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Chinamoon



Anzahl Spieler

Für 3 bis 5 Spieler
ab 8 Jahre


Spieldauer

Ca. 30 bis 45 Minuten


Bewertung (max. 10)

6 Punkte (HOlg)



Verlag

Eurogames


Autor

Bruno Faidutti
Bruno Faidutti


Bild



Sonstiges:

Chinamoon ist ein Spiel dessen grafische Gestaltung mich sofort angesprochen hat. Spieleschachtel und Spielplan sind hervorragend gestaltet, alleine das Eurogames-Symbol auf beidem will nicht so recht passen und stört irgendwie. Aber was muss das muss!
Das weitere Spielmatierial besteht aus Papplättchen, die verschiedenfarbige Blüten darstellen, nichts aussergewöhnliches, im Gegensatz zu den Fröschen. Von diesen Gummifröschen sind 15 dabei, drei in jeder Spielerfarbe und die runden das positive Bild des Spielmaterials ab.

Was der Spieletitel Chinamoon nun mit Fröschen zu tun hat, erschließt sich einem zwar nicht sofort, aber dafür gibt es ja die Spielregel, die einem in märchenhaften ("Es war einmal vor langer Zeit...") Worten den Zusammenhang erklärt.
Von einem traurigen Mandarin-Enterich ist da die Rede. Traurig deshalb, weil er kein Geschenk für seine Angebetete hatte. Doch gut, dass unsere Frösche aus dem Spiel diesem Enterich hilfreich zu Seite stehen wollen. Sie schlagen ihm einen hübschen Strauss Seerosen vor, den sie für ihn einsammeln wollen.

Tja und schon sind wir mitten im Geschehen und versuchen als Mitspieler unsere Frösche den schönsten (= punktemäßig wertvollsten) Seerosenstrauss einsammeln zu lassen.
Diese werden vor Spielbeginn auf dem Spielplan verteilt. Je eine in den Farben weiss, rosa und gelb kommen auf die vier Zielfelder zusammen mit der Blauen, die besonders schön und damit 4 Punkte wert ist. Die schwarze Seerose ist hässlich und liegt auf dem letzten Feld...äh...Seerosenblatt der Rennstrecke. Die übrigen Seerosenplättchen werden zufällig auf die 12 Blätter mit Blütensymbolen verteilt.

Nachdem sich alle Frösche am Teichufer versammelt haben, beginnen die Spieler reihum die Frösche in Richtung Zielfeld zu bewegen und dabei möglichst die eigenen Frösche die schönsten Seerosen einsammeln zu lassen.
Kommt ein Spieler an die Reihe, muss er drei unterschiedliche Frösche nacheinander versetzen. Darunter muss sich mindestens ein Frosch der eigenen Farbe befinden! Jeder Frosch der sich auf den Weg macht, hüpft zwei Felder weit, wobei durch andere Frösche besetzte Felder einfach übersprungen werden. Da kann mitunter schon mal ein ganz ordentlicher Satz zusammenkommen jedoch es gilt nicht als erster im Ziel zu sein, sondern den wertvollsten Seerosenstrauss zu sammeln.

Doch was macht so einen Strauss denn nun wertvoll. Mit Sicherheit die blaue Seerose auf dem vierten Zielfeld, die derjenige bekommt, der als vierter das Zielfeld erreicht und damit das Spiel beendet. Mit Sicherheit nicht die schwarze Seerose, die bei Spielende zwei Minuspunkte zählt.
Die anderen Farben sind eigentlich gleichwertig, was einen Strauss besonders schön und damit wertvoll macht, ist die Einheitlichkeit des Strausses. Die erste Rose einer Farbe in einem Strauss ist 1 Punkt wert, die zweite schon 2, die dritte 3 usw. Wer also beispielsweise einen Strauss mit 5 gelben und der blauen Rose zusammenträgt erhält dafür 1+2+3+4+5+4= 19 Punkte. Viel besser dürfte es eigentlich kaum gehen, wenn die Mitfrösche nicht schlafen ;-)

Was das Einsammeln der Seerosen neben den Mitspielern noch erschwert ist die Tatsache, dass die Frösche sich nicht rückwärts bewegen dürfen und die eigenen Frösche auch von den Mitspielern gezogen werden dürfen. Da wird ein eigener Frosch auch schon mal an einer ach so hübschen Seerose vorbeigezogen! Mancher Frosch, der als Nachzügler von seinem "Besitzer" eigentlich schon abgeschrieben war, kann dann doch noch die eine oder andere Seerose ungehindert einsammeln.

Und dann gibt es da noch die "speziellen" Felder. Der mit dem Schmetterling lenkt den Frosch, der dort landet derart ab, dass er eine seiner Seerosen wieder ablegt. Das Tatkraftfeld (Sprungfeder) verlängert die Bewegung eines darauf landenden Frosches um zwei weitere Felder.
Am interessantesten ist jedoch das Froschfeld. Dieses ermöglicht dem Spieler, dessen Frosch dort zum stehen kommt, den Tausch einer Rose mit der eines beliebigen Mitspielers. Auf diese Weise läßt sich die unliebsame schwarze Rose loswerden (wie übrigens auch auf dem Schmetterlingsfeld). Auch kann man seinen Strauss mit fremden Rosen verfeinern und damit wertvoller machen oder man reißt einen gar so "wertvollen" Strauss eines Mitspielers wieder auseinander.

Sobald jedoch der vierte Frosch das Zielfeld erreicht hat, werden die Werte der Seerosensträusse der Mitspieler ausgewertet und der Gewinner steht fest.

Chinamoon ist zwar kein Überhammer aber auch mehr als nur ein optischer Leckerbissen. Es spielt sich locker und schnell und ist mit seiner kurzen Spieldauer und -regel ein ideales Familienspiel.
Es hat eigentlich keinen Glücksfaktor was manchen Grübler auch mal zu längeren Überlegungen bei seinen Spielzügen verleitet und die Erkenntnis, was so alles noch geht wenn man sich schon abgeschlagen glaubt, hat sich bereits in meiner ersten Testpartie gezeigt, in der der Spieler mit der vermeintlich geringsten Siegeschance doch noch gewinnen konnte.

Vielen Dank an Eurogames für das Rezensionsexemplar!


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