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Space Mission



Anzahl Spieler

Für 2 bis 5 Spieler
ab 10 Jahre


Spieldauer

Ca. 30 bis 45 Minuten


Bewertung (max. 10)

6 Punkte (HOlg)



Verlag

Schmidt Spiele
Schmidt Spiele


Autor

Matt Worden


Bild



Sonstiges:

Als SciFi-Fan fühle ich mich bei einem Spieletitel wie Space Mission natürlich sofort angesprochen obwohl bei einem Verlag wie Schmidt Spiele höchstwahrscheinlich kein komplexes Spiel wie Eclipse oder Twilight Imperium zu erwarten ist. Es gibt allerdings bereits einige Spiele die bewiesen haben, dass man diese Thematik nicht nur vielspieler- sondern auch familienspieltauglich umsetzen kann. Perry Rhodan - Die kosmische Hanse aus dem Hause Kosmos ist aus meiner Sicht das beste Beispiel dafür, dass auch diese Thematik eben nicht immer hochkomplex sein muss, um Spaß zu machen.

Bis zu fünf Piloten reisen mit ihrem Raumschiff und 20 Sonden- bzw. Raumstations-Chips ausgestattet von Planet zu Planet um diese zu erschließen. Dabei gilt es erfolgreicher abzuschneiden als die Konkurrenz, also mehr Punkte durch die Errichtung von Raumstationen und das Sammeln von Planetenplättchen, auf denen Erze, Aliens, Materie, Wasser, Orden und manchmal auch nur leerer Raum zu finden ist, zu ergattern.
Acht der insgesamt zwölf im Spiel vorhandenen Planeten werden zufällig gezogen und kreisförmig ausgelegt, von denen jeder acht zufällig gezogene Planetenplättchen verdeckt zugeordnet bekommt. Das Sprungtor kommt in die Mitte des eben entstandenen Planetenrings und schon können die Spieler ihre Reise ausgehend vom Sprungtor beginnen.

Motor des Spiels sind die 60 Karten, von denen jeder Spieler anfangs fünf auf die Hand bekommt und die für viele der insgesamt sechs zur Auswahl stehenden Aktionen benötigt werden. Zwei davon kann jeder Spieler während seines Spielzuges auswählen oder auch eine Aktion zweimal ausführen.

Aufgrund der Wichtigkeit der Karten besteht die erste Aktion auch darin, die Kartenhand wieder auf fünf Karten aufzufüllen und vorher bei Bedarf beliebig viele Karten abzuwerfen. Aktionsmöglichkeit 2 ist der "Jump", die Reise zu einem Planeten mittels Sprungtor. Hierfür wird schon eine der Handkarten benötigt, denn alle Planeten und (fast) jede Karte verfügen über eine Jump-Koordinate und nur Planeten mit der gleichen Jump-Koordinate wie die ausgespielte Karte können erreicht werden. Anschließend wird noch ein Sonden-Marker den entsprechenden Spielers zum Zeichen der Sprungtorbenutzung auf das Gate gelegt.

Einfacher, d.h. ohne Karteneinsatz, sind Nachbarplaneten mit der Aktionsmöglichkeit "Flug" zu erreichen und trotzdem dürfte diese Reisemöglichkeit nur in Ausnahmefällen, beispielsweise bei Kartenknappheit oder dem Fehlen einer passenden Karte gewählt werden, denn bei einer Flugreise darf kein Sonden-Marker auf das Gate gelegt werden. Im Hinblick auf die Schlusswertung sind diese Sonden-Chips auf dem Gate jedoch relativ wichtig, wie wir noch sehen werden.

Mit der Aktion "Scannen" hat ein Spieler die Möglichkeit die Planetenkärtchen seines momentanen Aufenthaltsortes anzusehen, sich ein Plättchen auszuwählen und verdeckt aber mit einem seiner Sondenmarker markiert neben dem Plättchenstapel als für ihn reserviert abzulegen. Voraussetzung dafür ist, dass der Planet noch nicht erschlossen ist, d.h. noch kein Spieler dort eine Raumstation errichtet hat, und eine Karte ausgespielt werden kann, welche die zum Planeten passende Scan-Koordinate aufweist.
Auf diese Weise reservierte Planetenplättchen erhalten die Spieler erst und nur dann, wenn irgendein Spieler diesen Planeten während des Spiels erschließt, also dort eine Raumstation errichtet.

