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Love Letter



Anzahl Spieler

Für 2 bis 4 Spieler
ab 8 Jahre


Spieldauer

Ca. 15 bis 20 Minuten


Bewertung (max. 10)

8 Punkte (HOlg)



Verlag

Pegasus
Pegasus


Autor

Seiji Kanai


Bild



Sonstiges:

Wie gewinnt man das Herz einer Prinzessin? Das ist die Frage mit der sich die bis zu vier Spieler als Konkurrenten um die Gunst der Prinzessin im Spiel Love Letter auseinandersetzen müssen. Und als ob diese Aufgabe an sich nicht schon Herausforderung genug wäre, kommt erschwerend hinzu, dass der König und Vater der Prinzessin wohl recht genaue Vorstellungen von seinem künftigen Schwiegersohn hat und ein Wunschkanditat - nein, keiner der Mitspieler - eigentlich bereits gefunden ist. Doch so einfach gibt man natürlich nicht auf! Die Prinzessin hat bei der Wahl ihres Partners schließlich auch ein nicht ungewichtiges Wörtchen mitzureden, aber natürlich kann die Prinzessin nicht so einfach besucht werden, schon gar nicht zu einem romantischen Stelldichein. Es muss also ein anderer, indirekter Weg zum Herzen der Prinzessin gefunden werden.

Liebesbriefe scheinen da eigentlich eine ganz praktikable Möglichkeit zu sein, doch wie sollen diese Briefe die Prinzessin erreichen? Kontakte zum königlichen Hof sind dabei natürlich recht hilfreich und so versucht man seine liebevollen Zeilen mittels möglichst hochrangiger und zuverlässiger Mitglieder des königlichen Hofes der Prinzessin zukommen zu lassen. Dargestellt wird der Hofstaat durch insgesamt 16 Personenkarten, von denen jeder Mitspieler zu Beginn eine Karte zufällig erhält und vor den anderen geheim hält.

Diese Personenkarten haben unterschiedlich hohe Werte und eine spezielle Funktion, die man sich zu Nutze machen kann. Je hochrangiger eine Person ist, desto höher ist auch ihr Zahlenwert und umso seltener ist diese Person im Kartenstapel zu finden. Die Prinzessin selbst beispielsweise hat den (höchsten) Wert "8" und kommt nur einmal im Spiel vor, während die Wächterin den Wert "1" besitzt und insgesamt fünfmal im Spiel vorhanden ist.

Kommt ein Spieler nun an die Reihe, zieht er eine zweite Personenkarte und muss anschließend eine der beiden Karten ausspielen. Die Funktion der ausgespielten Karte kommt zum Tragen und die Karte wird anschließend auf einen Ablagestapel gelegt. Die Funktionen der Personen sollen nun dabei helfen die Nebenbuhler auszuschalten, so dass man im Idealfall am Ende der einzige ist, der noch eine Karte besitzt.

Eine ausgespielte Wächterin beispielsweise erlaubt den Versuch die Handkarte eines Mitspielers zu erraten. Gelingt das, ist dieser Konkurrent für diese Runde schon mal aus dem Rennen, er wird seinen Liebesbrief in dieser Runde nicht der Prinzessin zukommen lassen können. Beobachtet man das Spielgesehen gut oder verschafft sich beispielsweise mittels eines Priester Kenntnis über die eine oder andere Mitspielerkarte, kann man einen Konkurrenten auch mal ganz gezielt ausschalten und muss sich nicht auf Rateglück verlassen.

Auch ein Baron sorgt dafür, dass einer der Konkurrenten seinen Liebesbrief nicht zustellen kann. Er erlaubt es, seine Handkarte mit der eines Mitspielers zu vergleichen, wobei derjenige mit der niedrigeren Personenkarte aus dem Spiel ist. Damit diese Aktion nun aber nicht nach hinten losgeht, braucht es schon konkrete Hinweise oder zumindest heftiges Vermuten bezüglich der Personenkarte des gewählten Mitspielers oder eine recht hohe eigene Karte auf der Hand.

Natürlich gibt es auch Personenkarten die einen vor unangenehmen Aktionen schützen können oder eine neue Personenkarte bedeuten, für einen selbst oder einen Mitspieler entweder vom Nachziehstapel (Prinz) oder von einem Mitspieler (König). Eine Zofe wird nicht sofort abgelegt sondern bleibt eine Runde lang vor dem ausspielenden Spieler und schützt diesen eine Runde lang vor den Aktionen der Mitspieler. Gegen Ende einer Runde mit der Prinzessin auf der Hand eine super Sache!

Sollten am Ende des Nachziehstapels zwei oder mehr Spieler noch eine Personenkarte besitzen, dann entscheidet der Wert dieser Karten darüber, wer in dieser Runde dem Herzen der Prinzessin einen Schritt nähergekommen ist. Dargestellt wird dies durch kleine Herzen aus Holz und wer nun als erster eine von der Mitspieleranzahl abhängige Anzahl dieser Herzen ergattern konnte, der gewinnt auch das Herz der Prinzessin und kann sich gegen die Nebenbuhler und auch gegen den Wunschschwiegersohn des Königs durchsetzen. Die wahre Liebe findet immer einen Weg.

Love Letter ist eines der Spiele, die einem mal wieder vor Augen führen, dass es oftmals die einfachen Dinge im Leben sind, die das Leben interessant und lebenswert bzw. wie in diesem Fall, ein Spiel spielenswert machen. Die Spielregeln sind simpel, das Spielmaterial beschränkt sich auf 16 großformatige, schön gestaltete und stabile Personenkarten sowie ein paar Holzherzen und eine Runde dauert kaum mehr als 20 Minuten. Auch sind die Aktionen und Eingriffsmöglichkeiten der Spieler sehr überschaubar, der Zufall spielt eine große Rolle und trotzdem macht Love Letter richtig Spaß.

Der hohe Glücksfaktor und die eigentlich relativ geringen Einflussmöglichkeiten werden durch die Kürze der Spieldauer, den einfachen Spieleinstieg und das stimmige und originelle Thema eindeutig kompensiert und das macht Love Letter zu einem erstklassigen Einstiegs- bzw. Absackerspiel. Ich hatte aber auch schon die Situation, dass Love Letter eigentlich als Einstieg in einen Spieleabend gedacht war und nach dem Wegpacken nur noch Zeit für einen Absacker war. Also Love Letter gleich wieder ausgepackt und noch eine Runde gespielt.

Einzig die Angabe der Mitspielerzahl ist etwas unglücklich geraten. Zu zweit funktioniert Love Letter schon, aber richtiger Spielspaß kommt erst zu dritt oder am besten zu viert auf. Aufgrund des günstigen Preises ist Love Letter auf jeden Fall einen Versucht wert und ich bin mir sehr sicher, sehr viele werden öfter mal um die Gunst der Prinzessin buhlen.

Vielen Dank an Pegasus für das Rezensionsexemplar!


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