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Cheops



Anzahl Spieler

Für 2 bis 5 Spieler
ab 9 Jahre


Spieldauer

Ca. 45 Minuten


Bewertung (max. 10)

5 Punkte (HOlg)



Verlag

Hans im Glück
Hans im Glück


Autor

Klaus Paal


Bild



Sonstiges:

Der Namensgeber dieses Spiels, Cheops, war ein ägyptischer König der 4. Dynastie. Er regierte 23 Jahre, etwa um 2530 v. Chr. und war der Erbauer der Cheopspyramide. Wie man weiß, gingen die Pyramidenbauten immer auf Kosten der Bevölkerung, die ihre persönlichen Belange gegenüber den Erfordernissen, welche die Errichtung dieser Monumente mit sich brachte, zurückstellen mußten und nicht selten ihr Leben dabei verloren. Kein Wunder, daß deren Nachfahren sehr darauf bedacht sind, alte Relikte, die bei der Erforschung von Pyramiden gefunden werden in ihrem Besitz und im eigenen Land zu behalten.
Die Spieler schlüpfen in die Rolle einer ägyptischen Familie, von deren Vorfahren gesagt wird, daß sie bereits zu Lebzeiten des Pharaos Cheops dort ansässig waren und sich am Pyramidenbau beteiligen mußten. Jetzt, nachdem die Pyramide nach dem Untergang des ägyptischen Reiches in unserer Zeit wiederentdeckt wurde, senden die Mitspieler ihre Familienmitglieder in die Pyramide, um möglichst viele und wertvolle Schätze zu sichern, die entweder sofort zum aktuellen Marktpreis verkauft oder bis zum Spielende ins Lager gelegt werden.
Auf dem Spielplan ist die Pyramide zu sehen. Auf den Feldern in ihrem Innern sind die Schätze und alten Gesetzestafeln verdeckt abgelegt. Kommt ein Spieler an die Reihe, wählt er sich ein Familienmitglied (von denen es vier verschiedene in den Familie gibt) aus, das er in die Pyramide entsenden will. Zu Beginn stehen für dieses Familienmitglieds-Plättchen nur die Felder der untersten Reihe zur Verfügung, denn die Pyramide muß von unten nach oben erforscht werden. Erst wenn die beiden Felder, die sich direkt unter einem höher gelegenen Feld befinden besetzt wurden, ist es möglich auch dort ein Familienmitglied hinzuschicken. Bei der Auswahl der Plättchen ist zu beachten, daß gleiche Familienmitglieder niemals in unmittelbarer Nachbarschaft (neben-, unter- und übereinander) abgelegt werden dürfen. Der Schatz bzw. die Gesetzestafel, die auf diesem Feld lag geht in den Besitz des Spielers über, der das Familienplättchen gelegt hat.
Gesetzestafeln sind eine Art Ereigniskarten, deren Text befolgt werden muß, sobald die Tafel aufgenommen wurde. Solche Tafeln können beispielsweise den aktuellen Marktpreis von Schätzen verändern und der Spieler, der die Gesetzestafel aufgenommen hat kann beeinflussen, welcher Preis verändert wird. Wird ein Schatz aufgenommen, muß der Spieler die Entscheidung treffen, ob er den Schatz sofort zum aktuellen Marktpreis (der ist auf den Tafeln über der Pyramide angegeben) verkaufen oder lieber auf einen besseren Preis bei Spielende spekulieren will. Wurde ein Schatz verkauft, erhält der Spieler entsprechend des Marktpreises eine Anzahl Piaster und legt den verkauften Schatz auf auf das nächste freie Feld der Preistafel. Dadurch ändert sich der aktuelle Marktpreis, denn der ergibt sich immer aus dem nächsten freien Feld der Preistafel. Ist die Preistafel bis auf ein Feld gefüllt, kann kein Schatz dieser Art mehr verkauft werden und muß in jedem Fall ins Lager der Spieler gelegt werden.
Ist es einmal nicht möglich ein Familienmitglied zu setzen (keine Nachbarschaften gleicher Familienmitglieder erlaubt!) oder möchte der am Zug befindliche Spieler einen Doppelzug machen, so kann er für 20 Piaster einen der vier Nachbar-Plättchen kaufen und in die Pyramide legen. Anschließend darf dieser Spieler, wenn er möchte, zusätzlich noch ein eigenes Familienmitglied einsetzen.
Beendet wird der Zug eines Spieler, indem er die Zahl seiner vor ihm liegenden Familienmitglieder durch Nachziehen von einem der vier Stapel wieder auf vier ergänzt.
Das Spiel endet, sobald entweder alle Schätze der Pyramide eingesammelt wurden, kein Familienmitglied mehr in die Pyramide gelegt werden kann oder zwei der Preistafeln mit verkauften Schätzen voll besetzt sind. Jeder Spieler zählt dann seine Piaster zuzüglich der aktuellen Werte seiner Schätze im Lager zusammen und der Spieler mit der höchsten Gesamtsumme gewinnt das Spiel.
Cheops ist ein Spiel bei dem man ein Gespür dafür entwickeln muß, wie sich die Preise der einzelnen Schätze noch verändern könnten. Beispielsweise wird ein Spieler, der schon 2 oder 3 Schätze einer Art im Lager hat sicherlich alles dafür tun, daß der Preis dieses Schatzes bei Spielende möglichst hoch ist. Andererseits kann man nicht gewinnen, wenn man nur versucht "mitzuprofitieren", man muß letztendlich mehr Piaster als die Mitspieler verdienen.
Alles in allem ist Cheops ein schönes Spiel, mit einem gewissen Glücksfaktor, aber es ist immer wieder lustig die Reaktionen der Mitspieler zu beobachten, die im Laufe des Spiels bemerken, daß sie sich völlig verspekuliert haben. Die leichte Schadenfreude die sich dann einstellt, kann sich aber sehr schnell wieder zu den Mitspielern verlagern, wenn das Schicksaal dann bei einem selbst mal wieder zuschlägt. Cheops ist unterhaltsam und läßt sich schön und flüssig spielen.

Vielen Dank an Hans im Glück für das Rezensionsexemplar!


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