|
|
|
|
|
Anzahl Spieler
Für 2 bis 6 Spieler
ab 8 Jahre
|
|
Spieldauer
Ca. 30 bis 45 Minuten
|
|
Bewertung (max. 10)
|
Weitere Bewertungen
| 5 | | Punkte (Thomas Fischer) |
|
|
|
|
Bild
|
|
|
|
Steht der eine oder andere Erweiterungen zu Brettspielen möglicherweise skeptisch gegenüber und fragt sich ob diese sinnvoll sind, so hat die nunmehr 4. Erweiterung von Carcassonne zumindest den "Sinn", dass man einen Turm geliefert bekommt, der als praktischer Spender für die Landschaftsplättchen verwendet wird und in dem sich die Kärtchen prima aufbewahren lassen. Allen anderen, denen es gar nicht genug Neues zu Carcassonne geben kann bietet die Erweiterung auch 18 neue Landschaftsplättchen mit Turmsymbol und 30 Holztürmen.
Die Neuerung im Spiel sind Türme, die auf Landschaftsplättchen gebaut werden um Gefangene (Spielfiguren der Mitspieler) zu beherbergen, bis ein "Lösegeld" in Form von Siegpunkten gezahlt wird. Zunächst jedoch bleibt alles beim alten. Es wird ein Plättchen vom Stapel - oder jetzt eben aus dem Turm - gezogen und passend angelegt. Hatte man früher "nur" die Wahl auf diesem Plättchen einen eigenen Gefolgsmann zu platzieren oder nicht, stehen neben dem Einsatz des Gefolgsmann nun weitere neue Aktionen zur Verfügung.
Zum einen kann man statt des Gefolgsmanns nun ein Turmteil auf ein Landschaftsplättchen mit Turmsymbol gelegt werden, wobei es sich nicht um das gerade gelegte Plättchen handeln muss. Eine weitere Möglichkeit ist der Ausbau eines bestehenden Turmes durch Aufstocken durch ein weiteres Turmteil. Oder man setzt seinen Gefolgsmann nicht wie üblich auf das eben gelegte Plättchen sondern auf einen Turm.
Der Turmbau hat, wie bereits erwähnt, den Sinn Gefolgsmänner der Mitspieler gefangen zu nehmen. Je höher der Turm, desto größer seine Reichweite. Können beispielsweise mit einem Turm bestehend aus einem Turmteil nur Gefolgsmänner festsetzen, die sich maximal ein Plättchen vom Turm entfernt befinden. Mit einer Höhe von zwei Turmteilen sind auch Gefolgsmänner gefährdet, die sich max. zwei Geländeplättchen entfernt befinden.
Sobald ein Spieler einen Gefolgsmann auf einen Turm einsetzt, kann dieser nicht mehr erhöht werden und weitere Gefangene machen. Zwar ist diese Spielfigur bis zum Spielende gebunden, möglicherweise schützt man aber einen "wertvollen" oder mehrere eigene Gefolgsmänner vor der Gefangenschaft.
Gefangene können ausgetauscht oder für 3 Siegpunkte ausgelöst werden. So eine Gefangennahme ist also schon recht interessant, holt man unter Umständen nicht nur einen wichtigen gegnerischen Gefolgsmann vom Landschaftsplättchen sondern verdient auch noch 3 Siegpunkte bzw. erhält einen eigenen gefangenen Gefolgsmann zurück.
Die Möglichkeit auch mal direkt Einfluss auf die eingesetzten Gefolgsmänner der Konkurrenten zu nehmen gefällt mir grundsätzlich schon. Allerdings bleiben einem im Spiel zu mehreren oft nicht die geringsten Möglichkeiten einen bedrohten Gefolgsmann zu schützen. Zwar kann man einen eigenen Gefolgsmann auf einem bedrohlichen Turm einsetzen, doch im Spiel mit Vielen ist es meist zu spät bis man (wieder) an die Reihe kommt.
Im Spiel zu zweit oder zu dritt ist die Turmerweiterung sicherlich mal eine willkommene Abwechslung, insbesondere für "alte" Hasen aber je mehr Spieler dabei sind, desto weniger planbar bzw. riskanter wird der Einsatz der Gefolgsmänner und das führt zu einem völlig anderen Spielgefühl des guten alten Carcassonne, aber nicht unbedingt zu einem Besseren.
Vielen Dank an Hans im Glück für das Rezensionsexemplar!
|
|