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Carcassonne - Goldrausch



Anzahl Spieler

Für 2 bis 5 Spieler
ab 8 Jahre


Spieldauer

Ca. 30 bis 45 Minuten


Bewertung (max. 10)

7 Punkte (HOlg)



Verlag

Hans im Glück
Hans im Glück


Autor

Klaus-Jürgen Wrede


Bild



Sonstiges:

2001 war das Jahr von Carcassonne, in dem es mit dem Gewinn des Spiele-Double (Spiel des Jahres und Deutscher Spielepreis) schlagartig einen kultartigen Bekanntheitsgrad erlangte. Seit dem sind etliche Jahre ins Land gegangen und etliche Erweiterungen bzw. Varianten des Spiels über die Ladentheken gewandert, doch noch immer scheint sich dieser moderne Klassiker einer großen Beliebtheit zu erfreuen. Das Spiel an sich ist ja nun auch wirklich, im wahrsten Wortsinne, ausgezeichnet und man ist jedes Jahr aufs Neue gespannt, welche Erweiterung oder Variante einem in diesem Jahr wieder auf den Spieletisch gerät.

Nun ist der Namensgeber des Spiels ja bekanntlich eine südfranzösische Stadt und somit mag der Titel Carcassonne - Goldrausch mit einer Wildwest-Thematik im ersten Moment etwas befremden, doch wem der Slogan "Carcassonne around the World" etwas sagt, dem ist klar, dass Carcassonne thematisch inzwischen nicht mehr nur an die gleichnamige Stadt in Südfrankreich gebunden ist.

Im letzten Jahr wurden die Carcassonne-Fans in die Südsee entführt und diesmal geht es eben um den "Wilden Westen", den Bau von Eisenbahnlinien, dem Handel mit indianischen Ureinwohnern, das Geschäft mit Wildpferden und natürlich den Abbau von Goldadern, die in den umliegenden Bergen in großer Zahl zu finden sind. Dementsprechend lassen die Landschaftskärtchen eine thematisch passende Landschaft entstehen und die Spielfiguren haben Cowboyhüte.

Am Spielprinzip hat sich dabei nichts Wesentliches geändert, es werden Landschaftsplättchen gezogen, passend angelegt und Spielfiguren eingesetzt um möglichst viele Punkte zu erhalten. Soweit, so gut und darauf will ich im Folgenden auch gar nicht näher eingehen sondern mich auf das beschränken, was Carcassonne - Goldrauch vom Grundspiel unterscheidet.

Auf den Landschaftsplättchen mit Bergen sind Nuggetsymbole mit einer unterschiedlichen Anzahl an Goldnuggets zu sehen. Die Anzahl der Goldnuggets gibt vor, wie viele sog. Schürfplättchen auf dem Landschaftsplättchen auszulegen sind, sobald dieses angelegt wird, und diese Schürfplättchen bringen den Spielern die sie erhalten am Ende Siegpunkte entsprechend der Anzahl an Nuggets auf ihnen. Sie werden verdeckt ausgelegt und manchmal ist auf ihnen an Stelle von Nuggets auch nur Geröll zu finden, wie das bei der Goldsuche eben so ist. Man kann also nie genau wissen, ob das Goldschürfen ertragreich oder für die Katz ist.

Die Optionen beim Einsetzen der Spielfiguren sind gleich geblieben, sie nennen sich nur anders. Die Wege sind jetzt Bahngleise, die Berge ersetzen die Städte, Klöster heißen jetzt Städte und die Weide wird Prärie genannt, auf der Indianerdörfer und Wildpferde bei Spielende Punkte bringen. Neu sind allerdings die Zelte, von denen jeder Spieler eines zur Verfügung hat und immer dann ein-, umsetzen oder zum Goldschürfen verwenden darf, wenn in seinem Spielzug kein Cowboy eingesetzt wird.
Zelte werden auf Bergen platziert und dürfen nicht nur auf dem aktuell gelegten, sondern auf jedem beliebigen Plättchen in eine Bergregion eingesetzt werden, die noch nicht vollständig abgeschlossen ist. Nutzt man ein Zelt zum Goldschürfen, statt einen Cowboy einzusetzen, darf eines der verdeckt ausliegenden Nuggetplättchen im jeweiligen Gebirgszug "geschürft", also in den eigenen Vorrat gelegt werden und bringt bei Spielende Punkte, sofern darauf Goldnuggets zu sehen sind. Geröll bringt natürlich nichts.

Im Übrigen gibt es die Siegpunkte wie gewohnt immer dann, wenn eine Bahnstrecke oder ein Berg fertiggestellt/abgeschlossen bzw. alle von einer Stadt ausgehenden Bahnlinien abgeschlossen sind. Anlässlich dieser Wertungen erhalten die Spieler wie gewohnt auch ihre dort eingesetzten Spielfiguren zurück.

Sobald das letzte Plättchen angelegt wurde, endet das Spiel mit einer Schlusswertung, bei der nicht nur die Farmer auf der Prärie (endlich) hoffentlich Punkte bringen, sondern auch Städte bei der nicht alle ausgehende Eisenbahnlinien abgeschlossen werden konnten, sowie nicht fertiggestellte Eisenbahnlinien und Berge. Gäbe es da nicht die Goldnuggets, wäre die Schlusswertung ohne größere Überraschungen, da aber die Schürfplättchen von null bis fünf Punkte bringen können und am Ende Berücksichtiung finden, wird hier letztlich doch noch ab und an mal ein Überraschungssieger gekürt.

Klaus-Jürgen Wrede geht bei Carcassonne - Goldrausch (mal wieder) keine Risiken ein. Spieltechnisch vermittelt auch dieser Carcassonne-Ableger das wohlbekannte und von vielen geliebte "Carcassonne-Feeling" und bietet nur in Nuancen aber gerade so viel Neues, dass die "Carcassonne-Jünger" wieder einmal nicht gelangweilt sind. Thematik, Optik und die Goldnuggets, die bis zum Spielende eine gewisse Spannung aufrechterhalten, lassen Carcassonne wieder einmal in einem neuen Licht erscheinen, das den Carcassonne-Anhängern in den kommenden kalten Winterabenden sicherlich den Spieletisch erhellen wird, so manch anderem aber unangenehm ins Auge sticht und möglicherweise als Abklatsch bezeichnet wird.

Mir gefällt Carcassonne nach wie vor und die jährlichen Varianten kamen bisher immer gerade zum richtigen Zeitpunkt, um dieses großartige Spiel wieder in Erinnerung und, zumindest in abgewandelter Form, auf den Spieletisch zu bringen. Ich bin schon heute gespannt, was nächstes Jahr auf der Messe in Essen in Sachen Carcassonne around the World zu vermelden sein wird.

Vielen Dank an Hans im Glück für das Rezensionsexemplar!


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