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Carcassonne: Über Stock und Stein



Anzahl Spieler

Für 2 bis 5 Spieler
ab 8 Jahre


Spieldauer

Ca. 30 bis 45 Minuten


Bewertung (max. 10)

7 Punkte (HOlg)



Verlag

Hans im Glück
Hans im Glück


Autor

Klaus-Jürgen Wrede


Bild



Sonstiges:

Die Familie der Carcassonne-Spiele ist schon lange nicht mehr als überschaubar zu bezeichnen. Zu viele Erweiterungen, Minierweiterungen, eigenständige Ableger und Sondereditionen sind inzwischen erhältlich und ein Ende ist nicht abzusehen. Zumindest 2015 ist dieses Ende noch nicht erreicht, denn gleich zwei eigenständige Ableger von Carcassonne haben in diesem Jahr wieder das Licht der Welt erblickt. Carcassonne: Über Stock und Stein nennt sich einer dieser beiden Ableger, mit denen ich mich beschäftigt habe und ich kann es vorweg nehmen, das Rad wurde nicht neu erfunden aber angenehm variiert.

Jedes Jahr aufs Neue frage ich mich, wie es überhaupt noch möglich sein kann, sich immer und immer wieder neue Varianten und Möglichkeiten für Carcassonne einfallen zu lassen. Aber irgendwie scheint sich doch immer wieder etwas zu finden, um Carcassonne zu bereichern, denn bisher waren die eigenständigen Carcassonne-Ableger in der Regel doch immer wieder erfrischend, wenngleich sich natürlich auch immer wieder die Frage stellt, ob man das wirklich braucht. Diese Frage kann natürlich jeder nur für sich beantworten, ob aber diese neue Variante einfach nur hin geklatscht ist oder ob sie spielerisch überzeugt, werden wir gleich sehen.

So einfach und genial die Carcassonne-Mechanismen sind, so vorsichtig müssen Änderungen vorgenommen werden um nicht statt eines frischen Windes ins Spiel zu bringen, der Spielspaß aus dem Spiel genommen wird. Wohl genau aus diesem Grund sind die Veränderungen wie auch schon bei all den anderen Ablegern sehr dezent aber nichtsdestotrotz markant. Thematisch führt uns Carcassonne: Über Stock und Stein hinaus in die Natur. Gerade im Hinblick auf die beginnende Winterzeit, in der es so manchem zu kalt werden dürfte um sich oft und lange im Freien aufzuhalten, vielleicht gar keine schlechte Idee. Es wird gewandert, geerntet und es gibt Ställe - zwei pro Spieler - für die ganzen Viecher, die auf den Geländeplättchen immer wieder anzutreffen sind. Darüber hinaus bleibt aber vieles beim Alten. Natürlich werden Landschaftsplättchen gezogen, passend angelegt und ggf. mit einer Spielfigur des aktiven Spielers versehen. Und natürlich werden gelegentlich Wertungen der eingesetzten Spielfiguren ausgelöst und das Ganze dann, nachdem das letzte Landschaftsplättchen angelegt ist, im Rahmen einer Schlusswertung zu einem Ende gebracht.

Auf den in der Auslage entstehenden Wegen waren die eingesetzten Spielfiguren bisher zur Untätigkeit verdammt, sie mussten dort bis zur Fertigstellung des Weges ausharren, bevor sie dann nach der Wertung des Weges zur weiteren Verwendung zurück an den jeweiligen Spieler gingen. Bei Carcassonne: Über Stock und Stein besteht nun die Möglichkeit diese Figuren punkteträchtig wandern zu lassen und zwar immer dann, wenn ein Weg auf dem eine eigene Spielfigur steht verlängert aber nicht abgeschlossen und keine weitere Spielfigur eingesetzt wurde. In diesen Fällen entscheidet man in welche Richtung man seine Figur entlang des Weges bewegen möchte und erhält pro zurückgelegtem Wegabschnitt einen Punkt auf der Wertungsleiste.

Die aus dem Basisspiel bekannten Städte sind nun Äcker auf denen nun natürlich keine Schildsymbole zu finden sind, dafür aber Symbole für Obst, Getreide, Sonnenblumen, Kürbisse und Vogelscheuchen. Äcker bringen, nachdem sie landschaftlich vollständig abgeschlossen sind zwei Punkte pro Plättchen, das zum Acker beträgt, und zusätzlich Erntechips entsprechend der evtl. vorhandenen Symbole.
Diese Erntechips sammelt man verdeckt bis zum Ende des Spiels, denn dort bringen sie dann Punkte. Grundsätzlich gibt es pro Erntechip einen Punkt, jedes Set bestehend aus fünf verschiedenen dieser Chips bringt dann jedoch nochmal zusätzlich fünf Extrapunkte, wobei Vogelscheuchen als Joker eingesetzt werden können.

Bleiben zu guter Letzt noch die Ställe. Diese können auf den Wiesen eingesetzt werden, wobei diesmal durchaus mehrere Ställe auf einer Wiese stehen können, solange sie nicht in unmittelbarer Nachbarschaft zu einander platziert werden. Im Gegensatz zu den Bauern des Basisspiels, die Siegpunkte für jede an "ihre" Wiese angrenzende fertiggestellte Stadt einbringen, erhält man für die Ställe am Ende des Spiels Punkte für jedes Tier auf den acht Plättchen um den Stall herum und dem Plättchen mit dem Stall selbst. Die Ställe sind quasi eine Art Mischung aus Bauern und Klöstern des Basisspiels.

Wie gewohnt endet das Spiel mit dem Legen des letzten Landschaftsplättchens und es kommt zu einer letzten Schlusswertung, so wie man das kennt, und der Sieger steht fest.

Was soll man nun zu Carcassonne: Über Stock und Stein sagen? Es mach Spaß, keine Frage, und die Neuerungen bzw. Variationen zum Grundspiel sind durchaus erfrischend. Besonders gelungen ist aus meiner Sicht die Möglichkeit seine auf nicht fertiggestellten Wegen eingesetzten Spielfiguren punkteträchtig wandern zu lassen. Das macht den Wegebau deutlich interessanter und man sollte immer einen "Wanderer" im Spiel haben, denn der bringt gelegentlich auch mal Punkte, wenn man normalerweise leer ausgehen würde. Allerdings handelt es sich trotzdem "nur" um den x-ten Aufguss einer zugegebenermaßen erstklassigen Idee. Und trotzdem gefallen mir die jedes Jahr zu habenden Carcassonne-Varianten immer und immer wieder.

Wer also von Carcassonne nicht genug bekommen kann oder die Spiele dieser Reihe sammelt, der kann bedenkenlos zugreifen, denn Carcassonne: Über Stock und Stein ist eine gelungene Fortsetzung dieser Reihe von Carcassonne-Ablegern. Gleiches gilt natürlich auch für alle Neueinsteiger in die Carcassonne-Welt.

Vielen Dank an Hans im Glück für das Rezensionsexemplar!


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