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Sheepland



Anzahl Spieler

Für 2 bis 4 Spieler
ab 8 Jahre


Spieldauer

Ca. 20 bis 30 Minuten


Bewertung (max. 10)

7 Punkte (HOlg)



Verlag

Cranio Creations


Autor

Giulia Ghigini


Bild



Sonstiges:

In Sheepland kann man mit der Schafzucht nicht wirklich reich werden aber man kann reicher als die anderen werden und genau das ist das Ziel der bis zu vier am Spiel beteiligten Spieler. Dabei sind es nicht unmittelbar die Schafe, die den Wohlstand eines Schafzüchters begründen, sondern die Ländereien, die jedoch umso wertvoller werden, je mehr Schafe dort zu finden sind.

Der Spielplan zeigt 18 durch Straßen voneinander abgegrenzte Regionen rund um den Ort Schafsburg, die insgesamt fünf verschiedenen Geländearten angehören. Anfangs beherbergt jede Region genau ein weißes Schaf, das einzige schwarze Schaf befindet sich zunächst noch in Schafsburg, wird aber im Verlauf des Spiels höchstwahrscheinlich öfter als alle anderen die Region wechseln und ist widererwarten deutlich begehrter als seine weißen Artgenossen, da es am Ende doppelt Punkte bringt.

Für jede Geländeart gibt es insgesamt je sechs Plättchen, wobei je eines davon zu den Startplättchen gehört, die zu Spielbeginn zufällig an die Mitspieler verteilt werden. Die übrigen Plättchen liegen nach Geländetypen sortiert offen und im Zahlenwert aufsteigend auf Stapeln und können während des Spiels für den aufgedruckten Wert von den Spielern gekauft werden. Die Preise steigen also langsam aber sicher von 0 auf 4 Taler, aber auch späte Einkäufe können sich noch lohnen.

Jeder Spieler beginnt das Spiel mit 20 Talern Startkapital und einer Schäferfigur, die noch vor Spielbeginn auf ein beliebiges freies Straßenfeld gestellt wird. Wer an die Reihe kommt würfelt zunächst und versetzt das schwarze Schaf über den Weg mit der Ziffer die der Würfel anzeigt, sofern dieser Weg nicht durch einen Schäfer oder einen Zaun besetzt ist, in das angrenzende Nachbargebiet.
Anschließend müssen genau drei Aktionen durchgeführt werden. Eine Möglichkeit ist die Bewegung des Schäfers auf ein freies Straßenfeld. Diese Bewegung ist kostenlos, wenn das Zielfeld benachbart zum Ausgangsfeld ist, und kostet anderenfalls einen Taler. Das Startfeld des Schäfers wird anschließend mit einem Zaun blockiert, dass nun nicht mehr betreten werden darf und auch Schafe können auf diesem Weg das Gebiet nicht mehr verlassen.

Eine weitere Aktionsmöglichkeit ist es ein Schaf aus einer der beiden Regionen, die an den momentanen Standort des eigenen Schäfers angrenzen in das jeweils andere zu versetzen. Dabei kann auch das schwarze Schaf bewegt werden. Aktionsmöglichkeit drei besteht darin, ein weiteres Geländeplättchen zu kaufen, vorzugsweise von Geländetypen mit vielen Schafen oder von denen man zumindest vermutet, dass sie bei Spielende viele Schafe beinhalten.

Grundsätzlich können diese Aktionen in beliebiger Reihenfolge und auch mehrfach gewählt werden, allerdings muss dazwischen immer der Schäfer bewegt werden. Wer also zwei Geländeplättchen erwerben oder zwei Schafe versetzen will, der muss dazwischen als zweite Aktion seinen Schäfer bewegen.

