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Santiago de Cuba



Anzahl Spieler

Für 2 bis 4 Spieler
ab 8 Jahre


Spieldauer

Ca. 45 bis 60 Minuten


Bewertung (max. 10)

7 Punkte (HOlg)



Verlag

eggertspiele
eggertspiele


Autor

Michael Rieneck


Bild



Sonstiges:

Wieder einmal verschlägt es uns mit Eggertspiele nach Cuba. Diesmal in die zweitgrößte Stadt auf Cuba, nach Santiago de Cuba, das auch Namensgeber dieser Messeneuheit ist. Lukrative Geschäfte warten dort im Hafen auf die bis zu vier Mitspieler. Handelsschiffe wollen mit Zigarren, Rum, Zitrusfrüchten und mehr beliefert werden, doch ohne die Unterstützung der Einheimischen läuft gar nichts.

Mit drei Pesos, zwei Siegpunkten, drei Besitzmarkern und je einmal Zuckerrohr, Tabak und Zitrusfrüchte beginnen die Spieler ihr Geschäftsleben in Santiago de Cuba. Obwohl das auf dem Spielplan dargestellte Hafenviertel der Stadt recht überschaubar wirkt, benötigen die Spieler ein Auto um die erforderlichen Wege zurückzulegen. Höchstwahrscheinlich handelt es sich dabei um ein Taxi, denn alle Spieler benutzten dasselbe Fahrzeug und zwar immer zu Beginn eines Spielerzuges, denn da muss jeder mit dem Auto im Uhrzeigersinn um mindestens ein Feld weiterfahren um anschließend die Unterstützung des dort befindlichen Einheimischen zu erhalten. Es ist auch erlaubt weiter zu fahren, allerdings ist das dann mit Kosten in Höhe von einem Peso pro weitergefahrenem Feld verbunden, denn Benzin gibt es in der heutigen Zeit ja nirgendwo völlig umsonst.

Die einheimischen Cubaner hingegen sind äußerst hilfsbereit und freundlich und das völlig unentgeltlich. Sie versorgen einen mit Tabak, Zuckerrohr, Zitrusfrüchten, Holz, Siegpunkten oder Pesos und helfen einem gelegentlich sogar dabei der Konkurrenz etwas abzuschwatzen.
Auf diese Weise lässt sich relativ angenehm ein Warengrundstock anhäufen, wobei dabei immer darauf geachtet werden sollte, welche Waren in welcher Menge auf dem momentan vor Anker liegenden Handelsschiff benötigt werden, über welche Waren die Konkurrenten verfügen und wann das Auto wohl wieder den Hafen erreicht. Letzteres führt zu einer Warenlieferung, bei der die Spieler reihum Waren auf das Schiff verladen dürfen und dafür zwei Siegpunkte pro gelieferter Ware kassieren. Wer wäre da nicht gern als erster am Zug.
Ist das Schiff voll beladen, legt es ab und macht einem neuen Schiff Platz. Fehlen noch Waren, verbleibt es weiter im Hafen und die Anzahl der Siegpunkte pro Ware steigt zunächst von zwei auf drei und ggf. später auf vier Siegpunkte an. Mehr als vier Siegpunkte gibt es allerdings nie. Sollte die Siegpunktzahl bei vier Siegpunkten normalerweise erneut ansteigen, läuft das Schiff in jedem Fall aus, auch wenn es noch nicht vollständig beladen war.

Die Nachfrage eines Handelsschiffs wird immer ausgewürfelt, sobald es den Hafen erreicht. Für jede Ware (Zuckerrohr, Tabak, Zitrusfrucht, Rum, Zigarren) gibt es einen Würfel in entsprechender Farbe, die alle zusammen gewürfelt werden. Der aktive Spieler entscheidet dann, welche vier Würfel auf dem Handelsschiff platziert werden und legt damit Art und Höhe der Nachfrage fest. Bei jeder Lieferung wird der entsprechende Warenwürfel um 1 verringert, bis die Nachfrage vollständig erfüllt ist oder ein neues Schiff den Hafen erreicht.

