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The Manhattan Project



Anzahl Spieler

Für 2 bis 5 Spieler
ab 13 Jahre


Spieldauer

Ca. 90 bis 120 Minuten


Bewertung (max. 10)

7 Punkte (HOlg)



Verlag

Asmodee
Asmodee


Autor

Brandon Tibbetts


Bild



Sonstiges:

Wissenschaft und technologische Fortschritte sind eine feine Sache. Grundsätzlich jedenfalls, denn manchmal beinhalten sie leider auch ein zerstörerisches Potential und offenbaren Auswirkungen denen nicht viel Positives abgewonnen werden kann. The Manhattan Project setzt das spielerisch um, denn die Spieler schlüpfen in die Rollen von Leitern der Atomwaffenprogramme verschiedener Nationen mit dem Ziel immer größere und tödlichere Bomben zu bauen um für ihre Nation einen Vorteil im Rüstungswettkampf zu erlangen.

So etwas ist natürlich keine einfache Aufgabe. Man versucht sie in erster Linie durch den Bau, das Testen und das Verladen von Atombomben zu lösen, denn dafür gibt es die benötigten Siegpunkte. Was sich zunächst recht einfach oder zumindest überschaubar anhört, stellt die Spieler jedoch vor einige Probleme bzw. Entscheidungen. Gebäude werden benötigt, Universitäten, Reaktoren usw. und die kosten natürlich Geld, das, wie zu erwarten war, knapp ist. Und was nutzen einem die modernsten Einrichtungen, wenn man nicht über das erforderliche Personal, über ausreichend Arbeiter, Wissenschaftler und Ingenieure verfügt, um die Gebäude auch produktiv nutzen zu können? Das Startkapital und die wenigen Hilfsarbeiter, die den Spielern anfangs zur Verfügung stehen, sind jedenfalls in keinster Weise ausreichend und es gilt zunächst eine funktionierende Grundlage für das eigene Atomwaffenprogramm zu etablieren. Das hört sich einigermaßen kompliziert an, ist aber spielerisch sehr einfach umgesetzt, denn es gibt nur zwei Alternativen, aus denen ein Spieler am Zug wählen kann.

Wer freie Arbeiter in seinem Pool zur Verfügung hat, der kann diese einsetzen und zwar zum einen auf dem Spielplan und in einem zweiten Schritt dann auch auf Gebäude in der eigenen Auslage. Dabei ist die Unterscheidung der Mitarbeiter in Hilfsarbeiter, Ingenieure und Wissenschaftler wichtig, denn in einigen Fällen müssen bestimmte Mitarbeiter bzw. Kombinationen aus unterschiedlichen Mitarbeitern eingesetzt werden.
Durch den Einsatz von Mitarbeitern können Ressourcen (weitere Mitarbeiter, Geld Yellowcake, Plutonium, Uran usw.) beschafft, Bomben gebaut, Gebäude erworben oder genutzt werden, wenn die benötigten Ressourcen in Form von Geld oder Verbrauchsstoffen vorhanden sind, und sogar Mitspieler angegriffen werden. Die zweite Aktionsmöglichkeit eines Spielers ist das Zurückholen seiner eingesetzten Mitarbeiter in seine Auslage, wobei Leiharbeiter natürlich zurück in den allgemeinen Vorrat wandern und erneut angeheuert werden können/müssen. Auf diese Weise hat man die Aktionsmöglichkeiten seiner Gebäude und seine Mitarbeiter wieder zur Verfügung.

Das Spiel endet, sobald ein Spieler eine von der Mitspielerzahl abhängige Anzahl an Siegpunkten erreicht hat, der damit seine Nation zu einer Rüstungs-Supermacht aufsteigen lässt.

Manhattan Project ist ein klassisches "Worker-Placement-Spiel" mit gut ineinandergreifenden Mechanismen, Interaktion und steigendem Spannungsbogen. Zunächst beginnt alles recht gemächlich, alle sind damit beschäftigt die Grundlagen ihres angestrebten Erfolges zu bereiten und je nachdem wie gut das gelingt, geht es im weiteren Spielverlauf zunehmend schneller. Die erarbeiteten Ressourcen in Form von Geld, Rohstoffen, Arbeitern und Gebäuden werden effektiv eingesetzt und die Spielentscheidenden Siegpunkte werden immer schneller generiert.

Trotzdem verläuft kein Spiel wie das andere, es stellt immer wieder andere Herausforderungen an die Spieler. Mal entwickelt sich alles fast von alleine, wenn die in der jeweiligen Spielphase benötigten Gebäude auch auf dem Markt erhältlich sind, mal muss man Alternativen finden, wenn nur Gebäude im Angebot sind, die man (noch) nicht gebrauchen kann. Es gilt immer das Beste aus der jeweiligen Situation zu machen.

Die Interaktion im Spiel besteht nicht nur aus dem Konkurrieren um die Einsatzfelder der Mitarbeiter auf dem Spielplan. Luftangriffe stellen beispielsweise eine sehr gute Möglichkeit dar um seine Konkurrenten zu verunsichern. Allerdings profitieren von einem tatsächlichen Konflikt in der Regel nur diejenigen, die nicht selbst daran beteiligten sind. Kommt ein Konkurrent aber dem Spielsieg etwas zu nah, können Luftangriffe ein probates Mittel sein, um das Spiel ein bisschen länger offen zu gestalten. Interaktion ist also geboten und das unterstreicht auch die Möglichkeit der Spionage, die es erlaubt Gebäude der Konkurrenz mit eigenem Personal zu nutzen und das kann so manches Mal doppelt nützlich sein, wenn nämlich auf diese Weise durch ein Gebäude der Konkurrenz eine dringend erforderliche Aktion ausgeführt werden kann und gleichzeitig diese Möglichkeit für den eigentlichen Gebäudeinhaber vorerst nicht zur Verfügung steht.

Manhattan Project bietet spieltechnisch zwar nicht allzu viel Neues, allerdings gibt es an den altbewährten Mechanismen und deren Umsetzung nichts auszusetzen. Thematisch mag das der eine oder andere etwas anders sehen. Auch mich spricht das Thema nicht ganz so an, doch die spielerischen Vorzüge lassen mich darüber relativ leicht hinwegsehen.

Manhattan Project ist also kein innovativer Hammer aber ein solides Workerplacement-Spiel das funktioniert und auf jeden Fall einen Versuch wert ist.

Vielen Dank an Asmodee für das Rezensionsexemplar!


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