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The Game



Anzahl Spieler

Für 1 bis 5 Spieler
ab 7 Jahre


Spieldauer

Ca. 15 bis 20 Minuten


Bewertung (max. 10)

7 Punkte (HOlg)



Verlag

Nürnberger-Spielkarten-Verlag
Nürnberger-Spielkarten-Verlag


Autor

Kirsten Becker


Bild



Sonstiges:

The Game ist der Titel einer Neuheit des Nürnberger Spielkartenverlags, die schon alleine durch den Titel eine gewisse Aufmerksamkeit auf sich zieht. Nicht irgendein Spiel, nein DAS Spiel könnte es sein, doch so ist das Ganze gar nicht gemeint. The Game ist ein kooperatives Kartenspiel bei dem der Gegner der bis zu fünf Mitspieler das Spiel Höchstselbst ist.

Dem Untertitel des Spiels, "Spiel, solange du kannst", entsprechend versuchen die Spieler gemeinsam solange es geht durchzuhalten und das Spiel am Laufen zu halten, d.h. sie sind bestrebt, möglichst viele der 98 Spielkarten abzulegen. Vier Kartenstapel stehen für das Ablegen der Spielkarten zur Verfügung, zwei von ihnen beginnen mit je einer schon zu Beginn ausliegenden 1er-Karte, die beiden anderen mit je einer 100er-Karte. Auf den "1er-Stapeln" müssen die Werte der folgenden Karten grundsätzlich immer höher als der Wert der gerade ausliegende Karte und auf den "100er-Stapeln" grundsätzlich niedriger sein.

In Abhängigkeit von der Mitspielerzahl haben alle Spieler sechs, sieben oder im Solospiel sogar acht zufällige Karten auf der Hand und wer an die Reihe kommt, muss mindestens zwei seiner Karten regelkonform ablegen. Wer möchte darf auch mehr als nur zwei Karten ablegen, wenn er möchte sogar alle Handkarten, wenn das sinnvoll erscheint und die Möglichkeiten in den folgenden Spielzügen dadurch nicht zu sehr eingeschränkt werden. Je größer nämlich der zahlenmäßige Abstand zwischen den auf einem Stapel abgelegten Karten ist, desto mehr Karten liegen natürlich wertemäßig zwischen diesen beiden Karten, können nicht mehr so ohne weiteres auf diesem Stapel abgelegt werden und drohen dann natürlich am Ende übrig zu bleiben. Wie auch immer, im Anschluss an das Ablegen der Karten wird die Kartenhand durch den Nachziehstapel wieder auf die ursprüngliche Zahl gebracht, solange das möglich ist.

Nun wäre das Spiel mehr oder weniger völlig glücksabhängig, wenn es nicht den sog. "Rückwärtstrick" gäbe und auch die Kommunikation unter den Spielern erlaubt wäre. "Rückwärtstrick" bedeutet, dass ich auf einem wertemäßig eigentlich ansteigenden Kartenstapel eine niedrigere Karte als die gerade ausliegende ablegt werden darf, wenn die neue Karte um genau den Wert 10 kleiner als die ausliegende ist. Umgekehrt funktioniert das natürlich auch auf den abfallenden Stapeln, wenn der Wert der Karte um genau 10 größer ist.

Zusammen mit der Möglichkeit der Spieler sich untereinander auszutauschen, auch wenn natürlich keine konkreten Zahlenwerte kommuniziert werden dürfen, ergeben sich prima Möglichkeiten ungünstige Karten in günstigen Momenten auszuspielen (beispielsweise wenn anschließend sofort einen "Rückwärtstrick" angewendet werden kann) oder auf Stapel hinzuweisen, auf denen man günstig, also in kleinen Schritten, anlegen oder einen "Rückwärtstrick" anwenden kann, damit diese Situation möglichst auch dann noch vorliegt, wenn man an der Reihe ist usw.

Im besten Fall funktioniert das Ganze so lange, bis der Nachziehstapel aufgebraucht und alle Handkarten ausgespielt sind, denn dann hat das Team das bestmögliche Ergebnis erreicht. Anderenfalls endet das Spiel, sobald der Spieler am Zug die geforderte Mindestzahl an Karten nicht mehr ablegen kann.

Die Anzahl der übrig behaltenen Karten entscheidet dann darüber, wie gut ein Team abgeschnitten hat, wobei die Spielregel sich darauf beschränkt, ein Ergebnis von unter 10 übrig behaltenen Karten als super Ergebnis zu bezeichnen. Eine weitere differenzierte Bewertung des Spielergebnisses bleibt den Spielern selbst überlassen.

Spätestens wenn man es immer öfter schafft alle Karten abzulegen und damit das Spiel zu besiegen, sollte man über die Profivariante nachdenken, die in einem ersten Schritt die Mindestzahl der pro Spieler und Spielzug abzulegenden Karten von zwei auf drei anhebt und im zweiten Schritt noch die Handkartenzahl reduziert, so dass die Spieler eine geringere Auswahl beim Kartenablegen haben. Beides macht das Spiel natürlich deutlich schwerer.

The Game ist ein kleines, einfaches aber recht interessantes Spiel mit steigendem Spannungsbogen. Mit jeder abgelegten Karte wird die Situation schwieriger und man muss befürchten Karten auf der Hand zu halten oder zu bekommen, die nur noch schwer oder gar nicht ablegbar sind. Die eine oder andere Gruppe neigt dann möglicherweise dazu die einzige Einschränkung der Kommunikation großzügig auszulegen. "Ich habe die nächste passende Karte für diesen Stapel" wäre ja regeltechnisch grundsätzlich erlaubt, da keine konkrete Zahl genannt wird, allerdings macht man es sich damit natürlich schon deutlich leichter gegenüber einer strengeren Auslegung, die auch Kommentare verbietet welche eindeutige Schlüsse zulässt.

Aber das sollte jede Gruppe so spielen, wie es gefällt und Spaß macht. Dass die Spielregel hier eher weniger reglementiert empfinde ich in diesem Fall als Vorteil. Stellt sich Routine ein und das Spiel droht langweilig zu werden, bleiben ja noch die beiden Möglichkeiten der "Profivariante" um das Spiel interessant zu halten.

Im Grund könnte man The Game als den "kleinen Bruder" von Hanabi bezeichnen. Kleiner Bruder deshalb, weil The Game deutlich einfacher und aus meiner Sicht weniger anspruchsvoll, aber trotzdem fordernd und nicht banal ist. Ein Gefühl für Zahlen sollte man allerdings mitbringen.

The Game ist sicherlich nicht das Spiel der Spiele, aber auf jeden Fall eines der besseren. Es steckt eine Menge in diesem kleinen Spiel und seinen um die 100 Karten, das schnell mal zwischendurch gespielt ist und kurzweilige Spannung bietet.

Vielen Dank an Nürnberger-Spielkarten-Verlag für das Rezensionsexemplar!


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