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The Walking Dead



Anzahl Spieler

Für 1 bis 4 Spieler
ab 16 Jahre


Spieldauer

Ca. 30 bis 45 Minuten


Bewertung (max. 10)

2 Punkte (HOlg)



Verlag

Kosmos
Kosmos


Autor

Cory Jones


Bild



Sonstiges:

Der Titel des Spiels The Walking Dead lässt eigentlich bezüglich des Themas keine Fragen offen. Auch wenn man die gleichnamige Serie im Fernsehen nicht verfolgt hat oder die Comics dazu nicht kennt weiß oder ahnt man zumindest, es geht um Zombies, Untote die nur ein Ziel haben, nämlich die Überlebenden der Apokalypse zu verspeisen. Diskutieren hilft da nicht, so viel steht fest, also gilt es sich ausgehend von einem Camp ggf. mit Waffengewalt mit dem Nötigsten zu versehen um mit dem Leben davonzukommen.

Grundsätzlich kämpft jeder der bis zu vier Mitspieler allein für sich, nicht nur ums Überleben sondern auch um den Sieg. Es gilt vier zentrale Orte der Stadt, das Kaufhaus, einen verlassenen Parkplatz, die Polizeistation und das Seuchenzentrum, aufzusuchen und dabei zu überleben, denn dort ist noch einiges mehr los, und zwar die Zombies, als schon auf den Wegen dorthin. Wem dies als Erster gelingt und wer anschließend lebend ins Camp zurückkehrt, der hat nicht nur überlebt sondern auch noch gewonnen.

Allerdings kann es durchaus passieren, dass der eine oder andere Spieler im Kampf mit den Untoten sein Leben lässt - zumindest das Leben wie er es bisher kannte - und zum Zombie wird. Sein Ziel ist dann natürlich nicht mehr das Überleben, die Kuh ist vom Eis, sondern die Mitspieler "um die Ecke zu bringen".
Wird dann auch noch ein zweiter Spieler zum Zombie, spielen "Team-"Zombie gegen "Team-"Mensch um den Sieg, wobei der Begriff "Team" im Zusammenhang mit Untoten sich außerhalb von Bloodbowl etwas...naja....ungewohnt anfühlt. Die beiden Zombies gewinnen, wenn auch die restlichen Überlebenden gekillt wurden, während die Menschen gewinnen, wenn einer von ihnen das Camp mit den benötigten Orts-Plättchen erreicht. Dabei ist es witziger weise egal, ob beide Menschen überleben oder nur einer, denn gewonnen haben dann in jedem Fall beide, auch wenn es sich für den als letzten ums Leben gekommenen Menschen irgendwie nicht so anfühlt.

Der Spielplan ist recht abstrakt gehalten und zeigt die Orte des Geschehens, mit dem Camp der Überlebenden als Startpunkt im Zentrum. Die vier Orte, die für den Sieg aufgesucht werden müssen befinden sich in den Ecken des Spielplans und alles ist durch Wege bestehend aus einzelnen Feldern miteinander verbunden. Vom Camp führen vier Wege zur "Hauptstrasse", die den Spielplan umgibt, und man bewegt sich immer zu Beginn seines Zuges mittels eines Würfelwurfes vorwärts. Einige Ausrüstungskarten, von denen je nach Mitspielerzahl nur eine bestimmte Anzahl im Spiel verfügbar sind und von denen jeder Spieler anfangs fünf auf die Hand erhält, erlauben es die Zugweite zu beeinflussen, doch alles in allem ist die Bewegung bis auf die Richtung in erster Linie vom Zufall abhängig.

Auf dem Zielfeld am Ende der Bewegung kommt es in der Regel zu einer Begegnung, d.h. eine entsprechende Karte muss vom Nachziehstapel gezogen werden. Oft handelt es sich dabei um Angriffe von Zombies mit einer bestimmten Stärke den es abzuwehren gilt, manchmal findet man aber auch Ausrüstungsgegenstände oder es passiert auch mal gar nichts. Einige Weg- bzw. Straßenfelder bringen für eine Begegnung Vergünstigungen in Form von Boni auf den eigenen Angriffswert, Ausrüstungsgegenständen oder einem weiteren Spielzug und manche verhindern die bevorstehende Begegnung sogar ganz. Man hat daher zwar eigentlich immer seine Wunschzielfelder für seinen nächsten Spielzug, kann aber nur sehr bedingt Einfluss darauf nehmen, wo man letztlich landet und was einem dort bevorsteht.