Auf diese Weise wechseln Schafe und Schäfer ihre Positionen, Geländeplättchen werden verkauft und immer mehr Zäune schränken weitere Bewegungen von Schafen und Schäfern ein. Immer besser lässt sich abschätzen, auf welchen Geländetypen am Ende wohl die meisten Schafe sein werden, allerdings dürfte das Angebot entsprechender Geländeplättchen inzwischen bereits recht knapp und teuer sein.
Sobald die Zaunplättchen normaler Farbe aufgebraucht sind wird noch die laufende Runde zu Ende gespielt und der Punktestand ermittelt. Dazu multipliziert jeder Spieler die Anzahl seine Geländeplättchen eines Geländetyps mit der Anzahl der Schafe - das schwarze Schaf zählt doppelt -, die sich auf diesem Geländetyp befinden, und erhält das Ergebnis in Form von Talern ausbezahlt. Wer dann die meisten Taler im Säckel hat, gewinnt das Spiel.

Sheepland ist regeltechnisch ein Leichtgewicht und wirkt auch optisch auf den ersten Blick eher wie ein locker leichtes Spielchen ohne sonderlich viel Tiefgang. Aber weit gefehlt, denn das Schafgeschäft rund um Schafsburg hat es in sich.
Die Anfangs zufällig verteilten Landschaftsplättchen werden zwar vor den Mitspielern verborgen, doch nicht selten lässt sich sehr schnell abschätzen, wer welchen Geländetyp bekommen hat. Viel zu verlockend ist es meist gleich in den ersten Zügen Schafe in diesen Geländetypen zu versetzen um sich Punkte zu sichern. Allerdings gibt man dadurch sehr schnell Informationen über sein Spiel preis, die durch die Mitspieler ggf. gnadenlos berücksichtigt werden und ganz sicher sind die Schafe so früh im Spiel alles andere als sicher.

Anfangs ist es daher meist ratsam, sein Ziel, das Aufwerten des Geländetyps von dem man bereits ein Plättchen besitzt, langsam und im geheimen zu verfolgen. Erst mal größere Schafabwanderungen verhindern und einige Zäune platzieren um später Schafe hineinzuziehen und dann schnell mittels weiterer Zäune einzusperren war in meinen bisherigen Partien letztendlich meist zielführender als allzu offensichtliches Vorgehen in einem frühen Stadium des Spiels.

Zu lange sollte man sich aber auch nicht Zeit lassen, sonst hat die Konkurrenz zu viele Schäfchen ins Trockene gebracht und man ist abgeschlagen im Hintertreffen. Es kommt also auf das Timing an. Zur richtigen Zeit die Schafe dahin bewegen, wo man sie haben will ist dabei genauso wichtig, wie der rechtzeitige Kauf von Geländeplättchen. Zu früh gekauft machen einem die Mitspieler möglicherweise einen Strich durch die Rechnung, ist man zu spät dran geht man im schlimmsten Fall bei den lukrativen Plättchen leer aus oder muss vergleichsweise viel dafür bezahlen, was im Hinblick auf die Tatsache, dass übrig behaltenes Startkapital ja auch zum Sieg beiträgt, mehr als unangenehm ist.

Es gibt also mehr zu bedenken als es auf den ersten Blick scheint und trotzdem kann man Sheepland auch ganz einfach aus dem Bauch heraus spielen, auch wenn man dabei möglicherweise nicht immer ganz so erfolgreich ist. Ein Umstand, der dieses Spiel aber für eine breite Zielgruppe interessant macht.

Die Schaf-Thematik ist dem eigentlich abstrakten Spiel natürlich aufgesetzt, ohne aber "belämmert" zu wirken und damit hat man in meinen Augen ein kleines aber feines taktisches Spiel das aufgrund seiner überschaubaren Spieldauer locker mal zwischendurch gespielt ist, aber durch eine Aneinanderreihung mehrerer Revanchen auch mal einen ganzen Abend füllen kann. Sowohl Gelegenheits- als auch Vielspielern kann ich eine Testpartie nur wärmstens ans Herz legen.

Vielen Dank an Cranio Creations für das Rezensionsexemplar!


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