Ist die Lage für eine Warenlieferung gerade gar zu ungünstig, d.h. in erster Linie kann die Konkurrenz das Schiff beliefern, und man ist am Zug, dann überspringt man das Hafenfeld einfach und hat so etwas Zeit gewonnen um seine Warenvorräte aufzustocken. Allerdings hat das trotzdem zur Folge, dass die Nachfrage dringlicher und damit punkteträchtiger wird, d.h. die Siegpunkte pro gelieferte Ware ansteigt bzw. das Schiff sogar ausläuft.

Die hilfsbereiten Cubaner sind größtenteils auch Pflanzenliebhaber. Die meisten von ihnen zeigen in der rechten unteren Ecke des Plättchens eine Blume in weiß, gelb, rot oder blau, die auch auf den weiteren Gebäuden der Stadt zu finden sind. Sichert sich ein Spieler beispielsweise die Gunst eines Cubaners mit blauer Blume, muss er anschließend mit seiner Spielfigur auch eines der Gebäude mit blauer Blume aufsuchen und darf dessen Funktion nutzen, sofern ein passendes Gebäude frei, d.h. ohne Spielfigur ist.

In der Bank gibt es zwei Pesos - in Santiago de Cuba ist von einer Wirtschafts- oder Bankenkrise nichts zu spüren - und in der Kirche einen Siegpunkt. In der Zigarrenfabrik kann man Tabak zu Zigarren veredeln, im Sägewerk Holz in Siegpunkte umwandeln usw.
Hat ein anderer Spieler das Gebäude, das genutzt wird, durch Alonso den Anwalt in Besitz genommen und mit einem Besitzmarker markiert, erhält dieser dafür einen Siegpunkt aus dem allgemeinen Vorrat. Der Besitz häufig genutzter Gebäude macht sich also unter Umständen auch ganz gut "bezahlt".

Sobald das siebte Schiff den Hafen verlässt, endet das Spiel. Je drei Waren können noch in je einen Siegpunkte getauscht werden und anschließend gewinnt derjenige mit den meisten Siegpunkten. Übrigbehaltenen Waren und ggf. anschließend auch Pesos sind bei Gleichständen entscheidend.

Santiago de Cuba ist ein recht einfaches Spiel und nicht so "schwergewichtig" wie der thematische "große Bruder" Cuba, ebenfalls aus dem Hause Eggertspiele. Die einfachen Regeln täuschen aber anfangs etwas über die vorhandene Spieltiefe hinweg, die zweifellos vorhanden ist, das Spiel aber eben nicht aus der Gruppe der Familienspiele herausfallen lässt. Neun Einheimische in zufälliger Kombination mit insgesamt 12 Gebäuden erfordern schon etwas Planung um möglichst effizient zu agieren und Spielerfahrung um wirklich interessante Kombinationen zu erkennen.

Ein zweiter Punkt ist das Timing. Wann lohnt es sich den Hafen auch in Verbindung mit Kosten gezielt zu besuchen um als erster Liefern zu können, wann ist das Ganze trotzdem zu kostspielig und wann sollte man eine Lieferung gezielt "überspringen" um die Konkurrenz etwas zu ärgern. Die Regeln sind einfach, das Spiel aber nicht trivial und dennoch angenehm flott gespielt.
Die Spielmechanismen sind nicht wirklich neu aber interessant und stimmig kombiniert und obwohl die Thematik stellenweise etwas aufgesetzt wirkt harmonieren Spiel und Thema dennoch, was nicht zuletzt auch der stimmungsvollen grafischen Gestaltung zu verdanken ist. Insgesamt ist Santiago de Cuba ein taktischer Leckerbissen für nahezu alle Spielertypen.

Vielen Dank an eggertspiele für das Rezensionsexemplar!


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