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Holmes - Sherlock gegen Moriarty



Anzahl Spieler

Für 2 Spieler
ab 10 Jahre


Spieldauer

Ca. 20 bis 30 Minuten


Bewertung (max. 10)

6 Punkte (HOlg)



Verlag

Kosmos
Kosmos


Autor

Diego Ibanez


Bild



Sonstiges:

Es gab und gibt immer wieder Wettstreite zwischen den ganz Großen ihrer Art oder Zeit. Bayern München gegen Real Madrid, Jedi gegen Sith, die freien Völker gegen Sauron, Van Helsing gegen Dracula und eben auch Sherlock Holmes gegen Professor Moriarty. Immer wieder waren der geniale Detektiv Sherlock Holmes und der nicht minder geniale aber kriminelle Professor Moriarty in der Vergangenheit Thema von Büchern, Filmen und auch Brettspielen. Mit dem jüngsten Zweipersonenspiel von Kosmos ist es nun wieder einmal soweit, Holmes misst seinen Intellekt mit dem von Moriarty und die beiden werden jeweils von einem der beiden Spieler vertreten.

Dabei kommt es im Spiel Holmes: Sherlock gegen Moriarty nicht ausschließlich auf die Fähigkeiten des Verstandes an, wie beispielsweise beim Schach, es gehört schon auch etwas Glück dazu um das Spiel für sich zu entscheiden und zu gewinnen. Dabei kommt im Spiel der abstrakter Mechanismus des Kartensammelns zum Einsatz. Und wie das so oft bei abstrakten Mechanismen ist, die Thematik passt meist nicht 100% und wirkt daher mehr oder weniger aufgesetzt. Im Spiel Holmes: Sherlock gegen Moriarty beispielsweise sind Holmes und Moriarty eher Konkurrenten als Gegenspieler, denn beide sammeln die Hinweise für einen Fall und jeder will mehr Hinweise als der andere. Dabei erfahren beide Unterstützung u.a. durch Dr. Watson und Inspektor Lestrade und mir wäre neu, dass diese beiden Herren Moriarty freiwillig Unterstützung gewährt hätten. Moriarty könnte also eigentlich auch Inspektor Lestrade sein.
Sherlock gegen Lestrade aber klingt natürlich nicht so spannend wie Sherlock gegen Moriarty und so wird kurzer Hand so argumentiert, dass Holmes die Hinweise sammelt um den Fall zu lösen und Moriarty um dessen Auflösung und damit sein erwischt werden zu verhindern.

Der Spielplan zeigt im Wesentlichen Ablageflächen für Personenkarten von denen 10 im Spiels sind und von denen in jeder Partie acht zum Einsatz kommen. Drei Personen, nämlich Dr. Watson, Mrs. Hudson und Inspektor Lestrade, sind fest auf dem Spielplan eingezeichnet und in jedem Spiel dabei. Zwei der Ablageflächen werden schon zu Beginn mit zwei zufälligen oder gedrafteten Personenkarten (aufgedeckt) belegt, so dass bereits ab der ersten Runde immer mindestens fünf Personen für die Spieler zur Auswahl stehen.

Das Spiel und damit die Ermittlungen laufen nun über 7 Runden, wobei jede Runde einem Tag entspricht. Jeder Spieler hat drei Aktionssteine, die er während eines Ermittlungstages auf drei verschiede Personen einsetzen kann, um deren Hilfe zu erlangen. Die Spieler kommen abwechselnd zum Zug, nehmen einen ihrer noch nicht genutzten (noch stehenden) Aktionssteine und platzieren ihn (liegend) auf einer Personenkarte und nutzen deren Fähigkeit. Dabei darf auf dieser Personenkarte kein eigener Aktionsstein mehr liegen, wohl aber einer des Mitspielers.

