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Potion Explosion



Anzahl Spieler

Für 2 bis 4 Spieler
ab 8 Jahre


Spieldauer

Ca. 30 bis 60 Minuten


Bewertung (max. 10)

6 Punkte (HOlg)



Verlag

Horrible Games
Horrible Games


Autor

Stefano Castelli


Bild



Sonstiges:

Wer mit gefährlichen Flüssigkeiten herumspielt ohne genau zu wissen was er tut, der braucht sich nicht wundern, wenn ihm die Mixtur irgendwann um die Ohren fliegt. Im Spiel Potion Explosion von Horrible Games jedoch sind kontrollierte Explosionen der Trankzutaten durchaus gewollt, da sie einen schneller ans Ziel, sprich an den Trank, bringen. Und wer seine Tränke schnell zusammenbraut, der hat gute Chancen am Ende die meisten Siegpunkte für seine selbstgebrauten Tränke zu bekommen und darf sich dann Meister der Tränke nennen.

Die Spieler beginnen mit einem leeren Arbeitstisch in Form eines Pappplättchens, auf dem zwei Bunsenbrenner für die zu brauenden Tränke bereitstehen sowie ein Fläschchen für nicht sofort einsetzbare Reagenzien, die dort bis zu ihrer Verwendung zwischengelagert werden können. Die Rezepte der zu brauenden Tränke sind auf Pappfläschchen abgebildet, die dazu in verschiedene Farbbereiche unterteilt sind, entsprechend der Zutaten die für den jeweiligen Trank benötigt werden.
Wie häufig eine bestimmte Zutat für einen Trank benötigt wird, ergibt sich aus der Anzahl an Aussparungen in den Farbbereichen der Rezepte. Ein Rezept/Fläschchen mit einem roten Bereich das zwei Aussparungen beinhaltet und einem schwarzen Bereich mit drei Aussparungen bedeutet also, dass zwei rote und drei schwarze Zutaten benötigt werden um den Trank zu brauen. Zwei dieser Trankrezepte wählen die Spieler zu Spielbeginn aus, versuchen diese als Erstes zu brauen und legen sie dazu "auf" ihren Bunsenbrennern ab.

Die Zutaten werden durch Glasmurmeln in den verschiedenen Farben dargestellt und können auf die Aussparungen der Rezepte/Fläschchen abgelegt werden ohne wegzurollen. Insgesamt 80 dieser Glasmurmeln in vier Farben sind im Spiel vorhanden und werden zufällig in eine Pappkonstruktion bestehend aus fünf Kugelbahnen geworfen, die als "Zutatenspender" dient. Durch Öffnungen fallen die Kugeln dann auf die einzelnen Bahnen und kommen am unteren Ende in zufälliger Reihenfolge wieder zum Vorschein von wo aus sie während der Züge der Spieler ausgewählt und genommen werden können.

Während eines Spielzuges darf ein Spieler normalerweise genau eine Zutat/Kugel aus dem Spender nehmen und für einen seiner beiden Tränke verwenden bzw. diese in seinem Vorrats-Reagenzglas ablegen. Interessant wird es, wenn durch das entnehmen einer Kugel zwei oder mehrere andere gleichfarbige Kugeln im "Spender" aufeinanderprallen. Diese "Explosion" hat zur Folge, dass der aktive Spieler auch diese Kugeln (alle zusammengestoßenen gleichfarbigen Kugeln) an sich nehmen darf. Das kann, sollten nun wieder gleichfarbige Kugeln aufeinandertreffen, zu einer richtigen Kettenreaktion führen, die einem Spieler eine Menge Zutaten für seine Rezepte einbringen kann.
Zutaten die nicht auf Rezepten oder im Reagenzglas untergebracht werden können müssen zwar wieder zurück in den Zutatenspender geworfen werden, aber natürlich bedeuten viele Zutaten pro Zug natürlich auch regelmäßig mehr Tränke und damit mehr Punkte am Ende.

