Vorderseiten angegeben aber trotzdem auf jeder Rückseite vorhanden ist eine Schätzfrage und die ist ein weiterer Grund dafür, dass Brainrun aus der Masse der Wissensspiele heraussticht, denn mit dieser Frage kann man Mitspieler, die dem Sieg möglicherweise schon sehr nahe gekommen sind, attackieren und diese Art der Interaktion ist für Spiele dieser Art ungewöhnlich.

Ziel der Mitspieler ist es nämlich möglichst schnell - entweder alleine oder im Team - mindestens eine Karte einer jeden Kategorie zu erringen und wem diese zuerst gelingt, der gewinnt das Spiel. Hört sich einfach an, ist es aber nicht, denn die Fragen haben es in sich und die Konkurrenz kann einem das Leben schwer(er) machen.
Vom gut gemischten Stapel der Quizfragen liegen für den Spieler am Zug immer zwei Karten in einem Pool zur Auswahl, von denen er sich unter Berücksichtigung der Informationen auf den zu sehenden Vorderseiten eine auswählt. Kann er ALLE Fragen außer der Schätzfrage auf der Rückseite richtig beantworten erhält er die Karte und hat den ersten Schritt zum Sieg erfolgreich zurückgelegt. Gelingt das nicht, wird die Karte abgelegt. Wie auch immer, anschließend kommt der nächste Spieler an die Reihe.

Als schwierig eingestufte Fragen haben dabei einen ganz besonderen Reiz. Sie sind zwar normalerweise natürlich schwieriger zu beantworten, allerdings kann man Notfalls vom Fragensteller eine Antwortvorgabe verlangen. D.h. der Fragensteller muss entweder die richtige Antwort nennen oder sich eine ausdenken die möglichst plausibel klingt, sich aber eindeutig von der richtigen Antwort unterscheidet. Der Befragte muss dann nur noch wissen, ahnen oder raten ob die vorgegebene Antwort richtig oder falsch ist.
Und sollte man die schwierige Frage ohne Vorgabe beantworten können, ist man sofort nochmals an der Reihe, kann also in einem Spielzug mehrere Karten gewinnen.

Das taktische Element im Spiel besteht darin, dass man auch mehrere Karten der gleichen Farbe gewinnen und anschließend sinnvoll einsetzen kann. "Überzählige" Karten einer Kategorie kann man abgeben, um bei späteren Quizkarten eine Frage nicht beantworten zu müssen. Drei gleichfarbige Karten mit je drei Fragen können gegen eine beliebige Karte des Ablagestapels getauscht werden und so kann man auch Karten von Kategorien erhalten, in denen man sich nicht ganz so heimisch und sicher fühlt. Sogar als Fragensteller kann man solche "überzähligen" Karten einsetzen um Antwortvorgaben bei "schwierigen" Fragen verweigern zu können.

Spätestens wenn das Spielende immer näher kommt und wenn mindestens drei Mitspieler mit von der Partie sind wird das "Attackieren" eines Konkurrenten immer interessanter. Um das zu tun verzichtet man auf die Beantwortung der Fragen einer gewählten Quizkarte und wählt stattdessen einen Spieler, der mindestens eine Quizkarte gleicher Farbe besitzt und den man attackieren will. Ein unbeteiligter Mitspieler liest die Schätzfrage der obersten Quizkarte des Nachziehstapels vor und beginnend mit dem attackierten Spieler geben die Kontrahenten ihre Schätzung ab. Derjenige, der näher am richtigen Ergebnis liegt darf dem anderen eine seiner gewonnenen Quizkarten abnehmen. Auf diese Weise lässt sich ein sicher geglaubter Sieg so manches Mal noch drehen.

Wer mit Wissens- und/oder Quizspielen so gar nichts anfangen kann oder eher leichte Kost dieses Genres bevorzugt wird mit Brainrun seine Probleme haben. Der Schwierigkeitsgrad der Fragen kann schon für Frust sorgen, wenn man ihn nicht als Herausforderung oder Ansporn sieht, etwas dazu zu lernen. Die Fragen sind teilweise sehr spezifisch und selbst mit gutem Allgemeinwissen oft nicht so ohne weiteres zu beantworten. Man lernt also zwangläufig bei jeder Partie so einiges dazu und die Antwortvorgaben bei den schwierigen Fragen sind sehr oft sehr hilfreich. Doch genau das wiederum stellt oft den Fragensteller vor eine nicht zu unterschätzende Aufgabe, zumindest wenn er nicht die richtige Antwort vorgeben will.

Trotz der anspruchsvollen Fragen lässt sich Brainrun aber auch ab und an ohne Fachkenntnisse in den unterschiedlichsten Spezialbereichen gewinnen. Durch Raten, insbesondere auch bei Antwortvorgaben, oder durch Schätzen beim Attackieren kann man eine Partie Brainrun für sich entscheiden.

Die Zielgruppe ist also ganz klar definiert und überschaubar. Wer sich aber zu dieser Gruppe zählt, der sollte sich Brainrun genauer anschauen, könnte so richtig gefordert werden und dabei neue Möglichkeiten in bewährtem "Quiz-Gewand" finden.

Ich selbst gehöre nicht unbedingt zur Zielgruppe, verweigere mich aber dieser Art von Spielen nicht und muss sagen, dass Brainrun nicht mein Lieblingsspiel im Allgemeinen, aber im Speziellen, dem Bereich der "Wissensspiele" ist.

Vielen Dank an Redmaze für das Rezensionsexemplar!


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