Die Fähigkeiten der Personen helfen den Spielern im wesentlichen Hinweismarker zu sammeln und/oder für Hinweismarker Hinweiskarten einzutauschen. Vier von diesen Hinweiskarten liegen immer offen in einer Auslage und jeder dieser Karten hat eine von insgesamt neun Farben sowie einen Kartenwert von 1 bis 9 oder stellt einen Joker dar, der für jede Farbe verwendet werden kann. Am Ende gilt es in möglichst vielen Farben mehr Hinweiskarten als der Gegenspieler zu haben, wenn möglich bei höherwertigen Karten von denen der Mitspieler am besten nur wenige besitzt.
Am Ende erhält nämlich nur der Spieler Punkte für eine Hinweiskartenfarbe, der mehr Karten als der Konkurrent gesammelt hat und der Punktwert ergibt sich aus dem Kartenwert abzüglich der durch den Mitspieler in dieser Farbe gesammelten Karten.

Einige Hinweiskarten sind sog. Kartenfragmente, die am Ende Punkte in Abhängigkeit der Anzahl der durch einen Spieler gesammelten Fragmentkarten steht. Je mehr Karten, desto mehr Punkte, und zwar deutlich mehr. Bedeutet eine Fragmentkarte bei Spielende noch einen Minuspunkt, erhält man für zwei solcher Karten einen, für drei Karten drei Punkte usw. Für fünf Fragmentkarten erhält man den Maximalwert von 10 Punkten, was diese Karten zu einem nicht zu unterschätzenden Faktor im Spiel macht!

Haben beide Spieler ihre drei Aktionsmarker eingesetzt, beginnt ein neuer Ermittlungstag. Es wird eine weitere Personenkarte vom Stapel gezogen und auf das Ablagefeld des nächsten freien Tages gelegt, die nun die Möglichkeiten der Spieler erweitert. Personen(-karten), die während eines Tages von beiden Mitspielern aufgesucht wurden, sind erschöpft, werden umgedreht und stehen am kommenden Ermittlungstag nicht zur Verfügung. Personenkarten, die während des leztten Ermittlungstages nicht zur Verfügung standen, werden wieder aufgedeckt und können am folgenden Tag wieder um Unterstützung gebeten werden.
Die Aktionsmarker der Spieler werden auf ihren Personenkarten aufgerichtet und stehen für den kommenden Ermittlungstag wieder zur Verfügung. Nach sieben Ermittlungstagen wird abgerechnet und der Sieger ermittelt. Bei der Ermittlung des Siegers ist neben dem bereits erwähnten noch zu berücksichtigen, dass keiner Farbe zugewiesene Joker drei Minuspunkte bedeuten und demjenigen, der alle Karten einer Farbe gesammelt hat, drei Bonuspunkte winken.

Holmes: Sherlock gegen Moriarty ist ein Spiel an das man mit der "richtigen" Erwartungshaltung herangehen muss. Wer aufgrund des Themas ein deduktives "Schwergewicht" erwartet, bei dem geknobelt und getüftelt werden muss, der dürfte enttäuscht sein. Alle anderen können sich auf ein lockeres, leichtes Zweipersonenspiel freuen, dessen Regel überschaubar und absolut vorbildlich gestaltet ist, so dass keine Fragen offen bleiben. Die Thematik ist aufgesetzt und im Grund beliebig austauschbar, aber optisch äußerst ansprechend umgesetzt, so dass auch das Auge "mitspielt".

Obwohl die Anzahl an Charakteren genauso überschaubar wie die Komplexität des Spiels ist, verfliegt der Spielreiz nicht bereits nach zwei, drei Partien. Man weiß nie ob und wenn ja wann ein Charakter ins Spiel kommt und auch wann und wie schnell die Hinweiskarten einer Farbe in der Auslage landen ist ungewiss. Man muss sich also immer wieder auf andere Spielsituationen einstellen und dass hält den Spielreiz ein ganzes Weilchen hoch.

Holmes: Sherlock gegen Moriarty ist also sicherlich kein abendfüllender "Hammer", aber auf jeden Fall eine gerne gewählte "leichtere Kost" für Zwischendurch, zum Einstieg oder als Absacker.

Vielen Dank an Kosmos für das Rezensionsexemplar!


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