Damit wären wir dann schon bei Aktionsmöglichkeit 5, dem "Erschließen" eines Planeten. Das Erschließen eines Planeten ist natürlich wesentlich aufwändiger als das Anfliegen und Scannen und daher müssen für diese Aktion auch zwei passende Karten ausgespielt werden. Passend bedeutet in diesem Zusammenhang, dass jede der beiden Karten eine der Landekoordinaten des Planeten aufweisen muss. Sofort nach einer Erschließung platziert der aktive Spieler eines seiner Raumstations-Plättchen bei diesem Planeten, verteilt ggf. dort befindliche reservierte Planetenkärtchen an die jeweiligen Spieler und sucht sich eines der noch verdeckt liegenden Planetenplättchen für sich aus.

Jeder Planet kann nur einmal erschlossen werden und nach seiner Erschließung nicht mehr gescannt werden. Mit der Aktion "Entdecken" hat jeder Spieler trotzdem noch Zugriff auf ggf. verbliebene Planetenplättchen und kann sich sogar ohne Ausspielen einer Karte ein Plättchen aussuchen.

Sobald bei einem Planeten nur noch Planetenplättchen liegen, die leeren Raum zeigen, werden diese offen ausgelegt und sobald eine von der Mitspielerzahl abhängige Anzahl Space-Plättchen offen liegen, endet das Spiel mit der Schlusswertung.

Im Rahmen der Schlusswertung zur Ermittlung des Siegers bringen nun auch die Sonden-Plättchen auf dem Sprungtor unter Umständen Punkte und zwar gestaffelt nach der Zahl der Plättchen. Die meisten Plättchen bringen 9, die zweitmeisten 6, dann 3 und schließlich 1 Punkt bzw. gar keinen mehr.
Jede Raumstation bringt seinem Spieler 3 Punkte und die Planetenplättchen je nachdem um welche Plättchen es sich handelt und in welcher Zahl und Konstellation sie gesammelt wurden. Erze gibt es in vier verschiedenen Farben und ihre Punkte ergeben sich durch die Gesamtzahl aller Erzplättchen multipliziert mit der Anzahl der meisten Erze einer Farbe. Aliens gibt es in zwei Farben und die Punkte für Aliens errechnen sich analog zu den Erzen. Auch Materie ist in zwei Farben vorhanden und jedes Plättchen zählt je 2 Punkte. Eine Kombination aus zwei verschiedenfarbigen Materieplättchen ist allerdings 7 Punkte wert. Orden bringe je 3 Punkte und Wasser wird umso wertvoller, je mehr Plättchen man besitzt.

Space Mission ist genau das, was ich erwartet habe, ein Familienspiel mit einer Vielspieler-Thematik. Geht man mit der "richtigen" Erwartungshaltung an das Spiel, wird man auch nicht enttäuscht. Soll es ein abendfüllendes und komplexes SiFi-Spiel sein, greift man besser zu einem anderen Spiel, ansonsten hat man mit Space Mission ein kurzweiliges, schnell erklärtes und top ausgestattetes Spiel. Die Raumschiffe sind schon recht gelungen, wie das auch schon die Spielfiguren im Spiel Die verbotene Insel waren. Das Preis-Leistungsverhältnis scheint mir sowohl in spielerischer Hinsicht als auch vom Spielmaterial recht günstig.

Bleibt zu hoffen, dass die Spielthematik die eigentliche Zielgruppe nicht abschreckt und die Zielgruppe keine falsche Erwartungshaltung hat und daher enttäuscht wird.

Vielen Dank an Schmidt Spiele für das Rezensionsexemplar!


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