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Eclipse



Anzahl Spieler

Für 2 bis 6 Spieler
ab 14 Jahre


Spieldauer

Ca. 120 bis 240 Minuten


Bewertung (max. 10)

10 Punkte (HOlg)



Verlag

Lautapelit
Lautapelit


Autor

Touko Tahkokallio


Bild



Sonstiges:

Bis zu sechs Zivilisationen haben die Schwelle zur Raumfahrt überwunden und schicken sich an ihre Galaxie zu erobern. Das eigene Planetensystem wird schnell zu klein und auch die Ressourcen scheinen kaum ausreichend um ein Imperium aus der Wiege zu heben. Also wird gebaut und geforscht, ein System nach dem anderen erkundet, in Besitz genommen und notfalls auch erobert um am Ende das mächtigste unter den konkurrierenden Sternenimperien zu sein.

Ausgehend von einem Heimatsystem sind die Mitspieler als Führer einer Zivilisation darauf bedacht, innerhalb von neun Spielrunden mehr Siegpunkte als die konkurrierenden Völker zu erringen. Für die ersten Partien wird dabei empfohlen Terraner als Volk zu wählen. Später, mit zunehmender Spielerfahrung, spricht nichts dagegen Alienzivilisationen zu wählen und mit unterschiedlichen Ausgangssituationen starten, das heißt Alienspezifische Besonderheiten, Vor- und Nachteile zu berücksichtigen.

Eine Spielrunde besteht aus den Phasen Aktion, Kampf, Wartung und Aufräumen, wobei das Herzstück eindeutig die Aktionsphase ist. Hier werden mittels Erkundungen neue Systeme entdeckt, mit Einfluss neue Systeme übernommen bzw. geräumt, durch Forschung in drei Kategorien Raumschiffe verbessert oder die Ressourcengewinnung effizienter usw.
Durch Upgrades werden die Raumschiffe mit besseren Waffen, Schilden, Antrieben usw. ausgestattet, durch die Bauaktion neue Schiffe, Orbitale, Sternenbasen usw. gebaut und die Bewegungsaktion ermöglicht Schiffsbewegungen unter Berücksichtigung der Antriebe der jeweiligen Schiffe.

Die Kampfphase wird immer nur dann ausgeführt, wenn sich in einem System Schiffe mehrerer Zivilisationen befinden oder ein Spieler auf Ältestenschiffe trifft. Kämpfe werden zwar mit Würfeln ausgetragen, allerdings kann man die Wahrscheinlichkeiten beeinflussen. Zum einen geht das ganz einfach durch die Anzahl an Schiffen, denn je mehr Schiffe man in den Kampf schickt, desto mehr Kampfwürfel werden geworfen und desto Wahrscheinlicher wird natürlich ein Treffer. Zum anderen und wesentlich effektiver lässt sich das bewerkstelligen, in dem man die Waffen der Schiffe verbessert und damit effektivere Treffer erzielen kann und/oder die Trefferwahrscheinlichkeit erhöht, so dass beispielsweise nicht nur bei einer gewürfelten 6 sondern auch schon bei einer 5 oder 4 getroffen wird. Auch in der Defensive kann man seine Schiffe verbessern, beispielsweise kann die Hüllenpanzerung optimiert werden, die dann Treffer absorbieren kann, Schutzschilde verschlechtern die Trefferwahrscheinlichkeit für den Gegner usw.
Für jeden der drei Schiffstypen hat man einen Bereich auf seinem Spielertableau, in den man die Schiffsverbesserungen ablegt und dann ab sofort nutzen kann. Alle Spieler haben aber grundsätzlich am Anfang die gleichen Schiffsmodelle, die sich jedoch im weiteren Spielverlauf recht unterschiedlich entwickeln.

Möglichkeiten zu Punkten gibt es viele. Beispielsweise in Raumschlachten (insbesondere wenn man das eine oder andere Feindschiff zerstören kann), denn da bekommt man Ruhmesmarker. Es geht aber auch friedlich, durch die Besiedlung neuer Sternensysteme, durch Entdeckungen oder durch Forschung, die ab einer gewissen Stufe in einer jeden Kategorie immer mehr Siegpunkte einbringt. Doch bei all seinen Expansions- und Fortschrittsbestrebungen muss man unbedingt seine Ressourcen im Auge behalten. Drei davon gibt es im Spiel, Rohstoffe, Wissenschaft und Geld und alle drei sind meist eher zu knapp als im Überfluss vorhanden.
Die Ressourcengewinnung pro Spielrunde ist recht einfach aber genial gelöst. Es gibt Bevölkerungswürfel, die anfangs gleichmäßig auf drei Leisten verteilt sind, die den drei Ressourcen entsprechen. Das letzte Feld dieser Leisten ist jeweils frei und zeigt die Ziffer "2", was gleichbedeutend mit dem Ressourcenzuwachs im jeweiligen Bereich bei Rundenende ist. Nimmt man nun einen Planeten in Besitz, setzt man einen Bevölkerungsstein von der farblich passenden Leiste darauf, wodurch ein weiteres Feld mit einer höheren Ziffer auf der entsprechenden Bevölkerungsleiste frei wird. Der Zuwachs pro Runde steigt also. Die Vorräte der Zivilisationen an Ressourcen werden mit passenden Holzmarkern auf einer Leiste um die Spieletableaus festgehalten. Sie werden für den Bau von Schiffen, dem Erforschen neuer Technologien und zum Unterhalt des Imperiums benötigt.