Die Tränke benötigen also unterschiedlich viele und verschiedenartige Zutaten, sind also unterschiedlich schwer zu brauen, was sich natürlich auch auf die Punkte auswirkt, die so ein fertiggestellter Trank einbringt. Ein fertiger Trank wird von seinen Kugeln befreit - diese werden in den "Spender" zurückgeworfen -, umgedreht vor dem jeweiligen Spieler abgelegt und durch ein neues Trankrezept ersetzt, das man gezielt auswählen kann. Wer nämlich drei gleichfarbige oder fünf verschiedenfarbige Tränke braut, erhält jedes Mal ein Bonuspunkteplättchen, das am Ende vier Siegpunkte zusätzlich wert ist.
Darüber hinaus entscheiden die Bonusplättchen auch darüber, wann das Spiel endet. Ihre Anzahl ist abhängig von der Mitspielerzahl und sobald das letzte Bonusplättchen vergeben wurde, endet das Spiel mit demjenigen als Gewinner, der insgesamt durch seine Tränke und Bonusplättchen die meisten Punkte zusammenbekommen hat.

Fertige Tränke bringen aber nicht nur Punkte am Ende des Spiels, sie können schon während des Spiels eine einmalige Wirkung entfalten. Jeder Trank trägt eines von acht Symbolen dessen Wirkung einmal im Spiel ausgelöst werden kann, zusätzlich vor oder nach der normalen Aktion eines Spielers. Diese sind nicht zu unterschätzen, denn sie bringen alle mehr oder weniger zusätzliche Zutaten. Eine Trankwirkung erlaubt es sogar sämtliche Zutaten eines Mitspielers aus seinem Vorrats-Reagenzglas zu stehlen, was in der Regel nicht nur einen selbst weiterbringt sondern einen Konkurrenten natürlich auch noch zurückwirft.

Vor oder nach der eigentlichen Aktion besteht dann auch noch die Möglichkeit zu einer Bonusaktion. Diese erlaubt es eine weitere Zutat vom "Spender" zu nehmen, wobei dabei "Explosionen" ohne Wirkung bleiben. Natürlich hat so eine Bonusaktion auch einen Haken der in diesem Fall darin besteht, dass für jede Bonusaktion ein Plättchen mit zwei Minuspunkten genommen werden muss, das bei Spielende die Siegpunkte natürlich entsprechend schmälert.
Trotzdem kann eine Bonusaktion natürlich interessant sein, beispielsweise wenn man sich in Führung wähnt und durch diese Bonusaktion das Spiel beenden kann.

Potion Explosion ist ein Familienspiel mit der prima Idee die Zutaten in Form von Glaskugeln mittels eines "Spenders" ins Spiel zu bringen. Leider ist es dann gerade dieser Spender, der in seiner Umsetzung etwas für Probleme sorgt, zumindest für Besitzer der ersten Charge des Spiels, in welcher der Spender fehlerbehaftet ist. Messebesucher haben aber beim Kauf einen zusätzlichen Stanzbogen mit einem korrigierten Spender erhalten. Trotz allem ist ein kleines Problem geblieben, denn auch dieser korrigierte Spender ist noch nicht ganz optimal. Schiebt man die Blende des Spenders etwas zu tief nach unten, passen die Glaskugeln manchmal nicht hindurch und blockieren, wobei das kein wirkliches Problem ist. Die Blende einfach etwas nach oben geschoben und schon klappt es mit den Glaskugeln und dem Spender.

Davon abgesehen ist das Spielmaterial einwandfrei, die Optik insbesondere der Papp-Trankfläschen ist prima gelungen und der Spender muss nach dem Spiel auch nicht wieder zerlegt werden, denn er passt zusammengebaut prima in die Spieleschachtel. Die Regeln sind absolut überschaubar, schnell erklärt und auch die Symbole der Tränke hat man schnell verinnerlicht. Und trotzdem, bei aller Einfachheit, gibt es bei der Planung eines Spielzuges auch so einiges zu beachten. Lohnt sich eine Zusatzaktion? Kann ich einen meiner fertiggestellten Tränke wirkungsvoll einsetzen? Welche Zutaten brauche ich und wie kann ich durch das Auslösen einer oder mehrerer "Explosionen" möglichst viele davon bekommen?
Und wenn alles nichts zu bringen scheint, kann ich wenigstens der Konkurrenz etwas verbauen? Das ist auch in der Summe natürlich für einen Vielspieler sicherlich keine Überforderung, aber auch weit von banaler Anspruchslosigkeit entfernt. Potion Explosion ist eben ein richtig schönes Familienspiel, das aber auch einem Strategiespiel-Liebhaber wie mir zu gefallen weiß. Nicht jeden Abend, aber hin und wieder gerne.

Vielen Dank an Horrible Games für das Rezensionsexemplar!


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