Der Kampf läuft ähnlich zufallsgesteuert ab. Sobald die Begegnungskarte gezogen wurde, darf der entsprechende Spieler beliebig viele seiner Ausrüstungsgegenstände einsetzen um seinen Angriffswert zu erhöhen. Anschließend muss der Wert der Ausrüstungsgegenstände zuzüglich ggf. vorhandener Boni, beispielsweise durch das Feld auf dem man gelandet ist, mindestens die Höhe des Angriffswertes der Begegnungskarte erreichen. Gelingt dies, bleibt man nicht nur "gesund" sondern erhält in vielen Fällen auch eine kleine Belohnung (z.B. Ausrüstung).
Fällt der Würfelwurf zu niedrig aus wird man gebissen bzw. ein ggf. vorhandener Verbündeter, von denen anfangs jeder zwei bekommen hat und deren Zahl während des Spiels auch erhöht werden kann. Richtig unangenehm ist es, wenn kein Verbündeter mehr vorhanden ist, den man den Zombies zum Fraße vorwerfen....äh....die sich opfern und einem das Leben retten, denn in diesem Fall wird man selbst gebissen und verwandelt sich in einen Beißer.

Der Spielzug als Beißer gestaltet sich dann etwas anders. Zwar wird ebenfalls zunächst für die Bewegung gewürfelt, allerdings muss die Spielfigur nicht die ganze erwürfelte Distanz bewegt werden, sondern kann auch weniger weit gezogen werden. Wird die Figur eines Überlebenden erreicht, und genau das will man in der Regel als Beißer, muss man die Bewegung beenden. Anschließend darf eine "Beißer-Karte" ausgespielt werden, die neben einem Stärkewert oft auch einen Zusatzeffekt hat. Beides hat zum Ziel einen Überlebenden, mit dem man das Feld teilt, zu beißen und damit dem neuen Spielziel näher zu kommen, zumindest wenn der Überlebenden keine Verbündeten mehr hat.
Zum Abschluss darf noch eine der Beißer-Karten abgeworfen und die Kartenhand wieder auf vier ergänzt werden.

Nach mehr oder weniger langem hin und her bewegen und immer wieder gleichen Kämpfen gewinnen schließlich die Überlebenden oder ggf. vorhandene Beißer und zumindest bei mir stellte sich das Gefühl ein, das wohl auch die "Helden" der Serie haben dürften, wenn diese denn irgendwann mal zu Ende ist: Gut, dass es vorbei ist. Das Thema wirkt aufgesetzt, was durch den sehr abstrakt daherkommenden Spielplan und die Tatsache, dass selbst ein gebissener Mensch noch gewinnen kann, wenn sein überlebender Teamkollege das Ziel erreicht (keine Ahnung warum der dritte gebissene Überlebende nicht zum Beißer werden sollte, aber so ist es laut Regel), unterstrichen wird.

Die Einflussnahme der Spieler ist hauptsächlich vom Würfel- und Kartenglück abhängig und das ist mir (heutzutage) einfach zu wenig. Fans der Serie mögen sich angesprochen fühlen, zumindest in der ersten Partie, doch selbst die Motive der Serie lassen mich letztendlich nicht zu einem besseren Gesamtergebnis kommen. Auch dieses Genre hat inzwischen deutlich bessere Spiele zu bieten und selbst das als "Nobrainer" bezeichnete Spiel Zombies aus dem Hause Pegasus mit einem ähnlich hohen Glücksfaktor wirkt weniger aufgesetzt und hat mir deutlich mehr Spaß gemacht.

Vielen Dank an Kosmos für das Rezensionsexemplar!


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