Damit sind wir schon mitten in der Wartungsphase, in der nicht nur Ressourcen produziert sondern auch das Imperium unterhalten werden muss. Je größer ein Imperium ist und je mehr Aktionen es in der laufenden Runde ausgeführt hat, desto teurer ist der Unterhalt. Dazu muss man wissen, dass Aktionen reihum ausgeführt werden in dem man eine seiner Aktionsscheiben von seiner Aktionsscheibenleiste nimmt (die am weitesten rechts liegt) und auf die gewünschte Aktion legt. Theoretisch kann man also so viele, auch gleiche, Aktionen durchführen, wie man Scheiben hat. Allerdings entspricht der Unterhalt, der in der Wartungsphase zu bezahlen ist, der Ziffer auf dem letzten freien Feld der Aktionsscheibenleiste. Je mehr Aktionsscheiben dort also entfernt wurden, desto teurer wird das Ganze. Interessant in diesem Zusammenhang ist dann auch, dass neue Planetensysteme ebenfalls mit diesen Scheiben kontrolliert werden müssen, also der Imperiumsunterhalt auch mit jedem kontrollierten Planetensystem immer teurer wird bzw. der Aktionsumfang immer besser überdacht werden muss. Etwas erleichtert wird das Ganze durch eine Handelsmöglichkeit, die in der Wartungsphase einen Ressourcentausch im Verhältnis 2:1 (für Terraner) erlaubt, um so Unterhaltsengpässe auszugleichen.

Die Aufräumphase ist schnell abgehandelt und bereitet die nächste Runde vor. Abhängig von der Mitspielerzahl werden neue Technologieplättchen gezogen, die ab sofort erforscht werden können, die für Aktionen verwendeten Aktionsscheiben kommen zurück auf die Aktionsleiste der Spieler, der Rundenmarker wandert ein Feld weiter usw.

Ab vier Spielern kommt auch etwas Diplomatie ins Spiel. Ist man benachbart zu einem Planetensystem eines Mitspielers kann man Diplomaten austauschen. Der Diplomat eines Mitspielers auf dem eigenen Spielertableau ist einen Siegpunkt wert, für den anderen bietet er die Möglichkeit einen Bevölkerungswürfel dort abzulegen und damit seinen Ressourcenzuwachs bei einer der drei Ressourcen zu verbessern. Solche diplomatischen Beziehungen sollten aber auch in Bezug auf seine langfristigen Bestrebungen überprüft werden. Wer nämlich einen Spieler angreift, mit dem er diplomatische Beziehungen unterhält, der bekommt das Verräterplättchen und das zählt bei Spielende zwei Minuspunkte.

Nach der neunten Spielrunde endet das Spiel und der Sieger wird ermittelt. In Kämpfen erworbene Ansehensplättchen bringen bis zu 4 Punkte, Botschafter anderer Spieler zählen 1 Punkt, kontrollierte Sektoren bedeuten Punkte entsprechend des aufgedruckten Wertes, Forschung bringt bei entsprechendem Fortschritt auf den Technologieleisten Punkte und das möglicherweise vergebene Verräterplättchen bedeutet 2 Minuspunkte. Einige der für das Spiel wählbaren Spezies können schließlich noch Bonuspunkte bringen und wer am Ende die meisten Siegpunkte erringen konnte, gewinnt das Spiel.

Zivilisationsspiele waren schon immer mein Ding. Ganz egal ob mit der Entdeckung der Raumfahrt oder in der Steinzeit beginnend, Spiele mit diesem Thema muss ich ganz einfach ausprobieren und so kam es auf der Messe 2011 (mal wieder) zu einem "Blindkauf". Ohne Eclipse näher betrachtet zu haben wurde das Spiel gekauft und meine Erwartungen wurden nicht enttäuscht. Eclipse ist sowohl quantitativ also auch qualitativ erstklassig. Reichlich Holzmaterial, 11 Stanzbögen mit Markern, zahlreiche Würfel und Plastikraumschiffe sorgen für hochwertiges, stimmungsvolles Spielmaterial, das die fein aufeinander abgestimmten Mechanismen passend unterstützt und ergänzt.

Ganz spontan habe ich an Twilight Imperium denken müssen, wobei Eclipse eindeutig den Vorteil einer deutlich kürzeren Spieldauer hat, ohne dabei allzu viel an Atmosphäre vermissen zu lassen. Ein Glücksfaktor ist nicht von der Hand zu weisen. Kämpfe werden mit Würfeln ausgetragen und da spielt das Glück immer mit, auch wenn man die Wahrscheinlichkeiten beeinflussen kann. Doch das ist zu verschmerzen. Viel gewichtiger ist der Glücksfaktor beim ziehen neuer Sektoren. Wer hier Glück hat und sich schnell neue Rohstoffquellen ohne Kämpfe mit Ältestenschiffen erschließen kann, der kann schon auch mal einen nur schwer einzuholenden Vorsprung herausarbeiten.

Abgesehen von diesem kleinen Nachteil ist Eclipse eines der besten Spiele des Jahrgangs 2011, mit viel Atmosphäre und wunderbar ineinandergreifenden Mechanismen. Der Glücksfaktor beim Ziehen neuer Sektorenplättchen lässt sich bei Bedarf auch durch Hausregeln etwas entschärfen, beispielsweise in dem man zwei Plättchen ziehen darf und das nicht gewählte wieder in den Stapel gemischt wird oder die ersten Sektorenplättchen in Abhängigkeit von der Mitspielerzahl definitiv keine Ältestenschiffe enthalten.
In jedem Fall sollte man sich durch diesen Glücksfaktor nicht von einer Probepartie abhalten lassen.

Vielen Dank an Lautapelit für das Rezensionsexemplar!


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