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Carcassonne Südsee



Anzahl Spieler

Für 2 bis 5 Spieler
ab 7 Jahre


Spieldauer

Ca. 20 bis 45 Minuten


Bewertung (max. 10)

7 Punkte (HOlg)



Verlag

Hans im Glück
Hans im Glück


Autor

Klaus-Jürgen Wrede


Bild



Sonstiges:

Jemanden der Carcassonne nicht kennt dürfte es unter denen, die ansatzweise spieleinteressiert sind, eigentlich nicht geben. Von daher weiß auch fast jeder schon was ihn im Spiel Carcassonne Südsee im Großen und ganzen erwartet. Plättchen werden gelegt, Gefolgsleute, die jetzt Insulaner heißen, werden eingesetzt und Punkte erzielt, die am Ende über Sieg und Niederlage entscheiden. Soweit so einfach und bekannt, jedoch braucht es natürlich einige Neuerungen oder Varianten, denn sonst bräuchte es Carcassonne Südsee nicht und diese sind, wenn auch recht überschaubar oder das Spielprinzip nur wenig verändernd, tatsächlich auch vorhanden.

Die Wiesen sind jetzt Meere, die Städte Inseln, die Straßen Stege, die Klöster Märkte, das Spielgeschehen wurde in die Südsee verlagert und damit sind die thematischen Neuerungen schon aufgezählt. Der Spielablauf, also Plättchen ziehen, passend anlegen und bei Bedarf einen Gefolgsmann...äh...Insulaner einsetzen ist unverändert geblieben. Neu ist, dass die eingesetzten Insulaner nicht zwingend bis zur Fertigstellung der Insel oder des Steges an Ort und Stelle verbleiben müssen, denn verzichtet man auf das Einsetzen einer Spielfigur, darf man dafür einen bereits zuvor eingesetzten Insulaner, ohne ihn zu werten, zurück in seinen Vorrat nehmen.

Aus diesem Grund stehen den Spielern bei Carcassonne Südsee auch nur noch vier Insulaner zur Verfügung, aber die sind nun in der Regel auch völlig ausreichend. Sehr angenehm an dieser Variante ist, dass Spielfiguren auf "aussichtslosen" Positionen nicht quasi verloren oder zumindest langfristig gebunden sind, sondern einfach anderenorts eingesetzt werden können. Trotzdem will der Einsatz von Insulanern weiterhin gut überlegt sein, denn immerhin "kostet" eine solche Ortsveränderung zwei Spielzüge, den ersten Spielzug für das Zurücknehmen in den Vorrat und einen zweiten Spielzug für das erneute Einsetzen des Insulaners. Zwei Spielzüge in denen man natürlich Sinnvolleres machen könnte.

Ansonsten wird wie üblich nach jedem Spielzug überprüft, ob fertige Stege, Inseln, Märkte oder Meereszonen entstanden sind, wobei in diesen Fällen nun nicht mehr wie gewohnt unmittelbar Punkte vergeben werden, sondern Waren. Meere liefern Fische, Stege Muscheln und Inseln Bananen. Diese Waren sind auch in unterschiedlicher Menge und Zusammensetzung auf 24 Schiffsplättchen zu finden und diese bringen die begehrten Siegpunkte. Von den Schiffsplättchen liegen immer vier offen und wer am Ende seines Zuges die auf einem der Schiffsplättchen angegebenen Waren abgeben kann, darf sich das entsprechende Plättchen nehmen und hat sein Punktekonto entsprechend anwachsen lassen.

Was wäre da noch...ach ja...während auf den Wiesen bei Carcassonne die Gefolgsleute erst bei Spielende gewertet wurden, gibt es für Meereszonen nun zwei Möglichkeiten der Wertung, die bereits während des Spiels zum Tragen kommen. Zum einen wird eine Wertung ausgelöst, sobald eine Meereszone komplett von Inseln und/oder Stegen umgeben ist, zum anderen kann ein Spieler eine Wertung auslösen, wenn in eine Meereszone mit einem eigenen Insulaner ein Landschaftsplättchen mit einem kleinen Fischerboot gelegt wird. In diesem Fall kann die Meereszone gewertet und der Insulaner zurückgenommen werden, wobei dann eine Gruppe von Fischsymbolen, nämlich das mit den meisten Fischsymbolen, in diesem Gebiet durch ein Fischerbootplättchen abgedeckt werden muss. Dadurch kann diese ja immer noch nicht abgeschlossene Meereszone nicht immer fischreicher und damit lukrativer.

Sobald kein Landschaftsplättchen mehr gezogen oder das letzte Schiffsplättchen vergeben wurde endet das Spiel. Von evtl. übrigbehaltenen Waren bringen je drei noch einen Siegpunkt und zusammen mit den auf den gesammelten Schiffplättchen angegebenen Punktwerten ergibt das die Gesamtpunktzahl eines jeden Spielers.

Carcassonne Südsee bringt "Carcassonne-Feeling" (zurück) auf den Spieletisch, keine Frage, und das in gewohnt guter Ausstattung und sowohl optisch als auch thematisch ansprechend. Ob man das aber braucht, bzw. schon wieder braucht, ist sicherlich keine pauschal zu beantwortende Frage. Ich für meinen Teil habe mit Carcassonne Südsee das Spielprinzip von Carcassonne nach längerer Pause wiederentdeckt und es hat mal wieder Spaß gemacht, doch das geht mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht jedem so. Ein gewisser Sättigungsgrad ist beim einen oder anderen möglicherweise erreicht.

Die nicht mehr unmittelbar mit Gefolgsleuten bzw. Insulanern sondern über den "Umweg" Waren zu erzielenden Punkte verändern das Spielgefühl gegenüber Carcassonne schon ein wenig. Galt es früher lukrative Punktequellen auszumachen, egal ob durch Städte, Wege oder Wiesen, vermittelt die "Südsee-Variante" den Eindruck, dass schon ein bisschen gezielter vorgegangen werden muss. Was nützen Bananen ohne Ende, wenn gerade Muscheln gefragt sind. Fakt ist jedoch, dass natürlich früher oder später auch die Bananen "zum Zug kommen" und nicht umsonst gesammelt werden. Sich aber über das ganze Spiel hinweg auf nur eine Warenart zu beschränken ist sicherlich nicht ratsam, da man so zu viele Plättchen kampflos der Konkurrenz überlässt. Auf ein halbwegs ausgewogene Warenbeschaffung sollte also schon geachtet werden.

Alles in allem bleibt festzuhalten: Bei Carcassonne Südsee steht Carcassonne drauf und es ist auch Carcassonne drin. Wer Carcassonne mag und nicht genug davon bekommen kann, der ist mit Carcassonne Südsee bestens bedient, wer schon seit längerem genug von Carcassonne und Co. hat, braucht sich auch dieses Spiel nicht näher anschauen.

Vielen Dank an Hans im Glück für das Rezensionsexemplar!


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