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Thunderstone Advance



Anzahl Spieler

Für 1 bis 5 Spieler
ab 12 Jahre


Spieldauer

Ca. 45 bis 60 Minuten


Bewertung (max. 10)

9 Punkte (HOlg)



Verlag

Pegasus
Pegasus


Autor

Mike Elliot


Bild



Sonstiges:

Der König ist tot, lang lebe der König! Mit diesen Worten ist früher in Frankreich nach dem Ableben eines Monarchen der neue König ausgerufen worden, doch auf Thunderstone trifft das momentan sinngemäß ebenfalls zu. Die Thunderstone-Reihe wurde mit der letzten Erweiterung Thunderstone - Herz der Verdammnis abgeschlossen. In einem Ritual wurde die Verdammnis verbannt und dabei einer der Helden in eine andere Welt katapultiert. Und wie sich herausstellt war er wohl nicht der Erste, dem das passiert ist. Das Abenteuer kann also weiter gehen, in einer neuen Welt, mit neuen Bedrohungen aber auch neuen Möglichkeiten.

Grundsätzlich ist das Spielprinzip von Thunderstone erhalten geblieben und das ist für alle diejenigen von Vorteil, die von Anfang an dabei waren. Trotz aller Änderungen ist Thunderstone Advance vollständig kompatibel zum Vorgänger geblieben, das "alte" Thunderstone muss also nicht ungenutzt im Schrank verstauben. Einzig zu beachten ist, dass die Kampfeffekte nun in Folge- und Kampfeffekte getrennt wurden und die Kampfeffekte der "alten" Karten grundsätzlich wie Folgeeffekte zu sehen sind.
Ansonsten spricht nichts dagegen auch die guten alten Bekannten der bisherigen Thunderstone-Spiele zu verwenden, denn nach wie vor rüsten sich Helden in einem nahegelegenen Dorf mit Waffen, Lichtquellen und anderen brauchbaren Gegenständen aus um Monster zu bekämpfen und am Ende den Donnersteinträger zu bezwingen. Für weitere Einzelheiten zum Spielablauf verweise ich auf meine Rezension zu Thunderstone.

Kommen wir zu den Neuerungen, den Dingen, die Thunderstone zu Thunderstone Advance machen. Als erstes fällt in diesem Zusammenhang eine "einführende Anleitung" auf, eine komprimierte vierseitige Vorstellung des Spielprinzips, der Spielvorbereitung und der Grundregeln, so dass der (Wieder-)Einstieg ins Spiel ausgesprochen leicht fällt. Für Genießer gibt es in der ausführlichen Spielregel dann die gewohnte Geschichte zum Spiel und für das genauere Regelstudium eine detaillierte Erläuterung aller Regeln und Karten.

Bessere Begrifflichkeiten wie z.B. Dunkelheit ersetzt Lichtabzug, die Trennung von Kampf- und Folgeeffekten oder die neue Grafik sind eher kosmetische Veränderungen/Verbesserungen doch es gibt auch etliche Neuerungen die tiefer ins Spiel eingreifen und dieses entweder klarstellen, verbessern oder einsteigerfreundlicher gestalten. So hat beispielsweise der Spielplan, der nun standardmäßig im Spiel vorhanden ist, den Spielaufbau und -verlauf erleichtert, auch wenn dieses gefaltete Poster eigentlich nicht die Bezeichnung Spielplan verdient hat. Zwei Seiten, von denen eine unerfahreneren Spielern die Sache deutlich einfacher macht, lassen schon im Vorfeld den "Schwierigkeitsgrad" ein wenig justieren. Vereinfachte Regeln für die Dunkelheit und vier Dungeonpositionen senken die Herausforderung weiter auf ein Niveau, dass für Neulinge deutlich weniger Anfangsfrusterlebnisse bedeutet.

Der Dorfbereich des Spielplans gibt gewisse Bedingungen bei der Zusammenstellung der Dorfkarten vor, wodurch eine ausgewogenere Zusammenstellung der Dorfkarten sichergestellt ist. Es kann beispielsweise nicht mehr vorkommen, dass ausschließlich Waffen im Dorf vorhanden sind, aber keine Zaubersprüche usw. und damit immer Karten im Spiel sind, die auch zusammen passen.
Die neuen Startkarten (Soldat ersetzt Miliz, Langspeer ersetzt Dolch und ein Donnersteinsplitter ersetzt den Proviant) sorgen dahingehend für einen schnelleren Spielverlauf, dass man wesentlich früher bereits erfolgreich im Dungeon auf Monsterjagd gehen kann.

Besonders interessant ist aber vor allem eine vierte Aktionsmöglichkeit während eines Spielerzuges, die "Vorbereitung". Gerade am Anfang kann es vorkommen, dass die Handkarten weder für einen Kampf im Dungeon noch für einen Dorfbesuch wirklich effektiv sind. Bisher war das meist ganz einfach ein verlorener Zug, jetzt kann man zumindest versuchen ihn dahingehend zu nutzen, seinen folgenden Zug vorzubereiten. Wer weder Dorf noch Dungeon besuchen will und auch keiner Erholung bedarf, der legt beliebig viele seiner Handkarten zurück auf den Nachziehstapel und die restlichen Karten auf den Ablagestapel. Dann endet der Zug und es wird auf sechs Handkarten nachgezogen. Auf diese Weise kann man ganz gezielt beeinflussen, welche der Handkarten man im nächsten Zug wieder auf der Hand haben wird und welche nicht und kann so oftmals einen richtig effektiven Dorf- oder Dungeonbesuch vorbereiten.

Neue Kartentypen sollen nicht nur für Kartenvielfalt sorgen sondern auch das Spielgefühl verbessern. Vertraute beispielsweise vermitteln eher das Gefühl einer Abenteurergruppe anzugehören und auch die Flüche wirken stimmiger und passender als die allgemeinen Krankheitskarten obwohl ihre Funktion die gleiche geblieben ist.

Hilfreich bei der Spielvorbereitung ist die Zusammenfassung der Fähigkeiten der Karten auf den entsprechenden Zufallskarten. So hat man schnell einen Überblick über die letztlich am Spiel beteiligten Karten und kann ggf. auch noch korrigierend eingreifen. Nichts ist frustrierender als eine Partie Thunderstone, bei der die Karten so gar nicht zusammen passen und die sich dann genau aus diesem Grund auch noch ewig hinzieht.

Der "alte König" war gut. Richtig gut sogar. Aber der neue König beginnt seine Regentschaft mit einigen feinen Änderungen die sich überaus positiv auf das Spiel auswirken ohne aber das gewohnte Spielgefühl zu beeinträchtigen. Der Neustart hat dem Spiel gut getan und glücklicherweise bleiben die bisherigen Karten weiterhin spielbar, obwohl das mit den Fallen und Schätzen der bisherigen Erweiterungen möglicherweise problematisch sein könnte. Auf diese wurde nämlich bei den neuen Karten komplett verzichtet, da sie noch nicht ausreichend getestet waren. Sicherlich wird aber nicht lange auf die erste Erweiterung gewartet werden müssen und ich denke bis dahin wird das Feintuning an den Schätzen und Fallen abgeschlossen sein.

Mit Thunderstone Advance hat sich also nichts Grundsätzliches geändert - das war aus meiner Sicht auch nicht nötig - und die vorgenommenen Änderungen sind durch die Bank positiv zu bewerten, so dass der neue König bei seinen Untertanen genauso beliebt sein dürfte wie der alte, vielleicht sogar beliebter, insbesondere bei den Neueinsteigern.

Vielen Dank an Pegasus für das Rezensionsexemplar!


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